Schlagwort: Schule

Offener Brief von 18 Lehrpersonen einer Schweizer Gemeinde

Liebe Schulleitungsmit­glieder,

sehr geehrter Herr Gemeindepräsident,

sehr geehrter Herr Amtsvorste­her des Volksschulamts,

sehr geehrter Herr Kantonsarzt,

sehr geehrter Prof. Gian Pao­lo Ramel­li, Präsi­dent Pädi­a­trie Schweiz,

 

bere­its die Ein­führung der Maskenpflicht für uns Lehrper­so­n­en im let­zten Herb­st hat grosse Bedenken aus­gelöst. Unsere grosse Sorge um die Gesund­heit der Kinder möcht­en wir ihnen, in Form dieses per­sön­lichen Schreibens, übermitteln.

Die Gesund­heit unser­er Schulkinder ist unser­er Mei­n­ung nach stark gefährdet. Kinderärzte und Kinderpsy­cholo­gen schla­gen seit Monat­en Alarm. Gemäss Markus Lan­dolt, lei­t­en­der Psy­chologe des Kinder­spi­tals Zürich, stieg die Zahl der jugendlichen Suizid­ver­suche sowie der Essstörun­gen rapi­de an. (Suizid­ver­suche 2019: 21 Fälle, 2020: 49 Fälle. Von Jan­u­ar bis März 2021 wurde bere­its der Jahres­stand von 2019 erre­icht!). Diese Zahlen ste­hen in unseren Augen in einem direk­ten Zusam­men­hang mit den Äng­sten, die das The­ma «Coro­na» zutage fördert. Einen Anteil daran kön­nten auch die aktuellen Mass­nah­men an den Schulen haben.

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Die Außenseiter

Eine Inter­natss­chü­lerin berichtet, wie mit Schnell­tests und Maskenpflicht an Schulen ein ver­häng­nisvoller sozialer Druck aus­geübt wird.

von Henriette Kabisch

Die Schule: ein Ort der Begeg­nung, des freien Aus­tauschs, der sozialen Gemein­schaft, des Ler­nens fürs Leben — so weit die The­o­rie. Die Real­ität sieht in Deutsch­land aber ganz anders aus. Für viele junge Men­schen ist die Schule vor allem ein Ort des Leis­tungs­drucks, der Abw­er­tung, der ersten Aus­gren­zungser­fahrung, des Mob­bings. Laut ein­er DAK-Studie lei­det jed­er dritte Schüler an depres­siv­en Stim­mungen (1). Diese Ten­denz hat sich ver­schärft, seit auch die Schulen zum Schau­platz der Coro­na-Repres­sio­nen gewor­den sind: Plöt­zlich kom­men zu den ver­härteten Hier­ar­chie- Struk­turen unter Schülern und Lehrern auch noch die „Anti-Coro­na-Maß­nah­men“ hinzu — und mit ihnen eine mächtige Welle sozialen Drucks. Anstatt beruhi­gend und aufk­lärend zu wirken, fördern viele Schulen ein unge­sun­des Schwarz-Weiß-Denken, das jedes Hin­ter­fra­gen als Gefährdung brand­markt und den kri­tis­chen Diskurs im Keim erstickt. Wie umfassend diese Aus­gren­zung sein kann, erzählt eine Inter­natss­chü­lerin aus eigen­er Erfahrung.

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Die Freie Linke zu Pädagogik im Ausnahmezustand

Die Gruppe Freie Linke Pädagogik über Pädagogik im Ausnahmezustand

Wir sind Linke unter­schiedlich­er Strö­mungen, die sich auf­grund der Zus­pitzung der glob­alen Entwick­lun­gen auf ver­schiede­nen Ebe­nen zusam­menge­fun­den haben, um gemein­sam für eine demokratis­che Zukun­ft in Frei­heit und Frieden und den Erhalt von Grund-und Men­schen­recht­en für alle Men­schen zu kämpfen.

Die Gruppe Freie Linke Päd­a­gogik ver­ste­ht sich als Teil der Bewe­gung, den die Ablehnung der demokratiefeindlichen Maß­nah­men, die in Deutsch­land wie auch weltweit zum vorge­blichen Schutz vor dem Coro­na-Virus ergrif­f­en wur­den, eint und dem der päd­a­gogis­che Blick darauf von beson­der­er Wichtigkeit ist. Kinder und Jugendliche sind und wer­den die Hauptlei­d­tra­gen­den der unter der Folie ein­er P(l)andemie erlasse­nen Beschränkun­gen und Maß­nah­men sein. Die durch Lock­downs, Schul- und Kitaschließun­gen sowie soziale Dis­tanz verur­sacht­en Bil­dungs­de­fizite, psy­chis­chen Störun­gen und gesund­heitlichen Schädi­gun­gen sind derzeit nicht abschätzbar und in ihren Langzeit­fol­gen möglicher­weise irrepara­bel oder nicht mehr ther­a­pier­bar. Mit jedem Tag Kita- oder Schulschließung klafft die Schere zwis­chen arm und reich weit­er auseinander.

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