Vom Zustand der Sammlungsbewegung „Freie Linke”

Vom Zus­tand der Samm­lungs­be­we­gung „Freie Linke”,

link­er Strö­mungen und der Demokratiebe­we­gung im Allgemeinen, 

und dem Spiegel ein­er narzis­stis­chen Gesellschaft.

 

 

 Oder: Es hätte auch anders gehen kön­nen.

 

(im Namen der Freien Linken)

 

Der Ver­such ein­er Klärung. Immer wieder wird von Außen­ste­hen­den und Neuzugän­gen die Frage an uns her­an getra­gen, weshalb es unter­schiedliche Grup­pen und Kanäle der FL gibt. Daher ist es an der Zeit, das ver­wirrende Geflecht nach außen hin zumin­d­est ansatzweise zu erklären.

Um es kurz zu sagen: Es ist der ganz nor­male gesellschaftliche und poli­tis­che Irrsinn, ein Ist-Zus­tand, von dem wir alle mehr oder weniger geprägt und bee­in­flusst sind, der unser aller Wun­schvorstel­lun­gen eines besseren Zusam­men­lebens und Agierens auf poli­tis­ch­er Ebene kon­trär gegenüber ste­ht. Auch in anderen Teilen der Demokratiebe­we­gung sind ähn­liche Entwick­lun­gen wiederzufinden.

Unser gemein­sames Ziel war es, die ver­schiede­nen linkspoli­tis­chen und coro­n­akri­tis­chen Strö­mungen unter einem Dach zu vere­inen, um mit einem min­i­malen Grund­kon­sens an einem Strang zu ziehen. Aus his­torisch­er Sicht ist dies noch nie dauer­haft gelun­gen. Auch inner­halb der FL sahen wir uns zunehmend mit der Prob­lematik kon­fron­tiert. Daraus ergeben sich Fra­gen, was wir daraus ler­nen und wie wir uns zukün­ftig wider­stands­fähiger auf­stellen kön­nen. Wie kann es gelin­gen, dass eine linke Samm­lungs­be­we­gung sich nicht wie üblich in immer kleinere Grüp­pchen zer­legt und sich dadurch immer schwäch­er macht? Wem nutzt das?

Hinzu kom­men die egozen­trischen und narzis­stis­chen Inter­essen einzel­ner Akteure, die maßge­blich dazu beige­tra­gen haben, daß ein Zusam­men­halt ver­schieden­er Strö­mungen und ein gemein­sames Ziehen an einem Strang in der FL zunehmend verun­möglicht wurde, Macht­miss­brauch und ‑kämpfe, gezielte und/oder unbe­wusste Zer­set­zungsstrate­gien – kurz: Ganz nor­maler Wahnsinn.

Der Spiegel des Makrokos­mos im Mikrokos­mos. Die Wieder­hol­ung des immer Gle­ichen. Hier gilt es zukün­ftig den Fokus zu leg­en, um den eige­nen Ansprüchen ein­er besseren Gesellschaft näher kom­men zu können.

Kon­fuz­ius nen­nt es das Streben nach der Wahrhaftigkeit, dem Ide­alen. Das Streben nach dem Ide­alen birgt aber auch immer die Gefahr der Intol­er­anz gegenüber Jenen, die dem eige­nen Bild des Ide­alen (ver­meintlich) ent­ge­gen ste­hen. Wenn einem diese Stolper­falle bewusst ist, ist es möglich, dem ent­ge­gen zu wirken. Es ist die Tol­er­anz des Anderen. Es ist das Anerken­nen und Akzep­tieren, dass es nicht das eine Ide­ale gibt. Kon­struk­tive Kri­tik, immer­währende (Selbst-)Reflexion, Teamgeist und wohlwol­len­des Aufeinan­der zuge­hen ist unter Anderem notwendig, um den desas­trösen Ist-Zus­tand verän­dern zu können.

 

Wo ist die Trennlin­ie der unter­schiedlich ent­stande­nen FL-Gruppen?

Die Erk­lärung liegt zuerst nahe, dass sich die Trennlin­ie in unter­schiedlichen linkspoli­tis­chen Strö­mungen abgeze­ich­net hätte. Die Wahrheit ist aber weitaus kom­plex­er, und ver­mut­lich nicht in Gänze zu erklären.

