Von Matthias Klingenmeyer

Leben wir im Zeital­ter des Hygienefaschismus?

 

Die Begriffe „faschis­toid“ und „faschis­tisch“ wer­den von diversen Seit­en infla­tionär gebraucht. Auch von Kri­tik­ern der Coro­na-Maß­nah­men, vor allem von der Quer­denken-Bewe­gung. Sel­ten wird dabei erk­lärt, was mit diesen Begrif­f­en genau gemeint ist. Für eine exak­te Def­i­n­i­tion des Faschis­mus beziehen sich viele The­o­retik­er auf die 14 Merk­male des Ur-Faschis­mus nach Umber­to Eco. Doch Umber­to Eco war selb­st kein Faschist. Er war ein Intellek­tueller, der die Demokratie liebte und über den Faschis­mus schrieb. Ich werde mich im fol­gen­den Text auf die Urquelle, den ital­ienis­chen Faschis­mus, beziehen und anhand dieser kor­rek­ten Def­i­n­i­tion des Faschis­mus aus­führlich erläutern, warum das, was die Regierung aktuell mit ungeimpften Men­schen macht, ein­deutig zumin­d­est als faschis­toid zu beze­ich­nen ist und der Ver­weis darauf nicht eine Ver­harm­lo­sung der NS-Ver­brechen darstellt. Der Faschis­mus kommt auf leisen Sohlen und die Ver­gan­gen­heit hat gezeigt, dass nur diejeni­gen, die gegen das faschis­tis­che Sys­tem waren, real­isiert haben, dass es Faschis­mus ist. Die Mehrheit der Men­schen sind damals wie heute ein­fach nur Oppor­tunis­ten. Und darum gilt: Wehret den Anfän­gen! Auch die Juden wur­den nicht schon 1933 in die Konzen­tra­tionslager geführt. Doch es begin­nt immer mit der Aus­gren­zung, Stig­ma­tisierung und Diskri­m­inierung von ein­er bes­timmten Gruppe von Men­schen und wo es enden kann, lehrt uns die Geschichte.

1936, zu ein­er Zeit, als der reale Faschis­mus noch nicht lange existierte, erschien in den USA von Mario Palmieri das Buch „Die Philoso­phie des Faschis­mus“. Das ist wahrlich faschis­tis­ches Gedankengut geschrieben von einem überzeugten Faschis­ten sein­er Zeit. Palmieri beschreibt in dem Buch u.a. die faschis­tis­che Lebens­führung, welche er anhand, so wortwörtlich, drei großen unverän­der­lichen Prinzip­i­en definiert. Und diese wären: Das Prinzip der Ein­heit. Das Prinzip der Autorität. Das Prinzip der Pflicht. Nun werde ich genauer darauf einge­hen, warum diese drei Prinzip­i­en nach der kor­rek­ten Def­i­n­i­tion dessen, was Faschis­mus tat­säch­lich ist, zutr­e­f­fend sind bei dem, was wir aktuell in diesem Land und ander­swo in der Welt erleben. Dabei habe ich nicht vor sämtliche Coro­na-Nar­ra­tive zu wider­legen. Das haben andere an ander­er Stelle bere­its getan. Jed­er hat heutzu­tage die Möglichkeit, sich aus unter­schiedlichen, unab­hängi­gen Quellen zu informieren. Wir leben nicht mehr im Drit­ten Reich, in dem es abge­se­hen von Goebels Pro­pa­gan­da schw­er war für die Men­schen an andere Infor­ma­tio­nen zu gelan­gen. Eine Entschuldigung gibt es somit für nie­man­den. Jed­er kann es wis­sen. Mir geht es darum anhand der drei Grund­prinzip­i­en des Faschis­mus nachzuweisen, dass das, was hier ger­ade passiert, als faschis­toid zu beze­ich­nen ist.

