Von Matthias Klingenmeyer

Leben wir im Zeitalter des Hygienefaschismus?

 

Die Begriffe „faschistoid“ und „faschistisch“ werden von diversen Seiten inflationär gebraucht. Auch von Kritikern der Corona-Maßnahmen, vor allem von der Querdenken-Bewegung. Selten wird dabei erklärt, was mit diesen Begriffen genau gemeint ist. Für eine exakte Definition des Faschismus beziehen sich viele Theoretiker auf die 14 Merkmale des Ur-Faschismus nach Umberto Eco. Doch Umberto Eco war selbst kein Faschist. Er war ein Intellektueller, der die Demokratie liebte und über den Faschismus schrieb. Ich werde mich im folgenden Text auf die Urquelle, den italienischen Faschismus, beziehen und anhand dieser korrekten Definition des Faschismus ausführlich erläutern, warum das, was die Regierung aktuell mit ungeimpften Menschen macht, eindeutig zumindest als faschistoid zu bezeichnen ist und der Verweis darauf nicht eine Verharmlosung der NS-Verbrechen darstellt. Der Faschismus kommt auf leisen Sohlen und die Vergangenheit hat gezeigt, dass nur diejenigen, die gegen das faschistische System waren, realisiert haben, dass es Faschismus ist. Die Mehrheit der Menschen sind damals wie heute einfach nur Opportunisten. Und darum gilt: Wehret den Anfängen! Auch die Juden wurden nicht schon 1933 in die Konzentrationslager geführt. Doch es beginnt immer mit der Ausgrenzung, Stigmatisierung und Diskriminierung von einer bestimmten Gruppe von Menschen und wo es enden kann, lehrt uns die Geschichte.

1936, zu einer Zeit, als der reale Faschismus noch nicht lange existierte, erschien in den USA von Mario Palmieri das Buch „Die Philosophie des Faschismus“. Das ist wahrlich faschistisches Gedankengut geschrieben von einem überzeugten Faschisten seiner Zeit. Palmieri beschreibt in dem Buch u.a. die faschistische Lebensführung, welche er anhand, so wortwörtlich, drei großen unveränderlichen Prinzipien definiert. Und diese wären: Das Prinzip der Einheit. Das Prinzip der Autorität. Das Prinzip der Pflicht. Nun werde ich genauer darauf eingehen, warum diese drei Prinzipien nach der korrekten Definition dessen, was Faschismus tatsächlich ist, zutreffend sind bei dem, was wir aktuell in diesem Land und anderswo in der Welt erleben. Dabei habe ich nicht vor sämtliche Corona-Narrative zu widerlegen. Das haben andere an anderer Stelle bereits getan. Jeder hat heutzutage die Möglichkeit, sich aus unterschiedlichen, unabhängigen Quellen zu informieren. Wir leben nicht mehr im Dritten Reich, in dem es abgesehen von Goebels Propaganda schwer war für die Menschen an andere Informationen zu gelangen. Eine Entschuldigung gibt es somit für niemanden. Jeder kann es wissen. Mir geht es darum anhand der drei Grundprinzipien des Faschismus nachzuweisen, dass das, was hier gerade passiert, als faschistoid zu bezeichnen ist.

 

Das Prinzip der Einheit:

 

