Schlagwort: Lifestyle-Linke

BELLA CIAO, LINKE!

(mit fre­undlich­er Genehmi­gung von Markus Gelau)

 

Ich bin vor genau einem Jahr aus der Partei *Die Linke* aus­ge­treten. Nach Jahren voller Kip­pings, Riexingers, Led­er­ers, Liebichs und hart lispel­nder, (geo-)politisch völ­lig ahnungslos­er Parteivor­sitzen­der, deren Haup­tqual­i­fika­tion der semi-olymp­is­che Blu­men­strauß-Weitwurf darstellt. Nach Jahren (oft auch geheim­di­en­stlich ges­teuert­er) inner­parteilich­er Zer­set­zung­sprozesse, war für mich mit dem Schul­ter­schluss dieser (ehe­ma­li­gen) Arbeit­er­partei mit dem Estab­lish­ment im Kon­text der ver­fas­sungswidri­gen Grun­drecht­sein­schränkun­gen und mehr noch: bei der Dif­famierung von Ket­zern, Abwe­ich­lern, Ander­s­denk­enden, vor genau einem Jahr Schluss. Das bewahrte mich auch davor, einen Vere­in, in dem der Anteil der hir­nam­putiert­erten *zero-covid*-Schwachköpfe, durchge­gen­derten marx21-Sek­tenkid­dies und Phar­mafia-Fan­girls exor­bi­tant zunahm, in den let­zten 12 Monat­en noch vor meinem kri­tis­chen Fre­un­deskreis vertei­di­gen zu müssen.

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Die Abgrenzungsfalle

Wer für alles offen ist, ist nicht ganz dicht. Doch auch ein Netz aus Roten Linien macht hilflos.

von Regimekritiker Dracula

Das Linke Lager in seiner eigenen Abgrenzungsfalle

Die gegen­wär­ti­gen linken sozialen, friedens‑, umwelt- und glob­al­isierungskri­tis­chen Bewe­gun­gen sind wie fast die gesamte Oppo­si­tion des Kap­i­tal­is­mus und Mil­i­taris­mus tief ges­pal­ten und so gut wie hand­lung­sun­fähig. Und das nicht erst seit Coro­na. Ein Grund ist die Selb­st­beschäf­ti­gung mit ide­ol­o­gis­chen For­mal­itäten. Dabei geht es vornehm­lich um Hal­tun­gen statt Inhal­ten. Sahra Wagenknecht [1] bemän­gelt die Ver­schiebung der Pri­or­itäten von den sozialpoli­tis­chen Prob­le­men der Unter­priv­i­legierten (prekären) auf den Linkslib­er­al­is­mus gebilde­ter und wohlsi­tu­iert­er Bürg­er mit einem bun­ten Strauß pos­i­tiv beset­zter, iden­titätss­tif­ten­der Begriffe und einem klar umris­se­nen Feind­bild. Diese Lifestyle-Linken nehmen für sich Vielfalt, Weltof­fen­heit, Moder­nität, Kli­maschutz, Lib­er­al­ität und Tol­er­anz in Anspruch und sind gegen Nation­al­is­mus, Rück­wärts­ge­wandtheit, Prov­inzial­ität, Ras­sis­mus, Sex­is­mus, Homo­pho­bie, Islam­o­pho­bie, wobei sie mehr auf die Symp­tome als auf die Ursachen achten.

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