 

Das Prinzip der Einheit:

 

Wenn eine In Group und eine Out Group geschaf­fen wird, ist es immer ein deut­lich­er Hin­weis auf faschis­toide Struk­turen. Die In Group – jene Men­schen, die zur Gemein­schaft dazuge­hören. Die Out Group – jene Men­schen, die man aus der Gemein­schaft aus­geschlossen haben möchte. Wir wer­den von den pop­ulis­tis­chen Scharf­mach­ern nie zu hören bekom­men: Die Ungeimpften sind Teil der Gesellschaft und müssen akzep­tiert wer­den, wie sie sind. Was wir zu hören bekom­men ist, dass die Ungeimpften mit Argu­menten überzeugt wer­den müssen. Was für eine Arro­ganz steckt in diesem Satz. Als mündi­ge, erwach­sene Bürg­er und Bürg­erin­nen in ein­er Demokratie, in der wir ange­blich leben, spricht man uns ab selb­st­ständig denken und für uns selb­st entschei­den zu kön­nen. Wenn wir uns nicht von ihren Experten (jene all­seits bekan­nten Namen, die sich schon mehrmals selb­st wider­sprochen haben) überzeu­gen lassen, dann sind wir träge, faul, dumm, ego­is­tisch, unsol­i­darisch und neuerd­ings sog­ar tyran­nisch. Let­zte Dif­famierung stammt von Weltärztechef Mont­gomery, der nicht zum ersten Mal mit der­ar­ti­gen ver­balen Ent­gleisun­gen aufge­fall­en ist. Um gegen Ungeimpfte zu het­zen, hat­te er sich bere­its auf die Volks­ge­sund­heit berufen. Von wortwörtlich „gefährlichen Sozialschädlin­gen“ war vor einiger Zeit von Seit­en eines FDP-Poli­tik­ers die Rede. Zur Erin­nerung: Die Nazis sprachen von Juden­tyran­nei und Volkss­chädlin­gen und hiel­ten die so genan­nte Volks­ge­sund­heit für beson­ders erstrebenswert. Ich halte genan­nte Per­so­n­en für so gebildet, dass ich ihnen unter­stelle, sich absichtlich dieses NS-Jar­gons zu bedi­enen. Zumal es ein­deutig in der Absicht geschah eine bes­timmte Gruppe von Men­schen, die Ungeimpften in der Min­der­heit, zu dif­famieren und den Rest der Bevölkerung, die Geimpften in der Mehrheit, gegen diese Men­schen aufzuhetzen.

 

Es wird immer wieder gebetsmüh­le­nar­tig beteuert, dass wir in ein­er Demokratie leben, in der Mei­n­ungsvielfalt und Wider­spruch erwün­scht sind. Aber wehe, man weicht auch nur einen Mil­lime­ter vom vordik­tierten Kon­sens ab. Dann kann man sich der üblichen Fram­ings, wie wir sie fast tagtäglich vor allem in den Main­stream-Medi­en zu lesen bekom­men (und welche auch Wis­senschaftler tre­f­fen kön­nen, die diesem vordik­tierten Kon­sens des Coro­na-Nar­ra­tiv wider­sprechen) sich­er sein: Coro­na-Leugn­er, Covid­ioten, Ver­schwörungserzäh­ler und Ver­schwörungsmys­tik­er, recht­sex­treme Demokratiefeinde. Let­zte Diskred­i­tierung kommt spätestens dann, sobald man es wagt, sich offen gegen die Regierung zu stellen. Was für eine per­verse Ver­drehung! Wer sich offen gegen eine neolib­erale, recht­sautoritäre Regierung posi­tion­iert, die total­itär­er agiert als die AfD, was die Ein­schränkun­gen unser­er Grun­drechte anbe­langt, wird als recht­sex­tremer Demokratiefeind gebrand­markt. Das nenne ich orwell’sches Neusprech. Diejeni­gen, welche es mit den demokratis­chen Recht­en immer weniger ernst nehmen, erk­lären diejeni­gen, welche das Grundge­setz vertei­di­gen, zu Fein­den der Demokratie.

