Schlagwort: Demonstration

Gedanken und Berichte zur Demonstration in Tübingen am 10. April

Bericht einer Teilnehmerin an der Kundgebung am 10.04.21 in Tübingen

Unter dem Motto „Für unsere Kinder – lasst sie wieder Kinder sein“ fand am 10.4.2021 eine Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen der Bundesregierung in Tübingen statt, an der auch die Freie Linke teilnahm. Doch zunächst war es gar nicht so leicht, auf den Marktplatz zu gelangen. Denn die rote Fahne mit der Aufschrift „Freie Linke“ sorgte für Verwirrung. So vermutete die Polizei, dass wir zu den Gegendemonstranten gehören und ließ uns vorerst nicht auf den Demonstrationsplatz. Es waren zweifach Absperrungen eingerichtet worden. Nachdem es in Tübingen vor einigen Wochen zu Steinwürfen von Seite der Gegendemonstranten gekommen war, wollte die Polizei einen Sicherheitsabstand zu den Demonstrierenden ermöglichen. Erstmal herrschte vor allem Chaos. Da wir aufgrund der Fahne nicht zum Kundgebungsort durften, fanden wir uns plötzlich umgeben von Gegendemonstranten. Einige von ihnen waren aggressiv und schienen gewaltbereit. Sie forderten eine Person ohne Maske auf sich zu maskieren. Diese antwortete, dass sie keine Maske tragen könne. Es wurde „Maske an“ gebrüllt. Die Stimmung war geladen. Schließlich wurden wir doch noch durchgelassen.

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Offener Brief an Bischöfin Hofmann

von Marijke Jährling

Wir veröffentlichen hier einen offenen Brief der Sängerin, Schauspielerin und Autorin Marijke Jährling an Beate Hoffmann, die Bischöfin der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. Sie hatte im Vorfeld der Großdemonstration Frühlingserwachen in Kassel am 20. März 2021 diese Demonstration auf das scharfste verurteilt, wie aus einem Artikel der Welt hervorgeht: „Die Bischöfin der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Beate Hofmann, verurteilte die Ausschreitungen. ‚Freie Meinungsäußerung ist ein hohes Gut, für dessen Wahrung wir uns einsetzen. Aber ein Verhalten auf einer Demo, das Corona-Regeln nicht beachtet und mutwillig Ansteckungsrisiken in Kauf nimmt, ist kein sinnvoller Ausdruck der freien Meinungsäußerung, sondern höchst fahrlässig und verantwortungslos‘, so die Bischöfin. Die Missachtung der Corona-Regeln gefährde Menschenleben.“

Sehr geehrte Frau Bischöfin Hofmann,
da Sie offenbar nicht in Kassel Augenzeugin waren möchte ich Ihnen Szenen dieser Demo beschreiben. Ich war mit meinem Mann dort und bin ein Mensch, der für den Dialog ist.

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Behandelt wie Verbrecher – Gespräch mit einer LINKEN Linken

Am Samstag, den 13. März 2021, sollten in den Hauptstädten aller Bundesländer Demonstrationen gegen den Corona-Lockdown stattfinden. Vielfach wurden diese Demos verboten, auch in Sachsen. Was Rita S., die sich davon nicht abschrecken ließ, dabei in Dresden erlebte, erzählt sie im folgenden Interview. Es wird deutlich, dass der unglaubliche Verfall der Linkspartei und der Linken allgemein in diesem Bundesland zu den hier beschriebenen Ereignissen beigetragen hat. Der Name der Interviewpartnerin ist der Redaktion bekannt.

Freier Funke: Möchtest Du zu Dich zu Beginn kurz vorstellen?

Rita: Mein Name ist Rita S., ich bin 71 Jahre alt und wohne in Sachsen. Schon seit ungefähr dreißig Jahren bin ich ehrenamtlich in der Gewerkschaft und seit 15 Jahren bei den Linken.

FF: Wie kam es, dass Du die Corona-Maßnahmen kritisch siehst oder hinterfragt hast? Das ist für die Linkspartei alles andere als selbstverständlich.

R: Die Linkspartei ist keine Oppositionspartei mehr sondern auf der Seite der Regierungsparteien, um selbst mal an die Regierung zu kommen. Wir waren in Dresden und auf verschiedenen Demos auch in Leipzig wie auch viele Mitglieder der Linkspartei und auch viele EHEMALIGE Mitglieder! Es hat viele Austritte in Sachsen gegeben, auch bundesweit. Ich war nicht allein in Dresden zur Demo, sondern wir haben uns mit Mitgliedern der Linkspartei – sozusagen der Basis – getroffen. Und die Basis denkt oft anders als die Funktionäre der Partei. Ich war schon immer kritisch gegenüber den Corona-Maßnahmen, weil ich politisch schon immer aktiv war.

Ich  tue das für meine Kinder und vor allem für meine Enkelkinder, weil ich sehe, wie sie leiden. Und ich kann das nicht nachvollziehen, was hier abgeht. Es ist eine politische Geschichte! Der Virus wird missbraucht, das ist meine Meinung.