Wenn eine In Group und eine Out Group geschaffen wird, ist es immer ein deutlicher Hinweis auf faschistoide Strukturen. Die In Group – jene Menschen, die zur Gemeinschaft dazugehören. Die Out Group – jene Menschen, die man aus der Gemeinschaft ausgeschlossen haben möchte. Wir werden von den populistischen Scharfmachern nie zu hören bekommen: Die Ungeimpften sind Teil der Gesellschaft und müssen akzeptiert werden, wie sie sind. Was wir zu hören bekommen ist, dass die Ungeimpften mit Argumenten überzeugt werden müssen. Was für eine Arroganz steckt in diesem Satz. Als mündige, erwachsene Bürger und Bürgerinnen in einer Demokratie, in der wir angeblich leben, spricht man uns ab selbstständig denken und für uns selbst entscheiden zu können. Wenn wir uns nicht von ihren Experten (jene allseits bekannten Namen, die sich schon mehrmals selbst widersprochen haben) überzeugen lassen, dann sind wir träge, faul, dumm, egoistisch, unsolidarisch und neuerdings sogar tyrannisch. Letzte Diffamierung stammt von Weltärztechef Montgomery, der nicht zum ersten Mal mit derartigen verbalen Entgleisungen aufgefallen ist. Um gegen Ungeimpfte zu hetzen, hatte er sich bereits auf die Volksgesundheit berufen. Von wortwörtlich „gefährlichen Sozialschädlingen“ war vor einiger Zeit von Seiten eines FDP-Politikers die Rede. Zur Erinnerung: Die Nazis sprachen von Judentyrannei und Volksschädlingen und hielten die so genannte Volksgesundheit für besonders erstrebenswert. Ich halte genannte Personen für so gebildet, dass ich ihnen unterstelle, sich absichtlich dieses NS-Jargons zu bedienen. Zumal es eindeutig in der Absicht geschah eine bestimmte Gruppe von Menschen, die Ungeimpften in der Minderheit, zu diffamieren und den Rest der Bevölkerung, die Geimpften in der Mehrheit, gegen diese Menschen aufzuhetzen.

 

Es wird immer wieder gebetsmühlenartig beteuert, dass wir in einer Demokratie leben, in der Meinungsvielfalt und Widerspruch erwünscht sind. Aber wehe, man weicht auch nur einen Millimeter vom vordiktierten Konsens ab. Dann kann man sich der üblichen Framings, wie wir sie fast tagtäglich vor allem in den Mainstream-Medien zu lesen bekommen (und welche auch Wissenschaftler treffen können, die diesem vordiktierten Konsens des Corona-Narrativ widersprechen) sicher sein: Corona-Leugner, Covidioten, Verschwörungserzähler und Verschwörungsmystiker, rechtsextreme Demokratiefeinde. Letzte Diskreditierung kommt spätestens dann, sobald man es wagt, sich offen gegen die Regierung zu stellen. Was für eine perverse Verdrehung! Wer sich offen gegen eine neoliberale, rechtsautoritäre Regierung positioniert, die totalitärer agiert als die AfD, was die Einschränkungen unserer Grundrechte anbelangt, wird als rechtsextremer Demokratiefeind gebrandmarkt. Das nenne ich orwell’sches Neusprech. Diejenigen, welche es mit den demokratischen Rechten immer weniger ernst nehmen, erklären diejenigen, welche das Grundgesetz verteidigen, zu Feinden der Demokratie.

 

Kurzum: Man hat sich seine eigene Welt geschaffen, in der die Demokratie nur noch zum Schein existiert. Meinungspluralität und offener Diskurs verkommen zunehmend zu einer Farce. Man will keine Zahnrädchen im Getriebe, die ihren eigenen Takt schlagen. Wir sollen alle gleich ticken. Eben nach dem Prinzip der Einheit. Wer aus dieser eng begrenzten Einheit ausschert, seinen eigenen Takt schlägt, wird von der Einheit isoliert und zum Sündenbock erklärt. Das lässt man diese „Störer der Einheit“ auch deutlich spüren: Für Ungeimpfte wird es ungemütlich! Die Zügel für Ungeimpfte werden straffer angezogen! Pandemie der Ungeimpften! Da wir mittlerweile wissen, dass auch Geimpfte genauso ansteckend sein können wie Ungeimpfte, sich also auch gegenseitig anstecken und trotz doppelter Impfung schwer an Covid erkranken können (weswegen auch die angeblich 90% Covid- Patienten auf den Intensivstationen anzuzweifeln sind), gibt es noch nicht einmal eine medizinische Rechtfertigung dafür, ungeimpfte Menschen systematisch aus dem öffentlichen Leben auszuschließen und sie weiter zu einer Impfung zu nötigen. Es ist reine Willkür und Schikane! Dabei kann es der Regierung nicht um den Schutz der Ungeimpften gehen, weil sonst würden sie ihr Anliegen anders kommunizieren. Ich unterstelle ihnen: Es geht ihnen primär darum von ihrem eigenen Versagen und Fehlverhalten abzulenken. Dass sie jahrelang das Gesundheitssystem gezielt kaputtgespart haben, in dem die Kliniken privatisiert und irgendwelchen Profithaien in den Rachen geschmissen wurden und auch im angeblichen Pandemiejahr 2020 absolut nichts taten, um an diesem gemachten Problem etwas zu ändern. Und nun versuchen sie nach dem Divide et Impera – Prinzip ein Feindbild zu kreieren, um die Wut der Bevölkerung von ihnen weg auf andere zu konzentrieren. Gerade in Hinblick auf ihr kapitalistisches Gesundheitssystem ist es absurd anzunehmen, der Regierung ginge es bei all den Corona-Maßnahmen um das Wohl der Menschen. Im Kapitalismus zählen Menschenleben überhaupt nichts. Im Kapitalismus zählt nur der Profit für eine kleine Minderheit auf Kosten der breiten Mehrheit. Aber diese kleine Minderheit sind gewiss nicht die Ungeimpften der einfachen Bevölkerung. Wer gegen Ungeimpfte innerhalb der einfachen Bevölkerung hetzt, schlägt sich im Klassenkampf definitiv auf die falsche Seite!

