Schlagwort: Freie Linke

Ist die Freie Linke wirklich rechts?

von Jan Müller

Reaktion auf die Kritik von zwei Anarchisten.

In diesem Artikel wird der Podcast der Reihe Übertage 12 besprochen. Die beiden Macher stellen sich nicht vor, sondern bezeichnen sich selbst als Anarchisten. Dem wird im Artikel gefolgt. Ob es sich bei den im Artikel erwähnten namenlosen Personen tatsächlich um „Anarchisten“ oder um reine Propagandisten zur Spaltung der Linken handelt, kann nicht belegt werden. Es sollen keine Aussagen über die Weltanschauung des Anarchismus getroffen werden. In der Freien Linken sind Anarchisten herzlich willkommen. Die hier geäußerten Ansichten geben nur die Meinung des Autors und nicht die Position der Freien Linken wieder.

Am Sonntag, den 11. April 2021 erschien auf der Kommerzplattform Spotify ein 45 Minuten lager Podcast von zwei ungenannten Anarchisten, in dem sie sich mit der Freien Linken auseinandersetzen[1]. Ihre Kernthese lautet, dass die Freie Linke in Wirklichkeit nicht links, sondern rechts sei. Was ist von ihren Argumenten zu halten?

Kein Gründungskongress

Die beiden ungenannten Anarchisten gehen von falschen Voraussetzungen aus, weshalb ihre Schlussfolgerungen ebenfalls fehlerhaft sind. Sie behaupten, am 27. März 2021 an einem „Gründungskongress“ der Freien Linken teilgenommen zu haben.

Ein solcher Gründungskongress fand an diesem Tag aber nicht statt, sondern die 1. Konferenz der Anti-Lockdown-Linken. Am wirklichen Gründungskongress hätten die beiden Anarchisten aber nicht teilnehmen können, denn die Freie Linke versteht es inzwischen durchaus, sich gegen feindliche Infiltration zu schützen.

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Abschlusskommuniqué der 1. Konferenz der Anti-Lockdown-Linken vom 27. März 2021

Wir veröffentlichen hier das Abschlusskommuniqué der 1. Konferenz der Anti-Lockdown-Linken vom 27. März 2021. Auf diesen Text haben sich alle Anwesenden aus Deutschland und Österreich geeinigt.

Das politische System der oft patriarchal geprägten kapitalistischen Demokratien ist schon lange am Ende. Die neoliberale Umgestaltung dieser Gesellschaften ersetzt deren demokratische Elemente durch die zunehmende Machtausübung einer globalen, kapitalistischen Oligarchie. Die Reichen werden reicher und mächtiger, die Armen ärmer und politisch einflussloser. Inzwischen ist die demokratische und rechtsstaatliche Fassade gefallen. Die faktischen Machtzentren agieren unverhohlen autoritär, eine kaum noch zu kaschierende Diktatur zeichnet sich ab. Dass eine statistisch nur begrenzt signifikante Atemwegserkrankung Ursache dieser massiven weltweiten Umwälzungen ist, scheint äußerst unwahrscheinlich.

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„Frühlingserwachen – Die Welt steht auf“ in Kassel am 20. März 2021 – Bericht

Ursprünglich war geplant, in einem Demonstrationszug durch die Kasseler Innenstadt zu ziehen und anschließend eine Kundgebung auf der Karlswiese bei der Orangerie durchzuführen. Dabei könnten sich die Menschen auch in den anschließenden Karlsauen, einem Park mit großen, alten Bäumen aufhalten, wenn dies wegen Auflagen zum Abstand notwendig sein sollte. Veranstalter waren die Freien Bürger Kassel, genauer Jan, Ilhan und Sunny, die bisher im lokalen Rahmen zahlreiche Demonstrationen gegen die Corona-Zwangsmaßnahmen organisiert haben.

Absicht des Regimes ist es, weitere Demonstrationen 2021 ganz zu verhindern und, wenn das nicht möglich ist, diese möglichst kleinzuhalten und unsichtbar zu machen. Dementsprechend wurde die Demonstration Frühlingserwachen von der Stadt zunächst ganz verboten. Dieses Verbot wurde vom Verwaltungsgericht Kassel am 17. März 2021 aufgehoben, aber vom Verwaltungsgerichtshof Kassel, der höheren Instanz, am 19. März im Wesentlichen wieder eingesetzt. Die Demonstration wurde vollständig verboten. Die Kundgebung wurde nur auf dem Messegelände Schwanenwiese erlaubt und die Anzahl der Teilnehmer auf 5.000 beschränkt. Dieses Messegelände liegt im äußeren Stadtgebiet und ist deutlich kleiner als die Karlswiese. Aus Gründen eines angeblichen Infektionsschutzes machte diese Verlegung keinen Sinn, denn die Menschen hätten sich auf der Karlswiese viel besser verteilen und die willkürlich angeordneten Abstände besser einhalten können.

