Wir veröffentlichen hier den Brief eines Ver.di-Mitglieds an den Bundesvorstand, der sich gegen die Unterstützung der Gewerkschaft für das Bündnis „Leipzig nimmt Platz“ wendet. Dieses linksneoliberale Bündnis ruft zu militanten Gegenprotesten gegen eine maßnahmenkritische Demonstration am Samstag, den 06. März 2021 in Leipzig auf. Zu den größten Scharfmachern zählte Irena Rudolph-Kokot (SPD).

[Adresse und Mitgliedsnummer]  März 2021

An den Ver.di-Bundesvorstand
Paula-Thiede-Ufer 10
10179 Berlin

 

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

aus den Medien erfahre ich heute, dass in Leipzig Ver.di (ich vermute die regionale Organisation) aufruft, zusammen mit anderen, am kommenden Samstag der geplanten Protestdemonstration gegen die Corona-Politik der Regierungen Deutschlands entgegenzutreten und ggf. auch Gewalt gegen sie anzuwenden, um sie am Umzug durch die Innenstadt zu hindern. Irena Rudolph-Kokot (SPD) wird als Sprecherin des Bündnisses „Leipzig nimmt Platz“ zitiert mit dem Satz: „Wenn die Polizei das nicht hinbekommt, müssen wir das eben selber machen.“ („Welt“-online, 04.03.21).

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