 

Das Prinzip der Autorität:

 

Dazu muss man nicht mehr viel sagen. Das autoritäre Gebaren von Regierenden und Regierungsvertretern ist mittlerweile zu offensichtlich, wobei Fügsamkeit der vermeintlichen Untertanen gegenüber den Herrschenden quasi als Selbstverständlichkeit gesehen wird. Ich möchte hierbei nur an das Zitat von Lothar Wieler erinnern: Die Maßnahmen müssen befolgt und dürfen nie hinterfragt werden! Dass sie es mit ihren eigenen Regeln nicht so ernst nehmen, ist auch bekannt. Sie geben sich nicht einmal mehr den Anschein aufrechte Demokraten zu sein. So sagte z.B. der Gemeindetagspräsident der baden-württembergischen Gemeinden Steffen Jäger: „Wir brauchen ein hartes 2G-Regime!“ Wohlgemerkt: Er sprach nicht etwa von „konsequenten 2G-Regeln“. Er sprach wortwörtlich von einem „harten 2G-Regime“. Konkret bedeutet das: Die Gastronomie und die Kulturbetriebe sollen streng kontrolliert werden, ob sie ja auch nur Geimpften und Genesenen Einlass gewährt haben. Spätestens hier sollte sich jeder Geimpfte fragen, ob man in so einer Gesellschaft leben will. Man stelle sich vor, man sitzt abends in einer Bar oder im Kino und wird von der Polizei aufgefordert, seinen Impfausweis oder die ärztliche Bescheinigung der Genesung vorzuzeigen. Pech für denjenigen, der die geforderten Papiere zu Hause vergessen hat. Abführen, den Dissidenten! Hat man sich das unter Freiheit vorgestellt, für die man sich hat impfen lassen? Wer eine Vorstellung davon haben möchte, wie weit dieser Wahnsinn gehen kann, der werfe einen Blick nach Australien oder Neuseeland, wo sie mit der Errichtung eines Corona-Polizeistaates, nach dem das auch hierzulande viel gepriesene Zero Covid-Modell gescheitert ist, bereits weiter sind als bei uns. Und auch bei uns kann man ganz klar das Fazit ziehen: Mit der Impfung kommt eben nicht die versprochene Freiheit zurück. Merkel sagte noch im Dezember 2020, dass wenn 70% der Bevölkerung geimpft sei, es keinen Grund mehr gebe für die Maßnahmen. Dasselbe bekräftige ihr Vizekanzler Braun noch im Juni 2021. Und nun? Wenn man die auch laut RKI im System noch nicht erfassten 5% dazuzählt, dann haben wir die 70% bereits überschritten. Die Mehrheit der Bevölkerung ist bereits vollständig geimpft und wir erleben repressivere Maßnahmen als vor Monaten, als die Impfquote noch nicht so hoch lag. Mittlerweile diskutiert man ganz offen darüber, ob man Ungeimpfte aus den Supermärkten ausschließen kann. Mit anderen Worten: Menschen von der Grundversorgung abzuschneiden. 3 G in Bus und Bahn soll kommen und auch die Impflicht, die bis vor wenigen Monaten noch als Verschwörungstheorie galt, ist kein Tabu mehr.

