Schlagwort: PCR-Test

Neue Verschärfung des Infektionsschutzgesetzes

von Jan Müller

Die Bun­desregierung plant eine erneute Ver­schär­fung des Infek­tion­ss­chutzge­set­zes. War bish­er der Erlass von konkreten ein­schränk­enden Verord­nun­gen Län­der­sache, so sind nun bes­timmte Zwangs­maß­nah­men geset­zlich vorgeschrieben. Ab ein­er „Inzi­denz“ von 100 in einem Land­kreis gel­ten jet­zt automa­tisch und ohne weit­ere Anord­nung fol­gende Zwangsmaßnahmen:

  • Aus­gangssperre von 21:00 bis 5:00 Uhr
  • Mit­glieder eines Haushalts dür­fen sich nur noch mit einem weit­eren Men­schen tre­f­fen. Max­i­mal dür­fen nur noch 5 Men­schen zusam­menkom­men. Damit sind Demon­stra­tio­nen grund­sät­zlich verboten.
  • Schließung aller Geschäfte mit Aus­nahme des Lebens­mit­tel­han­dels etc.
  • Schließung aller Kul­turein­rich­tun­gen, des Sports, von Schwimm­bädern, von Zoos und Botanis­chen Gärten.
  • Schließung von Restau­rants und des Tourismus-Sektors.
  • Schließung von Kitas, Schulen und Hochschulen bei ein­er „Inzi­denz“ ab 200.

Die Län­der dür­fen stren­gere Zwangs­maß­nah­men anordnen.

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Erfahrungsbericht einer Krankenschwester in der Psychiatrie

von I.S.

Ich bin Kranken­schwest­er und arbeite seit 5 Jahren in ein­er psy­chi­a­trischen Klinik auf ein­er Sta­tion für Abhängigkeit­serkrankun­gen. Unsere Sta­tion wurde im Früh­jahr 2020 zur soge­nan­nten „Pan­demie-Sta­tion“ umge­wan­delt. Das heißt, zu uns kom­men coro­na-pos­i­tiv-getestete psy­chi­a­trisch Erkrank­te und solche mit unklarem Covid-Sta­tus. Let­ztere wer­den PCR-getestet und bei neg­a­tivem Ergeb­nis auf andere Sta­tio­nen im Haus ver­legt. Unsere Sta­tion ist geschlossen, das heißt, die Patien­ten kön­nen nicht ein­fach hinein und hin­aus wie sie möcht­en. Wir bekom­men akut Erkrank­te, die dann manch­mal nicht ori­en­tiert sind (nicht wis­sen was los ist), aggres­siv, nicht absprachefähig, oder auch Demente. Wir hat­ten bis zum Herb­st keinen einzi­gen coro­n­a­pos­i­tiv­en Patien­ten. Dann hin und wieder, ein bis max­i­mal vier Patien­ten. Unsere Klinik begann Ende des Jahres, coro­n­a­pos­i­tive Patien­ten von anderen Kliniken zu übernehmen, was an der Bele­gungszahl allerd­ings nichts änderte. Die aller­meis­ten ohne Symp­tome. Oft bestand nicht ein­mal ein wirk­lich­es psy­chi­a­trisches Anliegen. Eine Pati­entin zum Beispiel mit diag­nos­tiziert­er begin­nen­der Demenz, noch sehr gut beieinan­der, die hätte auch ohne Weit­eres nach Hause gekon­nt. Ich hat­te und habe den Ein­druck, die Klinik braucht Coro­na-Patien­ten. Unser Labor erfasst seit Ende let­zten Jahres auch den ct-Wert zum PCR-Test. Ab einem ct-Wert von 30 aufwärts kann man ja eigentlich kaum mehr von „pos­i­tiv“ reden. Einige Zeit lang gab es keine Patien­ten mit mehr als 35, jet­zt gilt ein Patient mit einem ct-Wert von 38 noch als schwach positiv.

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Warnung vor dem „Tübinger Modell“

von Walter Grobe

Jet­zt wis­sen wir, warum der Grü­nen-OB von Tübin­gen, Boris Palmer, schon die ganze Zeit über gehypt wurde.

Das bish­erige Ver­fahren in Tübin­gen sieht so aus: man muss sich eine Art Passier­schein besor­gen, in dem bescheinigt wird, dass man aktuell neg­a­tiv getestet ist. Das nen­nt sich „Tübinger Tagesticket“.

Die Weit­er­en­twick­lung beste­ht in einem elek­tro­n­is­chen Arm­band. Man muss dazu sich an ein­er der neun Test­sta­tio­nen in der Stadt testen lassen, der neg­a­tive Test wird dann auf diesem Arm­band bescheinigt mit­tels eines QR-Codes, und dieser wird am Ein­gang von Geschäften, Ver­anstal­tungslokalen etc. aus­ge­le­sen, wenn man rein will. Ohne das kommt man nir­gend­wo rein.

