Schlagwort: Christian Drosten

Gebildete Sklaven. Wissenschaft in Zeiten des Autoritären

von G. G. Plethon

„Der Hunger geht um in Deutschland. Professoren beweisen, dass Kleie denselben Nährwert habe wie Mehl, saccharingesüßte Marmelade bekömmlicher sei als Butter, Kartoffelkraut den Nerven zuträglicher und so gut schmecke wie Tabak. Die Lehren der Professoren dringen nicht bis zum Magen, der antwortet dem Unsinn auf seine Weise, die Menschen verfallen, erkranken, verzweifeln.“ (Ernst Toller: Eine Jugend in Deutschland. Gesammelte Werke Bd. 4 (Hanser Verlag 1978), S. 103 über die Hungerzeit im 1. Weltkrieg)

Heute könnte man Tollers Worte folgendermaßen umschreiben: Die Depression geht um in Deutschland. Professoren beweisen, dass die Maske ein Symbol der Freiheit sei, Lockdowns und Polizeigewalt der Wirtschaftsleistung zuträglicher als Verantwortung, dass ein experimenteller gentechnischer Eingriff, genannt Impfung, mit ungewöhnlich vielen Todesfällen in direkter zeitlicher Nähe, verträglicher sei als eine Krankheit, die über 99 % der Erkrankten überleben. Die Lehren der Professoren dringen nicht bis zum Gehirn, das antwortet dem Unsinn auf seine Weise, die Menschen verfallen, verarmen, verzweifeln.

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Nachlese vom Schweigemarsch am 22.11.20 in Berlin – eine albtraumhafte Realsatire

Vorbemerkung der Redaktion: Dieser Text erschien am 22.11.2020 im Community-Blog der Wochenzeitung der Freitag. Was im Herbst letzten Jahres zu beobachten war, blieb leider kein Einzelfall – derlei argumentationsleere Angriffe, pauschale Diffamierungen und aggressive Diskursverweigerung seitens einer kniefälligen Linken, der jegliche Analyse- und Differenzierungsfähigkeit abhanden gekommen scheint, sind auch heute noch an der Tagesordnung. Der Artikel hat leider nichts von seiner Aktualität eingebüßt und wird dem Freien Funken deshalb zur Zweitpublikation zur Verfügung gestellt. Der Autor schwang früher in einem linken Zentrum den Kochlöffel. Als Historiker forschte und publizierte er u. a. zum NS vor 1933 und proletarischen Milieus, war an einem Erinnerungsprojekt zu deportierten Jüdinnen und Juden beteiligt und betrieb biographische Recherchen für die Stolperstein-Initiative. Zuletzt saß er in einer Kommission zur Umbenennung einer Straße, die den Namen eines deutschen Kolonialisten trug.

Corona-Demos – Wenn die Antifa die Putztruppe für autoritäre Dekretregierer macht und alles niederbrüllt, was nach Kritik riecht, sei es auch noch so notwendig und angemessen.

Man soll seine Eindrücke von Erlebten ja zu Papier bringen, solange sie noch frisch sind – und genau das tue ich jetzt, wo mir der Unglaube und die Fassungslosigkeit über das, was ich gerade erleben musste, noch in den Gliedern sitzt.

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