 

Das Prinzip der Pflicht:

 

Bis zur Einführung der gesetzlichen Impflicht werden wir weiterhin zu hören bekommen: Es gibt keine Impflicht, aber es gibt eine moralische Pflicht sich impfen zu lassen. Dabei wird Impfen zu einem altruistischen Akt umgedeutet und der ganze Sinn und Zweck einer Impfung, die primär Eigenschutz ist bzw. im Idealfall sein sollte (dass die Corona-Impfung nicht einmal dieses Verspechen erfüllt, wissen wir mittlerweile auch) ad absurdum geführt. Man impft sich in erster Linie nicht mehr, um sich selbst zu schützen, sondern um andere zu schützen. Man will kein Egoist sein und seinen solidarischen Beitrag leisten. Man hält sich für besonders sozial, wenn man sich gegen Corona impfen lässt. Man gehört zu den Anständigen. Den Vernünftigen. Kurzum: Man nimmt sich selbst zurück zum Wohle anderer. Zum Wohle der Allgemeinheit. Nun könnte man einwerfen, es sei eine positive Entwicklung nach all den Jahren des Eigennutzes, dass die Menschen angesichts der Krise nun weniger an sich und mehr an andere denken. Solidarität lautet das oberste Gebot der Stunde! Doch es ist eine falsche, eine verlogene Solidarität. Zumal sich viele sehr wahrscheinlich nur deshalb haben impfen lassen, weil sie bei Verweigerung Einschränkungen in ihrem privaten Leben und staatliche Repressalien befürchten. Viele Menschen sind eben nicht solidarisch, sondern einfach nur feige.

 

Solidarität war einst ein Begriff der Arbeiterbewegung des späten 19. Jahrhunderts. Und damit war eben nicht Verzicht zu Gunsten anderer gemeint. Es war ein Kampfbegriff der Proletarier gegen die damaligen Industriellen. Heutzutage verwechseln leider zu viele Solidarität mit blinden Gehorsam und Autoritätshörigkeit. Abgesehen davon schließt echte Solidarität stets alle Menschen mit ein, die auf welche Weise auch immer von einer Krise betroffen sind. In der so genannten Corona-Krise werden aber die Kollateralschäden, welche durch die Maßnahmen entstehen und dauerhaft mehr Schaden, auch an Menschenleben, verursachen werden als der Schaden, der durch das Virus entsteht, allzu oft ignoriert oder zumindest relativiert. Man hat eben nur das Virus im Blick und der Kampf gegen das Virus. Macron sprach gar von einem Krieg gegen das Coronavirus. Und im Krieg ist bekanntlich alles erlaubt und jedes Mittel recht. Auf einmal beruft man sich auch wieder auf das Vaterland. So hatte Spahn erklärt, dass es ein patriotischer Akt sei, sich impfen zu lassen. Im Krieg gegen das Coronavirus muss eben jeder und jede Opfer bringen. Für die Volksgesundheit. Für die Nation.

 

Auch die Kinder sollen ihren Beitrag für das Wohl der Allgemeinheit leisten. Ausgerechnet Kinder, für die Sars-CoV-2 nachweislich nicht gefährlich ist und welche unter dem Maskenzwang und den Schnelltests an Schulen schon genug zu leiden haben, sollen sich nun (selbstverständlich mit dem Hinweis auf die Impfunwilligen unter den Erwachsenen) experimentellen, nicht hinreichend erprobten Impfstoffen aussetzen, dessen Langzeitfolgen man auf Grund fehlender Langzeitstudien zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch überhaupt nicht absehen kann (auch wenn die so genannten Experten uns permanent versuchen das Gegenteil weiszumachen) und bei dem es bereits jetzt schon nachweislich zu schweren Nebenwirkungen bis hin zu Todesfällen gekommen ist. Trotz dieser Erkenntnis treibt die Regierung die Kinder-Impfkampagne unbeirrt voran. Ich bezeichne das als ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit!

