Schlagwort: World Economic Forum

Hammer and Dance 3.0

oder der nächste dunkle Winter (Dark Winter) kommt bestimmt!

von Uwe Moldenhauer

 

Vorgeschichte

Nach den Mel­dun­gen zum Aus­bruch eines Coro­n­avirus in Chi­na kam es im Früh­jahr 2020 in ganz Europa zu ersten ein­schränk­enden Maß­nah­men. Der Kul­tur- und Sport­bere­ich wurde lahm gelegt, etwas später fol­gte der Einzel­han­del, auch Kitas und Schulen wur­den geschlossen, es kam zu Gren­zschließun­gen und manche Län­der ver­hängten drastis­che Aus­gangsper­ren. Die meis­ten Län­der der Welt befan­den sich in der ersten Hoch­phase (the Ham­mer) der soge­nan­nten Pan­demie und ver­sucht­en verge­blich, das Inzi­denz insze­nierte Aus­bruchs­geschehen mit Hil­fe unter­schiedlich­er Maß­nah­men in den Griff zu bekommen.

Erst mit Beginn des Som­mers 2020 wur­den Ein­schränkun­gen nach und nach wieder zurückgenom­men, gren­züber­schre­i­t­en­der Urlaub war möglich, Schulen und Kitas waren wieder offen und in Berlin demon­stri­erten an zwei August­woch­enen­den mehr als eine Mil­lion Men­schen. Damals lauteten die Schlagzeilen z. B. noch: „einen zweit­en Lock­down wird es nicht geben“, „Schulen und Kindertagesstät­ten wer­den offen bleiben“ oder „Aus­gangssper­ren wer­den nicht nötig sein“. Doch diese kurze Erhol­ungsphase (the Dance) war nicht von langer Dauer und die Zusagen und Prophezeiun­gen aus dem Som­mer 2020 bestätigten sich nicht, son­dern genau das Gegen­teil trat ein. Jet­zt lautete das neue Mot­to flat­ten the curve und nach der zweit­en fol­gte eine dritte Welle. Begrün­dung genug, erneut gegen die Bevölkerung noch schär­fere Restrik­tio­nen und Ver­bote zu verhängen.

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Keine „Krise“. Ein Krieg!

von Klaus-Jürgen Bruder

Wenn Ihr wis­sen wollt, was Krieg gegen die Bevölkerung ist, hier ist er zu besichti­gen. Vom Krieg gegen die Bevölkerung wird vorzugsweise über das Aus­land berichtet, und dabei wiederum vorzugsweise über das nicht befre­un­dete. Die Nachricht­en sprechen dann gerne von „Dik­taturen“ oder gar von „Faschis­mus“, wohl überge­hend, dass es auch in sich als Demokra­tien ver­ste­hen­den Staat­en Ein­schränkun­gen der ver­fas­sungsmäßig garantierten demokratis­chen Frei­heit­srechte, Zen­sur, schreiende Ungerechtigkeit­en gibt, die denen in „Dik­taturen“ in ihrer Schwere kaum nachstehen.

Ganz all­ge­mein bedeutet Krieg: einem anderen den eige­nen Willen aufzuzwin­gen, den man zum Feind erk­lärt hat. Dass ein ander­er Staat zum Feind erk­lärt wird, gehört ganz selb­stver­ständlich zur Geschichte des Krieges. Die Geschichte ken­nt aber auch Beispiel dafür, dass ein Staat seine Bürg­er, beziehungsweise Teile von ihnen zu seinem Feind erk­lärt („inner­staatliche Fein­derk­lärung“: Peter Brück­n­er). War­ren Buf­fet, ein­er der reich­sten Män­ner der Welt, meint nicht nur die Sit­u­a­tion in den USA, wenn er fest­stellt: „Wir haben Klassenkrieg und es ist meine Klasse, die siegt.“

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Freiheit UND Gerechtigkeit

Gemeinsam gegen die Folgen des Ausnahmezustands

Von Hannes Hofbauer

Wir wollen uns der Klassen­zusam­menset­zung ein­er Gesellschaft mit­ten im Coro­na-Wahn wid­men. Oder nen­nen wir es lieber etwas weniger polit-mar­tialisch der sozialen Struk­tur, die an vie­len Stellen auf­bricht und sich neu ord­net. In den unter­schiedlichen Betrof­fen­heit­en und Reak­tio­nen gegenüber den staatlichen Maß­nah­men zur Bekämp­fung eines Virus wird diese Neuord­nung deutlich.

