Schlagwort: Transhumanismus

Wie idyllisch und wie abstrakt darf eine Freie Linke sein?

von Walter Grobe
Vorbemerkung der Redaktion: Wir orientieren uns an Theorien, die vor 50 bis 150 Jahren zu den Verhältnissen  der Zeit gepasst haben. Wie realistisch ist das? Reicht das als theoretische Basis, um solch einen nie dagewesenen weltweiten Angriff auf die Lebensverhältnisse der Menschen angemessen reagieren zu können? Müssen wir nicht unsere theoretischen Konzepte aus der Wirklichkeit der Gegenwart ableiten? Diese Fragen stellt Walter Grobe in den Raum und damit zur Diskussion.  Der Beitrag ist als Einstieg zu dieser Diskussion zu verstehen. Wir freuen uns auf viele Kommentare und ein breites Meinungsspektrum.

 

Seitdem ich Anfang Januar 2021 den Aufruf der FL gesehen habe, arbeite ich hoffnungsvoll mit, weil hier ein guter Ansatz vorliegt. Aber ich beobachte mittlerweile auch einige grundlegende politisch-analytische Defizite, die sich halten und an deren Überwindung, meinem Eindruck nach, nicht gerade mit Nachdruck gearbeitet wird.

Hierzu im Folgenden einige kritische Bemerkungen: Immerhin hat die FL mittlerweile einige konkrete Anschauungen über die Ursachen der Coronapolitik gewonnen, wie sie sich vor allem in Europa und den USA entwickelt. Sie kann mittlerweile diese Politik auf die krisenhafte Entwicklung des Kapitalismus, genauer gesagt: des „westlichen“ Kapitalismus, beziehen und hat das maßnahmenkritische politische Spektrum bereichert um eine grundsätzliche Kampfansage an den Kapitalismus.

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Worum geht es, wenn es nicht um Gesundheit geht?

Spoiler: Achtung, Verschwörungstheorie!

von Theo Klein

Vorwort

Immer mehr Menschen nehmen sehr aufmerksam wahr, dass die „Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie“ zunehmend willkürlich, völlig überzogen, widersprüchlich, ja bisweilen geradezu lächerlich erscheinen. Man wird den Eindruck nicht los, es wird durch immer neue Zielvorgaben (erinnern Sie sich an die Verdopplungszahl?) immer wieder eine Verlängerung des Ausnahmezustands aktiv betrieben, während konstruktive Vorschläge aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft abperlen – ja aktiv bekämpft wird. Dies war im Grunde von Beginn an der Fall, viele gewährten der Regierung lange Narrenfreiheit und unterstellten guten Willen, schlimmsten Falls Unfähigkeit. Doch angesichts der mehr und mehr zutage tretenden historischen Schäden an Menschen, Lebensgrundlage und Demokratie in unserem Land, bleibt zunehmend nur noch Ratlosigkeit. Worum geht es wirklich?

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Kommt der Klimalockdown?

von Jan Müller

Neues vom Great Reset – Teil 1

  1. Vorwort
  2. Eugenik und Ökologismus
  3. Konturen des Klimalockdowns
  4. Das überzeugende Narrativ
  5. Quellen

1. Vorwort

In Zeiten einer abflauenden „Pandemie“ und ersten „Lockerungsschritten“ stellt sich die Frage, ob es das gewesen ist, ob wir langsam in die alte Realität zurückgleiten, oder ob wir uns gegenwärtig nur in der Phase 6 von Biedermanns Diagramm des Zwangs befinden, also der Phase der gelegentlichen Nachgiebigkeit, kombiniert mit leeren Versprechen. Diese verhindert die Gewöhnung an die uns auferlegten Entbehrungen. Geschäftsinhaber glauben jetzt möglicherweise, es doch schaffen zu können und stürzen sich mit neuer Energie in die Arbeit.

Wird im nächsten Winter die vierte Welle ausgerufen, die vielleicht für Geimpfte aufgrund der immunbedingten Verstärkung des Krankheitsverlaufs (ADE)[1] tödlicher ist, als die drei bisherigen Wellen? Bleiben die Restriktionen wie Masken bestehen und wird weiterhin ein harter Diskriminierungskurs gegen Ungeimpfte gefahren, wie dies Spiegel-Kolumnist Sascha Lobo fordert?[2]

Oder wird der Corona-Lockdown langsam in den Klimalockdown überführt? Hierfür spricht in der Tat einiges. In seiner sensationellen Entscheidung vom 29. April 2021 hat das Bundesverfassungsgericht unter seinem Präsidenten, dem Konzernlobbyisten Harbarth, den Weg hierfür freigemacht. Zum Schutz des Klimas können gravierende Freiheitseinschränkungen gerechtfertigt sein. Oder noch deutlicher: „Die Möglichkeiten, von grundrechtlich geschützter Freiheit in einer Weise Gebrauch zu machen, die direkt oder indirekt mit CO2-Emissionen verbunden ist, stoßen an verfassungsrechtliche Grenzen.“[3]

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