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Die Außenseiter

Eine Inter­natss­chü­lerin berichtet, wie mit Schnell­tests und Maskenpflicht an Schulen ein ver­häng­nisvoller sozialer Druck aus­geübt wird.

von Henriette Kabisch

Die Schule: ein Ort der Begeg­nung, des freien Aus­tauschs, der sozialen Gemein­schaft, des Ler­nens fürs Leben — so weit die The­o­rie. Die Real­ität sieht in Deutsch­land aber ganz anders aus. Für viele junge Men­schen ist die Schule vor allem ein Ort des Leis­tungs­drucks, der Abw­er­tung, der ersten Aus­gren­zungser­fahrung, des Mob­bings. Laut ein­er DAK-Studie lei­det jed­er dritte Schüler an depres­siv­en Stim­mungen (1). Diese Ten­denz hat sich ver­schärft, seit auch die Schulen zum Schau­platz der Coro­na-Repres­sio­nen gewor­den sind: Plöt­zlich kom­men zu den ver­härteten Hier­ar­chie- Struk­turen unter Schülern und Lehrern auch noch die „Anti-Coro­na-Maß­nah­men“ hinzu — und mit ihnen eine mächtige Welle sozialen Drucks. Anstatt beruhi­gend und aufk­lärend zu wirken, fördern viele Schulen ein unge­sun­des Schwarz-Weiß-Denken, das jedes Hin­ter­fra­gen als Gefährdung brand­markt und den kri­tis­chen Diskurs im Keim erstickt. Wie umfassend diese Aus­gren­zung sein kann, erzählt eine Inter­natss­chü­lerin aus eigen­er Erfahrung.

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Zur aktuellen Lage der „Coronapandemie“

von Jan Müller

Kurz vor der let­zten Beratung der Bun­deskan­z­lerin mit den Regierungschefs der Bun­deslän­der Anfang März häuften sich selb­st in den Main­streamme­di­en die Forderun­gen wenig­stens nach Lockerun­gen. Nur die Staatssender ARD und ZDF blieben voll­ständig auf Lockdown-Kurs.

Angela Merkel geht typ­is­cher­weise in so einem Fall nicht auf voll­ständi­ge Kon­fronta­tion, son­dern macht einige schein­bare Konzes­sio­nen. So dür­fen jet­zt Buch­hand­lun­gen, Bau- und Garten­märk­te sowie Blu­mengeschäfte wieder öff­nen. Auch wur­den sehr verk­lausulierte weit­ere Öff­nungsper­spek­tiv­en genan­nt. Dies dient offen­bar nur dazu, Druck aus dem Kessel zu nehmen. Grund­sät­zlich wird jedoch am Lock­down fest­ge­hal­ten. Dieser Lock­down gilt bere­its seit dem Novem­ber, also inzwis­chen seit 5 Monat­en. Das ist ein­er der läng­sten und härtesten Lock­downs weltweit.

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Die eigentlich bahnbrechende „Information Notice for IVD Users 2020/05“ der WHO – und ihre gar seltsame Nichtwirksamkeit auf die deutsche Politik

von Jan Veil

Aus­ge­hend von der Tat­sache, dass Krankheit­en lebens­bedrohlich und zugle­ich ansteck­end sein kön­nen, sind, je nach Aus­prä­gung der Mor­tal­ität und der Infek­tiosität, die einem Erreger zugeschrieben wer­den, im Extrem­fall auch die streng­sten Hygiene‑, Sicher­heits- und Quar­an­täne­maß­nah­men grund­sät­zlich dur­chaus vertret- und nachvol­lziehbar, um eine Bevölkerung so gut wie möglich zu schützen. Die Strenge der Maß­nah­men muss hier­bei in einem angemesse­nen Ver­hält­nis zur Beschaf­fen­heit des Erregers ste­hen. Daher kommt der Aus­sagekraft eines Ver­fahrens, das die Infek­tion, die daraus vielle­icht entste­hende Erkrankung – und damit ein­herge­hend die Infek­tiosität – ein­er Per­son fest­stellen soll, eine eigentlich noch größere Rel­e­vanz zu als der Anzahl der an dieser Krankheit (bere­its) Ver­stor­be­nen. Denn der Tod bedeutet zwar den schlimm­sten Aus­gang ein­er Infek­tion, doch durch ihn endet die Infek­tiosität auch, während ein Infiziert­er poten­ziell noch aber­dutzende weit­er­er Men­schen in Gefahr brin­gen kann.

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