von Jan Veil

Aus­ge­hend von der Tat­sache, dass Krankheit­en lebens­bedrohlich und zugle­ich ansteck­end sein kön­nen, sind, je nach Aus­prä­gung der Mor­tal­ität und der Infek­tiosität, die einem Erreger zugeschrieben wer­den, im Extrem­fall auch die streng­sten Hygiene‑, Sicher­heits- und Quar­an­täne­maß­nah­men grund­sät­zlich dur­chaus vertret- und nachvol­lziehbar, um eine Bevölkerung so gut wie möglich zu schützen. Die Strenge der Maß­nah­men muss hier­bei in einem angemesse­nen Ver­hält­nis zur Beschaf­fen­heit des Erregers ste­hen. Daher kommt der Aus­sagekraft eines Ver­fahrens, das die Infek­tion, die daraus vielle­icht entste­hende Erkrankung – und damit ein­herge­hend die Infek­tiosität – ein­er Per­son fest­stellen soll, eine eigentlich noch größere Rel­e­vanz zu als der Anzahl der an dieser Krankheit (bere­its) Ver­stor­be­nen. Denn der Tod bedeutet zwar den schlimm­sten Aus­gang ein­er Infek­tion, doch durch ihn endet die Infek­tiosität auch, während ein Infiziert­er poten­ziell noch aber­dutzende weit­er­er Men­schen in Gefahr brin­gen kann.

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