 

Kurzum: Man hat sich seine eigene Welt geschaf­fen, in der die Demokratie nur noch zum Schein existiert. Mei­n­ungsplu­ral­ität und offen­er Diskurs verkom­men zunehmend zu ein­er Farce. Man will keine Zah­n­räd­chen im Getriebe, die ihren eige­nen Takt schla­gen. Wir sollen alle gle­ich tick­en. Eben nach dem Prinzip der Ein­heit. Wer aus dieser eng begren­zten Ein­heit auss­chert, seinen eige­nen Takt schlägt, wird von der Ein­heit isoliert und zum Sün­den­bock erk­lärt. Das lässt man diese „Stör­er der Ein­heit“ auch deut­lich spüren: Für Ungeimpfte wird es ungemütlich! Die Zügel für Ungeimpfte wer­den straf­fer ange­zo­gen! Pan­demie der Ungeimpften! Da wir mit­tler­weile wis­sen, dass auch Geimpfte genau­so ansteck­end sein kön­nen wie Ungeimpfte, sich also auch gegen­seit­ig ansteck­en und trotz dop­pel­ter Imp­fung schw­er an Covid erkranken kön­nen (weswe­gen auch die ange­blich 90% Covid- Patien­ten auf den Inten­sivs­ta­tio­nen anzuzweifeln sind), gibt es noch nicht ein­mal eine medi­zinis­che Recht­fer­ti­gung dafür, ungeimpfte Men­schen sys­tem­a­tisch aus dem öffentlichen Leben auszuschließen und sie weit­er zu ein­er Imp­fung zu nöti­gen. Es ist reine Willkür und Schikane! Dabei kann es der Regierung nicht um den Schutz der Ungeimpften gehen, weil son­st wür­den sie ihr Anliegen anders kom­mu­nizieren. Ich unter­stelle ihnen: Es geht ihnen primär darum von ihrem eige­nen Ver­sagen und Fehlver­hal­ten abzu­lenken. Dass sie jahre­lang das Gesund­heitssys­tem gezielt kaputtges­part haben, in dem die Kliniken pri­vatisiert und irgendwelchen Prof­ithaien in den Rachen geschmis­sen wur­den und auch im ange­blichen Pan­demie­jahr 2020 abso­lut nichts tat­en, um an diesem gemacht­en Prob­lem etwas zu ändern. Und nun ver­suchen sie nach dem Divide et Impera – Prinzip ein Feind­bild zu kreieren, um die Wut der Bevölkerung von ihnen weg auf andere zu konzen­tri­eren. Ger­ade in Hin­blick auf ihr kap­i­tal­is­tis­ches Gesund­heitssys­tem ist es absurd anzunehmen, der Regierung gin­ge es bei all den Coro­na-Maß­nah­men um das Wohl der Men­schen. Im Kap­i­tal­is­mus zählen Men­schen­leben über­haupt nichts. Im Kap­i­tal­is­mus zählt nur der Prof­it für eine kleine Min­der­heit auf Kosten der bre­it­en Mehrheit. Aber diese kleine Min­der­heit sind gewiss nicht die Ungeimpften der ein­fachen Bevölkerung. Wer gegen Ungeimpfte inner­halb der ein­fachen Bevölkerung het­zt, schlägt sich im Klassenkampf defin­i­tiv auf die falsche Seite!

 

Das Prinzip der Autorität:

 

