Schlagwort: Querdenker

BERLIN IM SOMMER 21

von Jan Veil

Persönlicher Bericht über einige Demo-Aktivitäten in der ersten Augustwoche oder

Vom fühlbaren Abschmelzen noch existierender Grundrechte

31.07. | Nettelbeckplatz (Wedding) |

Direkt von der Autobahn kommend, treffe ich um ca. 19 Uhr auf dem dort stattfindenden ‚Marktplatz der Demokratie‘ ein, den verschiedene Gruppen, darunter die Partei ‚dieBasis‘, die ‚Freien Linken‘, die ‚Christen im Widerstand‘ und die ‚Berliner Kommunarden‘, gemeinsam veranstalten. Es herrscht recht entspannte Atmosphäre, Herr Schöning gibt gerade noch ein Interview, die Polizei hält sich, abgesehen von gelegentlichen Kontrollen Unmaskierter, im Hintergrund, und verschiedene Repräsentanten der beteiligten Organisationen, auch Menschen aus dem Publikum sowie Anselm Lenz, der gegen Ende eintrifft, kommen noch zu Wort – beste Speaker’s Corner-Tradition. Als ein auf der Erde gerade eingetroffener, vernunftbegabter Außerirdischer könnte man meinen: alles bestens mit dem Recht auf Versammlung und dem der freien Meinungsäußerung auf diesem Planeten – von den Leuten mit den seltsamen Gesichtslappen und der einen oder anderen Ingewahrsamnahme solcher, die keinen tragen, einmal abgesehen. Und selbstverständlich abgesehen von vielem, was, nicht nur diesen Erlebnisbericht betreffend, in den nächsten Tagen folgen sollte.

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Was viele „Querdenker“ am neuen Konzept „Zero Covid“ noch immer nicht recht begriffen haben!

Glosse von Jan Veil

In den Militär-Jargon übersetzt – und der steht stets für Klartext – bedeutet es: keine Gefangenen. D. h.: Es werden keine Überlebenden auf der „anderen“ Seite geduldet – ausnahmslos Alle sind zu eliminieren. Denn werden sie das nicht, endet der Kampf niemals. Die oder wir. Weil dieser Kontrahent, den man gut und gern auch als „Feind“ bezeichnen könnte, niemals zu kämpfen aufhört. Will man also nicht selbst untergehen, muss dieser Feind vollständig vernichtet werden.

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Offener Brief für mehr Menschlichkeit in der Corona-Krise

Wir veröffentlichen hier mit Zustimmung der Initiatoren den Offenen Brief an alle Schulleitungen und Kollegien der Waldorfschulen.

Ein Brief an die Schulleitungen und Kollegien der Waldorfschulen bundesweit.

Das Ziel ist es, diesen Brief auszudrucken und an soviele Schulen wie möglich zu schicken und zwar via Post.

Wenn du die Menschlichkeit in der Corona-Krise fördern möchtest, dann unterschreibe jetzt den offenen Brief und schicke ihn via Post an deine lokale Schule.

Bitte teilt den Brief, der hier als PDF-Datei zu finden ist, in eurem Freundes- und Bekanntenkreis!

Offener Brief für mehr Menschlichkeit in der Corona-Krise

An die Schulleitungen und Kollegien der Waldorfschulen bundesweit.

Wir als ehemalige und aktive Schüler und Eltern der freien Waldorfschulen sorgen uns um das Bestehen eines humanistischen, ganzheitlichen Menschenbildes und befürchten einen neuen Antihumanismus, welcher Gesundheit als Abwesenheit von Krankheit definiert und den Menschen einzig und alleine auf den Körper reduziert.

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Offener Brief eines Ver.di-Mitglieds

Wir veröffentlichen hier den Brief eines Ver.di-Mitglieds an den Bundesvorstand, der sich gegen die Unterstützung der Gewerkschaft für das Bündnis „Leipzig nimmt Platz“ wendet. Dieses linksneoliberale Bündnis ruft zu militanten Gegenprotesten gegen eine maßnahmenkritische Demonstration am Samstag, den 06. März 2021 in Leipzig auf. Zu den größten Scharfmachern zählte Irena Rudolph-Kokot (SPD).

[Adresse und Mitgliedsnummer]  März 2021

An den Ver.di-Bundesvorstand
Paula-Thiede-Ufer 10
10179 Berlin

 

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

aus den Medien erfahre ich heute, dass in Leipzig Ver.di (ich vermute die regionale Organisation) aufruft, zusammen mit anderen, am kommenden Samstag der geplanten Protestdemonstration gegen die Corona-Politik der Regierungen Deutschlands entgegenzutreten und ggf. auch Gewalt gegen sie anzuwenden, um sie am Umzug durch die Innenstadt zu hindern. Irena Rudolph-Kokot (SPD) wird als Sprecherin des Bündnisses „Leipzig nimmt Platz“ zitiert mit dem Satz: „Wenn die Polizei das nicht hinbekommt, müssen wir das eben selber machen.“ („Welt“-online, 04.03.21).

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Dark Winter – Thesenpapier zur Coronakrise

von Jan Müller

Vorbemerkung der Redaktion: Wir veröffentlichen hier ein längeres Thesenpapier von Jan Müller zur Coronakrise. Geschrieben wurde es im Januar und Februar 2021. Die hier geäußerten Ansichten geben nicht unbedingt die Position der Freien Linken wieder.

1. Vorwort

In diesem Thesenpapier soll versucht werden, die Beweggründe für die Ausrufung der Coronapandemie zu verstehen. Ganz sicher hat das nichts mit einem Atemwegsvirus zu tun, das in seinen Auswirkungen mit einer mittelschweren Grippe vergleichbar ist. Ausgangspunkt ist vielmehr die Feststellung, dass der Kapitalismus als Produktionsweise aufgrund des Gesetzes des tendenziellen Falls der Profitrate in eine schwere, vermutlich unüberwindbare Krise geraten ist. Deshalb soll er in eine Art Neofeudalismus übergeleitet werden. Denn die maßgeblichen westlichen Oligarchen wie Bill Gates, Jeff Bezos, Larry Fink und Co. wollen auch in dieser Konstellation ihre Macht und ihren Reichtum erhalten. Das ist offenbar der Hintergrund für die Einschnürung der bürgerlichen Freiheiten, des Überwachungskapitalismus, der Zerstörung des Mittelstandes, der Plünderungsökonomie und des kommenden Verarmungsschubs. Damit wird gerade ein Programm abgespult, dass um das World Economic Forum WEF gruppierten Eliten euphemistisch als den Great Reset, den Großen Neustart bezeichnen.

Diese pessimistischen Schlussfolgerungen sind natürlich nicht in Stein gemeißelt. Ich wünsche mir sehr, dass mich jemand widerlegen könnte.

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