 

Der Faschismus zeichnet sich dadurch aus, dass das Individuum für das Volk Opfer bringen muss. Du bist nichts, dein Volk ist alles, sagte Hitler. Und das Opfer für das Volk sollen nun auch Kinder bringen. Oder sollte ich besser sagen: Opfer für die Pharmakonzerne?! Das würde kein Politiker und keine Politikerin, welche die Kinder-Impfkampagne vorantreibt, offen zugeben. Da beruft man sich dann doch lieber auf das Allgemeinwohl oder wahlweise auf die Volksgesundheit.

 

Ich fasse zusammen:

 

Wichtig ist zu verstehen, dass das alles keine zufällige Entwicklung ist, sondern die logische Fortsetzung und Konsequenz dessen, was wir all die Jahre vor Corona erlebt haben. Ein zunehmend übergriffiger Staat, der immer mehr versucht in das Privatleben seiner Bürger und Bürgerinnen einzugreifen, sowie Politiker und Politikerinnen, die sich anmaßen, die Menschen zu erziehen und ihnen vorschreiben wollen, was sie zu denken und wie sie zu leben haben, gibt es nicht erst seit Corona. Mit Corona haben sich die bereits bestehenden Verhältnisse nur nochmal verschärft. Die Motivation, welche die Herrschenden antreibt, ist Macht. Sie sind süchtig nach Macht. Und diese Macht erreichen sie am besten durch Kontrolle der Bevölkerung und nicht in dem man der Bevölkerung mehr Mitbestimmungsrecht gewährt.

 

Spätestens seit dem Siegeszug des Neoliberalismus, der widerwärtigsten Ausgeburt des Kapitalismus, leben wir in keiner echten Demokratie mehr. Was wir haben, ist bestenfalls nur noch eine Fassadendemokratie und wenn wir nicht aufpassen, driften wir endgültig in eine neue Diktatur ab. Zudem waren marktradikaler Kapitalismus und Demokratie noch nie miteinander vereinbar. Kapitalismus, egal in welcher Form, ist immer eine Diktatur der Bourgeoisie. Und so dienen unserer so genannten Volksvertreter nicht der breiten Mehrheit der Bevölkerung, sondern dieser herrschenden Klasse. Im Kapitalismus bzw. Neoliberalismus sind das die oberen 1% der Superreichen, sowie kaum weniger Vermögende und ihre mächtigen Konzerne. Daran hat sich mit Corona nichts geändert. Es ist naiv und geschichtsverdrossen auf einmal etwas anderes anzunehmen und der Politik ihre vorgegaukelte Fürsorge um die vermeintliche Volksgesundheit abzukaufen.

 

Neu ist lediglich diese geradezu wahnhafte Vorstellung Viren gänzlich ausrotten zu können. Ich habe für meine Analyse bewusst anstatt des häufigen verwendeten Begriffes „Coronafaschismus“ den Begriff „Hygienefaschismus“ gewählt, um den irren Zustand der heutigen Zeit zu beschreiben. Das Coronavirus ist einfach da. Es macht keine Maßnahmen. Es erschafft kein politisches System. Hygiene bezeichnet die Maßnahmen, welche Menschen ergreifen zur Gesunderhaltung des Einzelnen und der Allgemeinheit. Da Viren unsichtbar sind, ist das Perfide im Zusammenhang mit dem Hygienefaschismus, dass durch eine gezielte Angstpropaganda, die von Politik und Medien vorangetrieben wird, Menschen dazu gebracht werden bei ihren Mitmenschen eine Gefahr in jeder Situation zu sehen. Das ist ein schier unerträglicher Zustand, von dem man verständlicherweise befreit werden möchte. Und Erlösung von diesem Zustand kann eben nur die Spritze bringen. Das ist es, was wir glauben sollen. Wer sich der Spritze widersetzt, bleibt eine tödliche Gefahr, wird quasi zum Virus selbst und muss wie das Virus ausgemerzt werden. Dabei müsste längst klar sein, dass Sars-CoV-2 erstens kein hochgefährliches Killervirus für die Mehrzahl der Menschen ist und zweitens man es auch mit einer Durchimpfung der gesamten Bevölkerung nicht schaffen wird, das Virus gänzlich auszurotten, da Coronaviren nun mal die Eigenschaft haben zu mutieren. Aber die Ratio ist längst dem Wahn gewichen.