Dazu muss man nicht mehr viel sagen. Das autoritäre Gebaren von Regieren­den und Regierungsvertretern ist mit­tler­weile zu offen­sichtlich, wobei Fügsamkeit der ver­meintlichen Unter­ta­nen gegenüber den Herrschen­den qua­si als Selb­stver­ständlichkeit gese­hen wird. Ich möchte hier­bei nur an das Zitat von Lothar Wiel­er erin­nern: Die Maß­nah­men müssen befol­gt und dür­fen nie hin­ter­fragt wer­den! Dass sie es mit ihren eige­nen Regeln nicht so ernst nehmen, ist auch bekan­nt. Sie geben sich nicht ein­mal mehr den Anschein aufrechte Demokrat­en zu sein. So sagte z.B. der Gemein­de­tagspräsi­dent der baden-würt­tem­ber­gis­chen Gemein­den Stef­fen Jäger: „Wir brauchen ein hartes 2G-Regime!“ Wohlge­merkt: Er sprach nicht etwa von „kon­se­quenten 2G-Regeln“. Er sprach wortwörtlich von einem „harten 2G-Regime“. Konkret bedeutet das: Die Gas­tronomie und die Kul­turbe­triebe sollen streng kon­trol­liert wer­den, ob sie ja auch nur Geimpften und Gene­se­nen Ein­lass gewährt haben. Spätestens hier sollte sich jed­er Geimpfte fra­gen, ob man in so ein­er Gesellschaft leben will. Man stelle sich vor, man sitzt abends in ein­er Bar oder im Kino und wird von der Polizei aufge­fordert, seinen Imp­fausweis oder die ärztliche Bescheini­gung der Gene­sung vorzuzeigen. Pech für den­jeni­gen, der die geforderten Papiere zu Hause vergessen hat. Abführen, den Dis­si­den­ten! Hat man sich das unter Frei­heit vorgestellt, für die man sich hat impfen lassen? Wer eine Vorstel­lung davon haben möchte, wie weit dieser Wahnsinn gehen kann, der werfe einen Blick nach Aus­tralien oder Neusee­land, wo sie mit der Errich­tung eines Coro­na-Polizeis­taates, nach dem das auch hierzu­lande viel gepriesene Zero Covid-Mod­ell gescheit­ert ist, bere­its weit­er sind als bei uns. Und auch bei uns kann man ganz klar das Faz­it ziehen: Mit der Imp­fung kommt eben nicht die ver­sproch­ene Frei­heit zurück. Merkel sagte noch im Dezem­ber 2020, dass wenn 70% der Bevölkerung geimpft sei, es keinen Grund mehr gebe für die Maß­nah­men. Das­selbe bekräftige ihr Vizekan­zler Braun noch im Juni 2021. Und nun? Wenn man die auch laut RKI im Sys­tem noch nicht erfassten 5% dazuzählt, dann haben wir die 70% bere­its über­schrit­ten. Die Mehrheit der Bevölkerung ist bere­its voll­ständig geimpft und wir erleben repres­si­vere Maß­nah­men als vor Monat­en, als die Impfquote noch nicht so hoch lag. Mit­tler­weile disku­tiert man ganz offen darüber, ob man Ungeimpfte aus den Super­märk­ten auss­chließen kann. Mit anderen Worten: Men­schen von der Grund­ver­sorgung abzuschnei­den. 3 G in Bus und Bahn soll kom­men und auch die Impflicht, die bis vor weni­gen Monat­en noch als Ver­schwörungs­the­o­rie galt, ist kein Tabu mehr.

 

Das Prinzip der Pflicht:

 

Bis zur Ein­führung der geset­zlichen Impflicht wer­den wir weit­er­hin zu hören bekom­men: Es gibt keine Impflicht, aber es gibt eine moralis­che Pflicht sich impfen zu lassen. Dabei wird Impfen zu einem altru­is­tis­chen Akt umgedeutet und der ganze Sinn und Zweck ein­er Imp­fung, die primär Eigen­schutz ist bzw. im Ide­al­fall sein sollte (dass die Coro­na-Imp­fung nicht ein­mal dieses Ver­spechen erfüllt, wis­sen wir mit­tler­weile auch) ad absur­dum geführt. Man impft sich in erster Lin­ie nicht mehr, um sich selb­st zu schützen, son­dern um andere zu schützen. Man will kein Ego­ist sein und seinen sol­i­darischen Beitrag leis­ten. Man hält sich für beson­ders sozial, wenn man sich gegen Coro­na impfen lässt. Man gehört zu den Anständi­gen. Den Vernün­fti­gen. Kurzum: Man nimmt sich selb­st zurück zum Wohle ander­er. Zum Wohle der All­ge­mein­heit. Nun kön­nte man ein­wer­fen, es sei eine pos­i­tive Entwick­lung nach all den Jahren des Eigen­nutzes, dass die Men­schen angesichts der Krise nun weniger an sich und mehr an andere denken. Sol­i­dar­ität lautet das ober­ste Gebot der Stunde! Doch es ist eine falsche, eine ver­lo­gene Sol­i­dar­ität. Zumal sich viele sehr wahrschein­lich nur deshalb haben impfen lassen, weil sie bei Ver­weigerung Ein­schränkun­gen in ihrem pri­vat­en Leben und staatliche Repres­salien befürcht­en. Viele Men­schen sind eben nicht sol­i­darisch, son­dern ein­fach nur feige.

