Schlagwort: tendenzieller Fall der Profitrate

Bericht über die 1. Konferenz der Anti-Lockdown-Linken

Am Samstag, den den 27. März 2021 fand die 1. Konferenz der Anti-Lockdown-Linken statt, aus den bekannten Gründen leider nur virtuell.

Ziel war es, die nicht gerade zahlreichen linken lockdownkritischen Gruppen in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu versammeln, zu einer Verständigung über die Ursachen der Entwicklung zu kommen und über nächsten praktischen Schritte zu beraten.

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Abschlusskommuniqué der 1. Konferenz der Anti-Lockdown-Linken vom 27. März 2021

Wir veröffentlichen hier das Abschlusskommuniqué der 1. Konferenz der Anti-Lockdown-Linken vom 27. März 2021. Auf diesen Text haben sich alle Anwesenden aus Deutschland und Österreich geeinigt.

Das politische System der oft patriarchal geprägten kapitalistischen Demokratien ist schon lange am Ende. Die neoliberale Umgestaltung dieser Gesellschaften ersetzt deren demokratische Elemente durch die zunehmende Machtausübung einer globalen, kapitalistischen Oligarchie. Die Reichen werden reicher und mächtiger, die Armen ärmer und politisch einflussloser. Inzwischen ist die demokratische und rechtsstaatliche Fassade gefallen. Die faktischen Machtzentren agieren unverhohlen autoritär, eine kaum noch zu kaschierende Diktatur zeichnet sich ab. Dass eine statistisch nur begrenzt signifikante Atemwegserkrankung Ursache dieser massiven weltweiten Umwälzungen ist, scheint äußerst unwahrscheinlich.

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Dark Winter – Thesenpapier zur Coronakrise

von Jan Müller

Vorbemerkung der Redaktion: Wir veröffentlichen hier ein längeres Thesenpapier von Jan Müller zur Coronakrise. Geschrieben wurde es im Januar und Februar 2021. Die hier geäußerten Ansichten geben nicht unbedingt die Position der Freien Linken wieder.

1. Vorwort

In diesem Thesenpapier soll versucht werden, die Beweggründe für die Ausrufung der Coronapandemie zu verstehen. Ganz sicher hat das nichts mit einem Atemwegsvirus zu tun, das in seinen Auswirkungen mit einer mittelschweren Grippe vergleichbar ist. Ausgangspunkt ist vielmehr die Feststellung, dass der Kapitalismus als Produktionsweise aufgrund des Gesetzes des tendenziellen Falls der Profitrate in eine schwere, vermutlich unüberwindbare Krise geraten ist. Deshalb soll er in eine Art Neofeudalismus übergeleitet werden. Denn die maßgeblichen westlichen Oligarchen wie Bill Gates, Jeff Bezos, Larry Fink und Co. wollen auch in dieser Konstellation ihre Macht und ihren Reichtum erhalten. Das ist offenbar der Hintergrund für die Einschnürung der bürgerlichen Freiheiten, des Überwachungskapitalismus, der Zerstörung des Mittelstandes, der Plünderungsökonomie und des kommenden Verarmungsschubs. Damit wird gerade ein Programm abgespult, dass um das World Economic Forum WEF gruppierten Eliten euphemistisch als den Great Reset, den Großen Neustart bezeichnen.

Diese pessimistischen Schlussfolgerungen sind natürlich nicht in Stein gemeißelt. Ich wünsche mir sehr, dass mich jemand widerlegen könnte.

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