von Hanns Graaf

Die hier geäußerten Ansichten geben nur die Meinung des Autors und nicht unbedingt die Position der Freien Linken wieder.

Die Freie Linke ist weder politisch noch organisatorisch gefestigt – sie befindet sich im Aufbau, in der Entwicklung. Früher oder später wird sie mit der Frage konfrontiert werden, wie eine zukünftige Gesellschaft aussehen soll. Dafür möchte ich hier einen Beitrag zur Frage der Vergesellschaftung zur Diskussion stellen. Aufgrund der gebotenen Kürze kann er natürlich nur einige Aspekte ansprechen. Eine Vielzahl von weiteren Beiträgen zum Thema findet Ihr auf www.aufruhrgebiet.de.

Allgemein bedeutet Vergesellschaftung, dass die Verfügung über die Produktionsmittel (PM) und die Produktionsverhältnisse (PV) der Gesellschaft bzw. sozialen Kollektiven unterliegen und nicht minderheitlichen Gruppen, egal ob Gilden oder Ständen, Feudalherren, Kapitalisten, Rentiers, Aktionären oder dem Staatsapparat. Wie alle Klassengesellschaften beruht auch der Kapitalismus darauf, dass es eine herrschende Minderheit gibt, welche die ökonomische und staatliche Macht innehat und damit über die PK und die PV bestimmen, um sich einen überproportionalen Anteil am gesellschaftlichen Reichtum und an der administrativen Macht zu sichern.

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