 

Sol­i­dar­ität war einst ein Begriff der Arbeit­er­be­we­gung des späten 19. Jahrhun­derts. Und damit war eben nicht Verzicht zu Gun­sten ander­er gemeint. Es war ein Kampf­be­griff der Pro­le­tari­er gegen die dama­li­gen Indus­triellen. Heutzu­tage ver­wech­seln lei­der zu viele Sol­i­dar­ität mit blind­en Gehor­sam und Autorität­shörigkeit. Abge­se­hen davon schließt echte Sol­i­dar­ität stets alle Men­schen mit ein, die auf welche Weise auch immer von ein­er Krise betrof­fen sind. In der so genan­nten Coro­na-Krise wer­den aber die Kol­lat­er­alschä­den, welche durch die Maß­nah­men entste­hen und dauer­haft mehr Schaden, auch an Men­schen­leben, verur­sachen wer­den als der Schaden, der durch das Virus entste­ht, allzu oft ignori­ert oder zumin­d­est rel­a­tiviert. Man hat eben nur das Virus im Blick und der Kampf gegen das Virus. Macron sprach gar von einem Krieg gegen das Coro­n­avirus. Und im Krieg ist bekan­ntlich alles erlaubt und jedes Mit­tel recht. Auf ein­mal beruft man sich auch wieder auf das Vater­land. So hat­te Spahn erk­lärt, dass es ein patri­o­tis­ch­er Akt sei, sich impfen zu lassen. Im Krieg gegen das Coro­n­avirus muss eben jed­er und jede Opfer brin­gen. Für die Volks­ge­sund­heit. Für die Nation.

 

Auch die Kinder sollen ihren Beitrag für das Wohl der All­ge­mein­heit leis­ten. Aus­gerech­net Kinder, für die Sars-CoV­‑2 nach­weis­lich nicht gefährlich ist und welche unter dem Masken­zwang und den Schnell­tests an Schulen schon genug zu lei­den haben, sollen sich nun (selb­stver­ständlich mit dem Hin­weis auf die Imp­fun­willi­gen unter den Erwach­se­nen) exper­i­mentellen, nicht hin­re­ichend erprobten Impf­stof­fen aus­set­zen, dessen Langzeit­fol­gen man auf Grund fehlen­der Langzeit­stu­di­en zum gegen­wär­ti­gen Zeit­punkt noch über­haupt nicht abse­hen kann (auch wenn die so genan­nten Experten uns per­ma­nent ver­suchen das Gegen­teil weiszu­machen) und bei dem es bere­its jet­zt schon nach­weis­lich zu schw­eren Neben­wirkun­gen bis hin zu Todes­fällen gekom­men ist. Trotz dieser Erken­nt­nis treibt die Regierung die Kinder-Impfkam­pagne unbeir­rt voran. Ich beze­ichne das als ein Ver­brechen gegen die Menschlichkeit!

 

Der Faschis­mus zeich­net sich dadurch aus, dass das Indi­vidu­um für das Volk Opfer brin­gen muss. Du bist nichts, dein Volk ist alles, sagte Hitler. Und das Opfer für das Volk sollen nun auch Kinder brin­gen. Oder sollte ich bess­er sagen: Opfer für die Phar­makonz­erne?! Das würde kein Poli­tik­er und keine Poli­tik­erin, welche die Kinder-Impfkam­pagne vorantreibt, offen zugeben. Da beruft man sich dann doch lieber auf das All­ge­mein­wohl oder wahlweise auf die Volksgesundheit.

 

Ich fasse zusammen:

 

Wichtig ist zu ver­ste­hen, dass das alles keine zufäl­lige Entwick­lung ist, son­dern die logis­che Fort­set­zung und Kon­se­quenz dessen, was wir all die Jahre vor Coro­na erlebt haben. Ein zunehmend über­grif­figer Staat, der immer mehr ver­sucht in das Pri­vatleben sein­er Bürg­er und Bürg­erin­nen einzu­greifen, sowie Poli­tik­er und Poli­tik­erin­nen, die sich anmaßen, die Men­schen zu erziehen und ihnen vorschreiben wollen, was sie zu denken und wie sie zu leben haben, gibt es nicht erst seit Coro­na. Mit Coro­na haben sich die bere­its beste­hen­den Ver­hält­nisse nur nochmal ver­schärft. Die Moti­va­tion, welche die Herrschen­den antreibt, ist Macht. Sie sind süchtig nach Macht. Und diese Macht erre­ichen sie am besten durch Kon­trolle der Bevölkerung und nicht in dem man der Bevölkerung mehr Mitbes­tim­mungsrecht gewährt.