 

Wir werden lernen müssen mit dem Virus zu leben. Krankheit gehört zum Leben dazu genauso wie der Tod. Ich für meinen Teil würde lieber sterben als unter dem Diktat einer neuen Form des Faschismus zu leben. Schlussendlich ist und bleibt das Leben ein Risiko. Dazu gehört auch das Risiko zu erkranken und zu sterben. Das soll keine Aufforderung zum Leichtsinn sein. Doch Leben bedeutet mehr, als die Vermeidung von Infektionen, worauf gerade alles ausgerichtet ist.

 

Wir Menschen haben es selbst in der Hand. Wenn wir endlich zahlreicher aufstehen und „Nein!“ sagen, dann wird diese so genannte Pandemie ganz schnell für beendet erklärt werden. Das seit Monaten prognostizierte Horrorszenario von Millionen Corona-Toten in Deutschland wird auch dann ausbleiben, wenn wir weiterhin den Fokus auf die Risikogruppe, die alten Menschen in den Heimen, richten und dort für vernünftige Schutzkonzepte unter Einbeziehung der Heimbewohner und Heimbewohnerinnen sorgen. Genau dort nämlich, wo die Menschen am meisten von Corona betroffen sind, hatte die Politik ihren Fokus nicht gerichtet und zog es stattdessen vor Kinder in den Schulen mit Masken und Schnelltests zu quälen.

 

Jede Form der Diktatur kann nur funktionieren, wenn die Mehrheit der Menschen bereit sind dabei mitzumachen. So war es im Dritten Reich. So war es in der DDR. Und so ist es heute nicht anders. Es liegt allein an uns, ob der Hygienefaschismus dauerhaft zur neuen Normalität wird (wie man uns bereits zu Beginn von Corona eingebläut hatte) und in Zukunft noch hässlichere, menschenverachtendere Züge annimmt oder ob wir in Frieden und Freiheit miteinander leben werden. Das einzige, was wir dazu tun müssen, ist endlich selbst die Verantwortung zu übernehmen und „Nein!“ zu dem Unrecht zu sagen.

 

Ich danke Euch für Eure Aufmerksamkeit!

 

Namaste und Namaskar…

 

Kritische Anmerkung der Redaktion zum Artikel „Hygienefaschismus“:

Der Autor hat verdienstvollerweise die auffälligen Parallelen der faschistischen Ideologie mit den ebenso ideologischen Äußerungen des gegenwärtigen Corona-Regimes aufgewiesen und erläutert.

„Ich werde mich im folgenden Text auf die Urquelle, den italienischen Faschismus, beziehen und anhand dieser korrekten Definition des Faschismus ausführlich erläutern, warum das, was die Regierung aktuell mit ungeimpften Menschen macht, eindeutig zumindest als faschistoid zu bezeichnen ist und der Verweis darauf nicht eine Verharmlosung der NS-Verbrechen darstellt.“

Wir halten es allerdings für problematisch, eine exakte Faschismusdefinition ausgerechnet und ausschließlich von der Selbstdefinition des Faschismus (durch einen seiner Vertreter, Palmieri) abhängig zu machen.
Tatsächlich handelt es sich um die Beschreibung der faschistischen IDEOLOGIE, was sicherlich Teil einer Faschismus-Definition sein könnte, aber sicherlich nicht allein. Zu einer abgerundeten Faschismus-Definition müssten natürlich wesentlich auch die sozialen und ökonomischen Faktoren gehören (z.B. die Rolle eines verelendeten Kleinbhürgertums und einer entsprechenden Massenbewegung).
Wahrscheinlich war aber die Erstellung einer vollständigen Faschismus-Analyse gar nicht die Absicht des Autors. Seine Schreibabsicht ist erkennbar, nachvollziehbar und zu befürworten.