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„Frühlingserwachen – Die Welt steht auf“ in Kassel am 20. März 2021 – Bericht

Ursprünglich war geplant, in einem Demonstrationszug durch die Kasseler Innenstadt zu ziehen und anschließend eine Kundgebung auf der Karlswiese bei der Orangerie durchzuführen. Dabei könnten sich die Menschen auch in den anschließenden Karlsauen, einem Park mit großen, alten Bäumen aufhalten, wenn dies wegen Auflagen zum Abstand notwendig sein sollte. Veranstalter waren die Freien Bürger Kassel, genauer Jan, Ilhan und Sunny, die bisher im lokalen Rahmen zahlreiche Demonstrationen gegen die Corona-Zwangsmaßnahmen organisiert haben.

Absicht des Regimes ist es, weitere Demonstrationen 2021 ganz zu verhindern und, wenn das nicht möglich ist, diese möglichst kleinzuhalten und unsichtbar zu machen. Dementsprechend wurde die Demonstration Frühlingserwachen von der Stadt zunächst ganz verboten. Dieses Verbot wurde vom Verwaltungsgericht Kassel am 17. März 2021 aufgehoben, aber vom Verwaltungsgerichtshof Kassel, der höheren Instanz, am 19. März im Wesentlichen wieder eingesetzt. Die Demonstration wurde vollständig verboten. Die Kundgebung wurde nur auf dem Messegelände Schwanenwiese erlaubt und die Anzahl der Teilnehmer auf 5.000 beschränkt. Dieses Messegelände liegt im äußeren Stadtgebiet und ist deutlich kleiner als die Karlswiese. Aus Gründen eines angeblichen Infektionsschutzes machte diese Verlegung keinen Sinn, denn die Menschen hätten sich auf der Karlswiese viel besser verteilen und die willkürlich angeordneten Abstände besser einhalten können.

Demo

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Bericht von der Großdemonstration in Wiesbaden am Samstag, den 13. März 2021

Wir veröffentlichen hier einen Bericht von der Großdemonstration am Samstag, den 13. März 2021 in Wiesbaden, an dem Mitglieder der Freien Linken teilgenommen haben.

Am Samstag, den 13. März fanden in allen Landeshauptstädten Demonstrationen oder sonstige Veranstaltungen gegen die Corona-Zwangsmaßnahmen statt, demnach auch in Wiesbaden, der Hauptstadt von Hessen. Hier gab es keine Demo, sondern nur eine Kundgebung in der Reisinganlage vor dem Hauptbahnhof. Beginn war 16:00 Uhr.

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Offener Brief an Boris Reitschuster, einen alten Sozialdemokraten

Vorbemerkung der Redaktion: Der nachfolgende Brief an Boris Reitschuster muss selbstverständlich nicht unbedingt für die Freie Linke in ihrer heterogenen Gesamtheit stehen.

Sehr geehrter Herr Reitschuster,

ich bin Mitglied der Freien Linken und war gestern auf der Demo in Berlin. Nachdem ich Zuhause ankam, habe ich mir, wie viele andere auch, nochmal Ihre Aufnahmen angesehen, um einen Überblick über die gesamte Veranstaltung zu bekommen. Dabei ist mir aufgefallen, wie irritiert Sie waren, dass es neben der „Antifa“, welche die Gegendemo stellte, weitere politisch links orientierte Menschen gibt, die sich diesem absurden Treiben entgegenstellen und Position beziehen. Viele von Ihnen sind ebenfalls Antifaschisten und Antiglobalisten und beobachten mit Sorge die Entwicklungen weltweit und in unserem Land. Dies ist der Grund, weshalb ich Ihnen als Privatmensch schreibe.

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Offener Brief eines Ver.di-Mitglieds

Wir veröffentlichen hier den Brief eines Ver.di-Mitglieds an den Bundesvorstand, der sich gegen die Unterstützung der Gewerkschaft für das Bündnis „Leipzig nimmt Platz“ wendet. Dieses linksneoliberale Bündnis ruft zu militanten Gegenprotesten gegen eine maßnahmenkritische Demonstration am Samstag, den 06. März 2021 in Leipzig auf. Zu den größten Scharfmachern zählte Irena Rudolph-Kokot (SPD).

[Adresse und Mitgliedsnummer]  März 2021

An den Ver.di-Bundesvorstand
Paula-Thiede-Ufer 10
10179 Berlin

 

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

aus den Medien erfahre ich heute, dass in Leipzig Ver.di (ich vermute die regionale Organisation) aufruft, zusammen mit anderen, am kommenden Samstag der geplanten Protestdemonstration gegen die Corona-Politik der Regierungen Deutschlands entgegenzutreten und ggf. auch Gewalt gegen sie anzuwenden, um sie am Umzug durch die Innenstadt zu hindern. Irena Rudolph-Kokot (SPD) wird als Sprecherin des Bündnisses „Leipzig nimmt Platz“ zitiert mit dem Satz: „Wenn die Polizei das nicht hinbekommt, müssen wir das eben selber machen.“ („Welt“-online, 04.03.21).

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Demonstration am 27.02.2021 in Halle „Für Wahrheit und Wahrhaftigkeit“ und die anschließenden Ereignisse

vom „Bündnis für transparente Bürgerpolitik“ in Zusammenarbeit mit Aktivisten der Freien Linken

Für den 27.02.2021 wurde vom „Bündnis für transparente Bürgerpolitik“ eine Demonstration mit anschließendem Umzug in Halle (Saale) angemeldet. Diesem Bündnis gehören unter anderem auch Personen an, die bei weiteren Bündnissen und Bewegungen – wie beispielsweise der Freien Linken Sachsen-Anhalt – aktiv sind.

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