 

Spätestens seit dem Siegeszug des Neolib­er­al­is­mus, der wider­wär­tig­sten Aus­ge­burt des Kap­i­tal­is­mus, leben wir in kein­er echt­en Demokratie mehr. Was wir haben, ist besten­falls nur noch eine Fas­saden­demokratie und wenn wir nicht auf­passen, driften wir endgültig in eine neue Dik­tatur ab. Zudem waren mark­tradikaler Kap­i­tal­is­mus und Demokratie noch nie miteinan­der vere­in­bar. Kap­i­tal­is­mus, egal in welch­er Form, ist immer eine Dik­tatur der Bour­geoisie. Und so dienen unser­er so genan­nten Volksvertreter nicht der bre­it­en Mehrheit der Bevölkerung, son­dern dieser herrschen­den Klasse. Im Kap­i­tal­is­mus bzw. Neolib­er­al­is­mus sind das die oberen 1% der Super­re­ichen, sowie kaum weniger Ver­mö­gende und ihre mächti­gen Konz­erne. Daran hat sich mit Coro­na nichts geän­dert. Es ist naiv und geschichtsver­drossen auf ein­mal etwas anderes anzunehmen und der Poli­tik ihre vorge­gaukelte Für­sorge um die ver­meintliche Volks­ge­sund­heit abzukaufen.

 

Neu ist lediglich diese ger­adezu wahn­hafte Vorstel­lung Viren gän­zlich aus­rot­ten zu kön­nen. Ich habe für meine Analyse bewusst anstatt des häu­fi­gen ver­wen­de­ten Begriffes „Coro­n­afaschis­mus“ den Begriff „Hygien­e­faschis­mus“ gewählt, um den irren Zus­tand der heuti­gen Zeit zu beschreiben. Das Coro­n­avirus ist ein­fach da. Es macht keine Maß­nah­men. Es erschafft kein poli­tis­ches Sys­tem. Hygiene beze­ich­net die Maß­nah­men, welche Men­schen ergreifen zur Gesun­der­hal­tung des Einzel­nen und der All­ge­mein­heit. Da Viren unsicht­bar sind, ist das Per­fide im Zusam­men­hang mit dem Hygien­e­faschis­mus, dass durch eine gezielte Angst­pro­pa­gan­da, die von Poli­tik und Medi­en vor­angetrieben wird, Men­schen dazu gebracht wer­den bei ihren Mit­men­schen eine Gefahr in jed­er Sit­u­a­tion zu sehen. Das ist ein schi­er unerträglich­er Zus­tand, von dem man ver­ständlicher­weise befre­it wer­den möchte. Und Erlö­sung von diesem Zus­tand kann eben nur die Spritze brin­gen. Das ist es, was wir glauben sollen. Wer sich der Spritze wider­set­zt, bleibt eine tödliche Gefahr, wird qua­si zum Virus selb­st und muss wie das Virus aus­ge­merzt wer­den. Dabei müsste längst klar sein, dass Sars-CoV­‑2 erstens kein hochge­fährlich­es Killervirus für die Mehrzahl der Men­schen ist und zweit­ens man es auch mit ein­er Durchimp­fung der gesamten Bevölkerung nicht schaf­fen wird, das Virus gän­zlich auszurot­ten, da Coro­n­aviren nun mal die Eigen­schaft haben zu mutieren. Aber die Ratio ist längst dem Wahn gewichen.

 

Wir wer­den ler­nen müssen mit dem Virus zu leben. Krankheit gehört zum Leben dazu genau­so wie der Tod. Ich für meinen Teil würde lieber ster­ben als unter dem Dik­tat ein­er neuen Form des Faschis­mus zu leben. Schlussendlich ist und bleibt das Leben ein Risiko. Dazu gehört auch das Risiko zu erkranken und zu ster­ben. Das soll keine Auf­forderung zum Leichtsinn sein. Doch Leben bedeutet mehr, als die Ver­mei­dung von Infek­tio­nen, worauf ger­ade alles aus­gerichtet ist.

