Schlagwort: 20.03.2021

Ist die Freie Linke wirklich rechts?

von Jan Müller

Reak­tion auf die Kri­tik von zwei Anarchisten.

In diesem Artikel wird der Pod­cast der Rei­he Übertage 12 besprochen. Die bei­den Mach­er stellen sich nicht vor, son­dern beze­ich­nen sich selb­st als Anar­chis­ten. Dem wird im Artikel gefol­gt. Ob es sich bei den im Artikel erwäh­n­ten namen­losen Per­so­n­en tat­säch­lich um „Anar­chis­ten“ oder um reine Pro­pa­gan­dis­ten zur Spal­tung der Linken han­delt, kann nicht belegt wer­den. Es sollen keine Aus­sagen über die Weltan­schau­ung des Anar­chis­mus getrof­fen wer­den. In der Freien Linken sind Anar­chis­ten her­zlich willkom­men. Die hier geäußerten Ansicht­en geben nur die Mei­n­ung des Autors und nicht die Posi­tion der Freien Linken wieder.

Am Son­ntag, den 11. April 2021 erschien auf der Kom­merz­plat­tform Spo­ti­fy ein 45 Minuten lager Pod­cast von zwei unge­nan­nten Anar­chis­ten, in dem sie sich mit der Freien Linken auseinan­der­set­zen[1]. Ihre Kern­these lautet, dass die Freie Linke in Wirk­lichkeit nicht links, son­dern rechts sei. Was ist von ihren Argu­menten zu halten?

Kein Gründungskongress

Die bei­den unge­nan­nten Anar­chis­ten gehen von falschen Voraus­set­zun­gen aus, weshalb ihre Schlussfol­gerun­gen eben­falls fehler­haft sind. Sie behaupten, am 27. März 2021 an einem „Grün­dungskongress“ der Freien Linken teilgenom­men zu haben.

Ein solch­er Grün­dungskongress fand an diesem Tag aber nicht statt, son­dern die 1. Kon­ferenz der Anti-Lock­down-Linken. Am wirk­lichen Grün­dungskongress hät­ten die bei­den Anar­chis­ten aber nicht teil­nehmen kön­nen, denn die Freie Linke ver­ste­ht es inzwis­chen dur­chaus, sich gegen feindliche Infil­tra­tion zu schützen.

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Offener Brief an Bischöfin Hofmann

von Marijke Jährling

Wir veröf­fentlichen hier einen offe­nen Brief der Sän­gerin, Schaus­pielerin und Autorin Mar­ijke Jährling an Beate Hoff­mann, die Bis­chöfin der Evan­ge­lis­chen Kirche von Kurhessen-Waldeck. Sie hat­te im Vor­feld der Großdemon­stra­tion Früh­lingserwachen in Kas­sel am 20. März 2021 diese Demon­stra­tion auf das scharf­ste verurteilt, wie aus einem Artikel der Welt her­vorge­ht: „Die Bis­chöfin der Evan­ge­lis­chen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Beate Hof­mann, verurteilte die Auss­chre­itun­gen. ‚Freie Mei­n­ungsäußerung ist ein hohes Gut, für dessen Wahrung wir uns ein­set­zen. Aber ein Ver­hal­ten auf ein­er Demo, das Coro­na-Regeln nicht beachtet und mutwillig Ansteck­ungsrisiken in Kauf nimmt, ist kein sin­nvoller Aus­druck der freien Mei­n­ungsäußerung, son­dern höchst fahrläs­sig und ver­ant­wor­tungs­los’, so die Bis­chöfin. Die Mis­sach­tung der Coro­na-Regeln gefährde Menschenleben.“

Sehr geehrte Frau Bis­chöfin Hofmann,
da Sie offen­bar nicht in Kas­sel Augen­zeu­g­in waren möchte ich Ihnen Szenen dieser Demo beschreiben. Ich war mit meinem Mann dort und bin ein Men­sch, der für den Dia­log ist.

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„Frühlingserwachen – Die Welt steht auf“ in Kassel am 20. März 2021 – Bericht

Ursprünglich war geplant, in einem Demon­stra­tionszug durch die Kas­sel­er Innen­stadt zu ziehen und anschließend eine Kundge­bung auf der Karl­swiese bei der Orangerie durchzuführen. Dabei kön­nten sich die Men­schen auch in den anschließen­den Karl­sauen, einem Park mit großen, alten Bäu­men aufhal­ten, wenn dies wegen Aufla­gen zum Abstand notwendig sein sollte. Ver­anstal­ter waren die Freien Bürg­er Kas­sel, genauer Jan, Ilhan und Sun­ny, die bish­er im lokalen Rah­men zahlre­iche Demon­stra­tio­nen gegen die Coro­na-Zwangs­maß­nah­men organ­isiert haben.

Absicht des Regimes ist es, weit­ere Demon­stra­tio­nen 2021 ganz zu ver­hin­dern und, wenn das nicht möglich ist, diese möglichst kleinzuhal­ten und unsicht­bar zu machen. Dementsprechend wurde die Demon­stra­tion Früh­lingserwachen von der Stadt zunächst ganz ver­boten. Dieses Ver­bot wurde vom Ver­wal­tungs­gericht Kas­sel am 17. März 2021 aufge­hoben, aber vom Ver­wal­tungs­gericht­shof Kas­sel, der höheren Instanz, am 19. März im Wesentlichen wieder einge­set­zt. Die Demon­stra­tion wurde voll­ständig ver­boten. Die Kundge­bung wurde nur auf dem Messegelände Schwa­nen­wiese erlaubt und die Anzahl der Teil­nehmer auf 5.000 beschränkt. Dieses Messegelände liegt im äußeren Stadt­ge­bi­et und ist deut­lich klein­er als die Karl­swiese. Aus Grün­den eines ange­blichen Infek­tion­ss­chutzes machte diese Ver­legung keinen Sinn, denn die Men­schen hät­ten sich auf der Karl­swiese viel bess­er verteilen und die willkür­lich ange­ord­neten Abstände bess­er ein­hal­ten können.

Demo

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