Der Aus­nah­mezu­s­tand, in dem wir seit bald einem Jahr zu leben gezwun­gen wer­den, schei­det nicht nur die Geis­ter, son­dern weist zugle­ich auf neue soziale Brüche hin, die eine Zeit­en­wende mit sich bringt. Im anste­hen­den kyber­netis­chen Zeital­ter erweit­ert sich das Ver­hält­nis von Kap­i­tal und Arbeit um zusät­zliche aus­beut­bare men­schliche Fähigkeit­en und Erfahrun­gen, vor allem aber um die Aus­beu­tung des men­schlichen Kör­pers als solchem; damit wird die Klassen­zusam­menset­zung des Indus­triezeital­ters, die die Men­schen (in den Zen­tral­räu­men) seit mehr als 200 Jahren sozial schichtet, his­torisch. Neue Leit­sek­toren schaf­fen neue Ausbeutungsstrukturen.

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Offener Brief eines Ver.di-Mitglieds

Wir veröf­fentlichen hier den Brief eines Ver.di-Mitglieds an den Bun­desvor­stand, der sich gegen die Unter­stützung der Gew­erkschaft für das Bünd­nis „Leipzig nimmt Platz” wen­det. Dieses links­ne­olib­erale Bünd­nis ruft zu mil­i­tan­ten Gegen­protesten gegen eine maß­nah­menkri­tis­che Demon­stra­tion am Sam­stag, den 06. März 2021 in Leipzig auf. Zu den größten Scharf­mach­ern zählte Ire­na Rudolph-Kokot (SPD).

[Adresse und Mit­glied­snum­mer]  März 2021

An den Ver.di-Bundesvorstand
Paula-Thiede-Ufer 10
10179 Berlin

 

Sehr geehrte Kol­legin­nen und Kollegen,

aus den Medi­en erfahre ich heute, dass in Leipzig Ver.di (ich ver­mute die regionale Organ­i­sa­tion) aufruft, zusam­men mit anderen, am kom­menden Sam­stag der geplanten Protest­demon­stra­tion gegen die Coro­na-Poli­tik der Regierun­gen Deutsch­lands ent­ge­gen­zutreten und ggf. auch Gewalt gegen sie anzuwen­den, um sie am Umzug durch die Innen­stadt zu hin­dern. Ire­na Rudolph-Kokot (SPD) wird als Sprecherin des Bünd­niss­es „Leipzig nimmt Platz“ zitiert mit dem Satz: „Wenn die Polizei das nicht hin­bekommt, müssen wir das eben sel­ber machen.“ („Welt“-online, 04.03.21).

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Dark Winter – Thesenpapier zur Coronakrise

von Jan Müller

Vorbe­merkung der Redak­tion: Wir veröf­fentlichen hier ein län­geres The­sen­pa­pi­er von Jan Müller zur Coro­n­akrise. Geschrieben wurde es im Jan­u­ar und Feb­ru­ar 2021. Die hier geäußerten Ansicht­en geben nicht unbe­d­ingt die Posi­tion der Freien Linken wieder.

1. Vorwort

In diesem The­sen­pa­pi­er soll ver­sucht wer­den, die Beweg­gründe für die Aus­ru­fung der Coro­n­a­pan­demie zu ver­ste­hen. Ganz sich­er hat das nichts mit einem Atemwegsvirus zu tun, das in seinen Auswirkun­gen mit ein­er mit­telschw­eren Grippe ver­gle­ich­bar ist. Aus­gangspunkt ist vielmehr die Fest­stel­lung, dass der Kap­i­tal­is­mus als Pro­duk­tion­sweise auf­grund des Geset­zes des ten­den­ziellen Falls der Prof­i­trate in eine schwere, ver­mut­lich unüber­wind­bare Krise ger­at­en ist. Deshalb soll er in eine Art Neo­feu­dal­is­mus übergeleit­et wer­den. Denn die maßge­blichen west­lichen Oli­garchen wie Bill Gates, Jeff Bezos, Lar­ry Fink und Co. wollen auch in dieser Kon­stel­la­tion ihre Macht und ihren Reich­tum erhal­ten. Das ist offen­bar der Hin­ter­grund für die Ein­schnürung der bürg­er­lichen Frei­heit­en, des Überwachungskap­i­tal­is­mus, der Zer­störung des Mit­tel­standes, der Plün­derungsökonomie und des kom­menden Ver­ar­mungss­chubs. Damit wird ger­ade ein Pro­gramm abge­spult, dass um das World Eco­nom­ic Forum WEF grup­pierten Eliten euphemistisch als den Great Reset, den Großen Neustart bezeichnen.

Diese pes­simistis­chen Schlussfol­gerun­gen sind natür­lich nicht in Stein gemeißelt. Ich wün­sche mir sehr, dass mich jemand wider­legen könnte.

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