 

Wir Men­schen haben es selb­st in der Hand. Wenn wir endlich zahlre­ich­er auf­ste­hen und „Nein!“ sagen, dann wird diese so genan­nte Pan­demie ganz schnell für been­det erk­lärt wer­den. Das seit Monat­en prog­nos­tizierte Hor­rorszenario von Mil­lio­nen Coro­na-Toten in Deutsch­land wird auch dann aus­bleiben, wenn wir weit­er­hin den Fokus auf die Risiko­gruppe, die alten Men­schen in den Heimen, richt­en und dort für vernün­ftige Schutzkonzepte unter Ein­beziehung der Heim­be­wohn­er und Heim­be­wohner­in­nen sor­gen. Genau dort näm­lich, wo die Men­schen am meis­ten von Coro­na betrof­fen sind, hat­te die Poli­tik ihren Fokus nicht gerichtet und zog es stattdessen vor Kinder in den Schulen mit Masken und Schnell­tests zu quälen.

 

Jede Form der Dik­tatur kann nur funk­tion­ieren, wenn die Mehrheit der Men­schen bere­it sind dabei mitzu­machen. So war es im Drit­ten Reich. So war es in der DDR. Und so ist es heute nicht anders. Es liegt allein an uns, ob der Hygien­e­faschis­mus dauer­haft zur neuen Nor­mal­ität wird (wie man uns bere­its zu Beginn von Coro­na einge­bläut hat­te) und in Zukun­ft noch hässlichere, men­schen­ver­ach­t­en­dere Züge annimmt oder ob wir in Frieden und Frei­heit miteinan­der leben wer­den. Das einzige, was wir dazu tun müssen, ist endlich selb­st die Ver­ant­wor­tung zu übernehmen und „Nein!“ zu dem Unrecht zu sagen.

 

Ich danke Euch für Eure Aufmerksamkeit!

 

Namaste und Namaskar…

 

Kri­tis­che Anmerkung der Redak­tion zum Artikel „Hygien­e­faschis­mus“:

Der Autor hat ver­di­en­stvoller­weise die auf­fäl­li­gen Par­al­le­len der faschis­tis­chen Ide­olo­gie mit den eben­so ide­ol­o­gis­chen Äußerun­gen des gegen­wär­ti­gen Coro­na-Regimes aufgewiesen und erläutert.

„Ich werde mich im fol­gen­den Text auf die Urquelle, den ital­ienis­chen Faschis­mus, beziehen und anhand dieser kor­rek­ten Def­i­n­i­tion des Faschis­mus aus­führlich erläutern, warum das, was die Regierung aktuell mit ungeimpften Men­schen macht, ein­deutig zumin­d­est als faschis­toid zu beze­ich­nen ist und der Ver­weis darauf nicht eine Ver­harm­lo­sung der NS-Ver­brechen darstellt.“

Wir hal­ten es allerd­ings für prob­lema­tisch, eine exak­te Faschis­mus­de­f­i­n­i­tion aus­gerech­net und auss­chließlich von der Selb­st­de­f­i­n­i­tion des Faschis­mus (durch einen sein­er Vertreter, Palmieri) abhängig zu machen.
Tat­säch­lich han­delt es sich um die Beschrei­bung der faschis­tis­chen IDEOLOGIE, was sicher­lich Teil ein­er Faschis­mus-Def­i­n­i­tion sein kön­nte, aber sicher­lich nicht allein. Zu ein­er abgerun­de­ten Faschis­mus-Def­i­n­i­tion müssten natür­lich wesentlich auch die sozialen und ökonomis­chen Fak­toren gehören (z.B. die Rolle eines vere­len­de­ten Kleinbhürg­er­tums und ein­er entsprechen­den Massenbewegung). 
Wahrschein­lich war aber die Erstel­lung ein­er voll­ständi­gen Faschis­mus-Analyse gar nicht die Absicht des Autors. Seine Schreibab­sicht ist erkennbar, nachvol­lziehbar und zu befürworten.