Demo

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Die Freie Linke zu Pädagogik im Ausnahmezustand

Die Gruppe Freie Linke Pädagogik über Pädagogik im Ausnahmezustand

Wir sind Linke unterschiedlicher Strömungen, die sich aufgrund der Zuspitzung der globalen Entwicklungen auf verschiedenen Ebenen zusammengefunden haben, um gemeinsam für eine demokratische Zukunft in Freiheit und Frieden und den Erhalt von Grund-und Menschenrechten für alle Menschen zu kämpfen.

Die Gruppe Freie Linke Pädagogik versteht sich als Teil der Bewegung, den die Ablehnung der demokratiefeindlichen Maßnahmen, die in Deutschland wie auch weltweit zum vorgeblichen Schutz vor dem Corona-Virus ergriffen wurden, eint und dem der pädagogische Blick darauf von besonderer Wichtigkeit ist. Kinder und Jugendliche sind und werden die Hauptleidtragenden der unter der Folie einer P(l)andemie erlassenen Beschränkungen und Maßnahmen sein. Die durch Lockdowns, Schul- und Kitaschließungen sowie soziale Distanz verursachten Bildungsdefizite, psychischen Störungen und gesundheitlichen Schädigungen sind derzeit nicht abschätzbar und in ihren Langzeitfolgen möglicherweise irreparabel oder nicht mehr therapierbar. Mit jedem Tag Kita- oder Schulschließung klafft die Schere zwischen arm und reich weiter auseinander.

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Offener Brief an Boris Reitschuster, einen alten Sozialdemokraten

Vorbemerkung der Redaktion: Der nachfolgende Brief an Boris Reitschuster muss selbstverständlich nicht unbedingt für die Freie Linke in ihrer heterogenen Gesamtheit stehen.

Sehr geehrter Herr Reitschuster,

ich bin Mitglied der Freien Linken und war gestern auf der Demo in Berlin. Nachdem ich Zuhause ankam, habe ich mir, wie viele andere auch, nochmal Ihre Aufnahmen angesehen, um einen Überblick über die gesamte Veranstaltung zu bekommen. Dabei ist mir aufgefallen, wie irritiert Sie waren, dass es neben der „Antifa“, welche die Gegendemo stellte, weitere politisch links orientierte Menschen gibt, die sich diesem absurden Treiben entgegenstellen und Position beziehen. Viele von Ihnen sind ebenfalls Antifaschisten und Antiglobalisten und beobachten mit Sorge die Entwicklungen weltweit und in unserem Land. Dies ist der Grund, weshalb ich Ihnen als Privatmensch schreibe.

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Freie Linke: Eine neue Chance?

von Hanns Graaf

Vorbemerkung der Redaktion: Gerne publizieren wir Hanns Graafs Text als Gast- und Debattenbeitrag, zuerst erschienen auf https://aufruhrgebiet.de/, im Freien Funken und bedanken uns für die wohlwollende Kritik. Er drückt nicht unbedingt die Meinung der Redaktion oder gar der FL aus,  Zwei Anmerkungen vorab:

1. Die FL distanziert sich nicht von Querdenken und der Demokratiebewegung, sondern respektiert deren unermüdlichen Einsatz für Grundrechte und bürgerliche Freiheiten, während die Linke großteils komplett versagt und geschlafen hat, hat die Demokratiebewegung sich in die Bresche geschlagen und somit auch indirekt die Interessen der Arbeiterklasse verteidigt. Die FL unterscheidet sich von Querdenken & Co, weil sie um die Falschheit des bürgerlichen und neoliberalen Freiheitsbegriffs weiß und für eine Welt frei von Ausbeutung und Kapitalismus eintritt, die positive Verwirklichung von Freiheit erst ermöglicht. Deshalb unterscheidet sie sich vor allem hinsichtlich ihres Insistierens auf sozialer Verbesserung der Lage der Lohnabhängigen dieses Landes – also fast der gesamten Bevölkerung.

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