Schlagwort: Corona-Impfung

Causa Kimmich – Beschreibungen und Bemerkungen einer überhitzten und hysterisierten Diskussion

von Redaktion Freier Funke

 

Blicken wir einige Tage zurück. Am Rande des Champignons League Spieles des FC Bayern München am 20.10.2021 bei Benfica Lissabon (0:4) wurde bekannt das der doppelt geimpfte Bayern-Trainer Julian Nagelsmann aufgrund eines positiven Sars-Cov-2 Testergebnisses nicht an der Seitenlinie seine Mannschaft coachen konnte sondern stattdessen mit einem separaten Sanitäts-Privat-Jet des FC Bayern zurück nach München flog um dort seine ihm angeordnete Quarantäne zu verbringen.

 

 

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Volle Solidarität mit italienischem Gesundheitspersonal – 45.000 droht Suspendierung!

Im letzten Jahr waren sie noch die „Helden der Krise“ und wurden beklatscht – jetzt wird 45.000 Beschäftigen im italienischen Gesundheitswesen mit Suspendierung gedroht. Die Freie Linke stellt sich uneingeschränkt hinter die tausenden Sanitäterinnen und Sanitäter, Ärzte und Ärztinnen, Pflegerinnen und Pfleger, denen, weil sie nicht impfen gehen, mit harten Sanktionen gedroht wird.

Seit Jahrzehnten leidet das italienische Gesundheitssystem unter einer menschenverachtenden neoliberalen Sparpolitik, seit 2008 noch mehr unter der Austeritätspolitik der EU-Troika. Getroffen hat das aber nicht die Bürokraten in Brüssel und Rom, sondern die Beschäftigen im Gesundheitswesen. Immer dramatischere Arbeitsbedingungen waren die Folge. Diese Entwicklung beschleunigt sich seit 2020 noch weiter, auf dem Rücken der tausenden Pfleger und Sanitäter.

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Rosa-Luxemburg-Stiftung: #lassreden oder Hassreden?

von Jan Müller

Das Medium Computerspiel wird in letzter Zeit immer häufiger dazu genutzt, um verschiedene Menschengruppen gegeneinander aufzuhetzen. So veröffentlichte die ARD im Herbst 2020 das Computerspiel „Corona World“, wo eine Krankenschwester auf ihrem Weg nach Hause Prepper, Jogger, ignorante Partypeople und „hochinfektiöse kleine Kinder“ plattmachen, also töten muss, damit sie nicht vom Corona-Virus angesteckt wird.

Die ARD behauptete, das sei alles Satire. Man kann es aber genauso gut als Killerspiel sehen, das auch auf Kinder losgelassen wird.

Im April 2021 hat sich auch die zur Linkspartei gehörende Rosa-Luxemburg-Stiftung im Medium Computerspiel versucht. Im Spiel #lassreden werden Alltagssituationen nachgestellt. Die Heldinnen und Helden sollen rechte „Verschwörungserzählungen“ im Zusammenhang mit der Coronapandemie kontern.

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Freiheit UND Gerechtigkeit

Gemeinsam gegen die Folgen des Ausnahmezustands

Von Hannes Hofbauer

Wir wollen uns der Klassenzusammensetzung einer Gesellschaft mitten im Corona-Wahn widmen. Oder nennen wir es lieber etwas weniger polit-martialisch der sozialen Struktur, die an vielen Stellen aufbricht und sich neu ordnet. In den unterschiedlichen Betroffenheiten und Reaktionen gegenüber den staatlichen Maßnahmen zur Bekämpfung eines Virus wird diese Neuordnung deutlich.

Der Ausnahmezustand, in dem wir seit bald einem Jahr zu leben gezwungen werden, scheidet nicht nur die Geister, sondern weist zugleich auf neue soziale Brüche hin, die eine Zeitenwende mit sich bringt. Im anstehenden kybernetischen Zeitalter erweitert sich das Verhältnis von Kapital und Arbeit um zusätzliche ausbeutbare menschliche Fähigkeiten und Erfahrungen, vor allem aber um die Ausbeutung des menschlichen Körpers als solchem; damit wird die Klassenzusammensetzung des Industriezeitalters, die die Menschen (in den Zentralräumen) seit mehr als 200 Jahren sozial schichtet, historisch. Neue Leitsektoren schaffen neue Ausbeutungsstrukturen.

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Die Freie Linke zur Corona-Impfkampagne

Impfungen nur freiwillig!

Keine Form von Zwang,

keine digitale Kontrolle!

 

„Die Pandemie endet erst, wenn alle Menschen auf der Welt geimpft sind!“ Aussagen wie diese hört man seit Beginn der Corona-Krise im Frühjahr 2020 von denselben Staatschefs, Konzernen, Think Tanks, Oligarchen und der EU-Kommission, die jetzt auch zunehmend Fakten dahingehend schaffen. Die Botschaft ist klar: So etwas wie „Normalität“, insbesondere bei der Wahrnehmung von Grund- und Freiheitsrechten, soll es möglicherweise erst wieder geben, wenn alle Menschen auf der Welt geimpft wurden.

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Erfahrungsbericht einer Krankenschwester in der Psychiatrie

von I.S.

Ich bin Krankenschwester und arbeite seit 5 Jahren in einer psychiatrischen Klinik auf einer Station für Abhängigkeitserkrankungen. Unsere Station wurde im Frühjahr 2020 zur sogenannten „Pandemie-Station“ umgewandelt. Das heißt, zu uns kommen corona-positiv-getestete psychiatrisch Erkrankte und solche mit unklarem Covid-Status. Letztere werden PCR-getestet und bei negativem Ergebnis auf andere Stationen im Haus verlegt. Unsere Station ist geschlossen, das heißt, die Patienten können nicht einfach hinein und hinaus wie sie möchten. Wir bekommen akut Erkrankte, die dann manchmal nicht orientiert sind (nicht wissen was los ist), aggressiv, nicht absprachefähig, oder auch Demente. Wir hatten bis zum Herbst keinen einzigen coronapositiven Patienten. Dann hin und wieder, ein bis maximal vier Patienten. Unsere Klinik begann Ende des Jahres, coronapositive Patienten von anderen Kliniken zu übernehmen, was an der Belegungszahl allerdings nichts änderte. Die allermeisten ohne Symptome. Oft bestand nicht einmal ein wirkliches psychiatrisches Anliegen. Eine Patientin zum Beispiel mit diagnostizierter beginnender Demenz, noch sehr gut beieinander, die hätte auch ohne Weiteres nach Hause gekonnt. Ich hatte und habe den Eindruck, die Klinik braucht Corona-Patienten. Unser Labor erfasst seit Ende letzten Jahres auch den ct-Wert zum PCR-Test. Ab einem ct-Wert von 30 aufwärts kann man ja eigentlich kaum mehr von „positiv“ reden. Einige Zeit lang gab es keine Patienten mit mehr als 35, jetzt gilt ein Patient mit einem ct-Wert von 38 noch als schwach positiv.

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