Schlagwort: Angst

Angst und Machtmissbrauch in Zeiten von Corona

von Matthias Klingenmeyer

Seit dem die Bun­desregierung im März 2020 den ersten Lock­down beschlossen hat, ist das Land nicht mehr wie vorher. Die Men­schen haben Angst. Entwed­er davor, sich mit dem neuen Coro­n­avirus Sars-CoV­‑2 ansteck­en zu kön­nen oder vor ein­er Regierung, welche diese Krise dazu miss­braucht, um die Frei­heit der Bürg­er dauer­haft einzuschränken. Bei­de Äng­ste sind nachvol­lziehbar. Das Virus ist real und stellt für einen Teil der Bevölkerung eine ern­stzunehmende Gefahr dar. Alte Men­schen und/oder solche mit schw­eren Vor­erkrankun­gen sind die Haup­trisiko­gruppe. Was es daher braucht sind vernün­ftige Schutzkonzepte für die Altenpflege­heime und Kranken­häuser unter Ein­beziehung der Bewohner­In­nen bzw. Pati­entIn­nen. In Folge der soge­nan­nten Coro­na-Krise wur­den jedoch Maß­nah­men getrof­fen, welche aus medi­zinis­ch­er Sicht anzuzweifeln und deshalb nicht mehr akzept­abel sind. Unzweifel­haft ste­ht fest, dass wir mit den Coro­na-Maß­nah­men Ein­griffe in die Grund- und Frei­heit­srechte erleben, wie es seit der Geschichte der Bun­desre­pub­lik ein­ma­lig ist. Das Infek­tion­ss­chutzge­setz ste­ht aber nicht über dem Grundge­setz. Auch im Kampf gegen die Aus­bre­itung eines Virus muss ein aus­ge­wo­genes Ver­hält­nis zum Schutz der All­ge­mein­bevölkerung unter der Wahrung der Grund- und Frei­heit­srechte bestehen.

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Corona-Maßnahmen offenbaren totalitäre Züge

Ein Interview mit Mattias Desmet, Professor für klinische Psychologie (übersetzt von Heiner Biewer)

Das Inter­view mit Pro­fes­sor Desmet erschien am 18. Jan­u­ar 2021 auf der flämis­chen Web­seite dewereldmorgen.be. Es wurde von dem poli­tis­chen Philosophen Patrick Dewals geführt. Der Über­set­zer hat es mit Hil­fe der kosten­losen Ver­sion von deepL.com erstellt. Für kri­tis­che Pas­sagen wurde die englis­che Über­set­zung zu Rate gezogen. 

Desmet sieht die Krise und unseren Umgang mit ihr nicht als isoliertes Ereig­nis, son­dern nimmt immer wieder eine his­torische Per­spek­tive ein: welche Rolle spie­len bere­its vorher beste­hende Äng­ste und Zwänge in der Bevölkerung oder der in der Aufk­lärung wurzel­nde Glaube an eine absolute wis­senschaftliche Objek­tiv­ität? In diesem Sinne also nicht erst mit Blick auf die Fol­gen der Maß­nah­men spricht er von ein­er tiefen sozialen und kul­turellen Krise, in der sich auch total­itäre Ten­den­zen manifestieren. 

Nur wenige Phänomene hat­ten auf glob­aler Ebene so rasch tief­greifende Auswirkun­gen wie der aktuelle Coro­na-Aus­bruch. Das men­schliche Leben wurde in kürzester Zeit völ­lig neu geord­net. Wie es dazu kom­men kon­nte, was die Fol­gen waren und was wir von nun an erwarten kön­nen, fra­gen wir Mat­tias Desmet, Psy­chother­a­peut und Pro­fes­sor für klin­is­che Psy­cholo­gie an der Uni­ver­sität Gent.

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