 

Wo liegen die Unter­schiede zwis­chen FL und FLZ?

Bei der FL ste­hen Aktiv­itäten im Hier und Jet­zt, neben The­o­rie und Analyse, im Vorder­grund. Uns ist es nach wie vor wichtig, die Demokratiebe­we­gung aus link­er Sicht zu unter­stützen. Auch sollen Diejeni­gen ein Zuhause find­en kön­nen, die sich zwar als links ver­ste­hen, aber (noch) nicht über eine Anhäu­fung the­o­retis­ch­er und poli­tis­ch­er Kom­pe­tenz und Erfahrung ver­fü­gen. Wenn das Ziel ist, der Demokratiebe­we­gung mit linkem Rüstzeug zur Seite zu ste­hen, ste­ht eine über­spitzte Aus­gren­zung und Mob­bing inner­halb der Bewe­gung im Widerspruch.

Der Grün­der der Freie Linke Zukun­ft (und ehe­ma­liger Ini­tia­tor der FL) ver­legt die Unter­stützung, mit dem Fokus auf The­o­rie und intellek­tuellem Anspruch, auf eine utopis­che Zukun­ft. Sich­er, auch das ist wichtig. Nur sollte die intellek­tuelle Kom­pe­tenz auch im Hier und Jet­zt angewen­det wer­den kön­nen und der Bewe­gung förder­lich dienen. Autonome Struk­turen liegen außer­dem eher nicht im Bere­ich des Erwün­scht­en. Es ste­ht aber Allen frei, sich mit bei­den Grup­pen zu verbinden, was eigentlich zusam­men gehören müsste.

 

Die Gründe, die aus unser­er Sicht zu benen­nen sind:

1. Der bekan­nte Ver­lauf aller linken Grup­pen, Parteien, NGO’s und Insti­tu­tio­nen: Die Moral­falle. Man spricht sich gegen­seit­ig das Links-Sein ab, ist man mit ein­er Rich­tung oder Mei­n­ung nicht ein­ver­standen. Der moralis­che Mei­n­ungsko­r­ri­dor wird immer weit­er verengt, bis man zahn­los und isoliert im Nim­mer­leins­land verschwindet.

Auch inner­halb der FL wurde, aus­ge­hend von ein­er kleinen der Pseudoan­tifa nah­este­hen­den Gruppe, die Jagd nach ver­meintlich Recht­en eröffnet. Einige haben sich davon bee­in­flussen und mitreißen lassen. Eine kon­struk­tive Auseinan­der­set­zung des immer heftiger aus­ge­tra­ge­nen Rich­tungsstre­its blieb weitest­ge­hend aus. Ob gezielte oder unbe­wusste Zer­set­zung, die Wirkung ist die Selbe. Die Möglichkeit der geziel­ten Zer­set­zungsstrate­gie sollte jedoch nicht uner­wäh­nt bleiben. Unter­wan­derun­gen ver­schieden­er Art gehören mit zum hier beschriebe­nen nor­malen Wahnsinn. Diese Dynamik wurde von weit­eren einzel­nen Akteuren für deren eigene Inter­essen genutzt.

2. Das leg­endär verkopfte und arro­gante Ver­hal­ten einiger intellek­tueller Linken. Die Unfähigkeit für und mit den Men­schen zu han­deln und diese mit ihren Kom­pe­ten­zen zu unter­stützen. Stattdessen wird von oben herab dik­tiert, was man zu denken, wün­schen und zu sagen oder zu sein hat. Eine aus­geprägte Intol­er­anz gegenüber nicht akademis­ch­er Geis­ter. Ein Rück­zug in intellek­tuell-elitäre Zirkel, in die man nur rein kommt, wenn man sich als Linkesten und Schlauesten bewiesen hat. Eine verkappt aus­geprägte Abscheu gegenüber der ein­facheren Bevölkerung, für die man eigentlich sein schlaues, studiertes Köpfchen benutzen wollte.

3. Ver­schiedene (poli­tis­che und andere) Inter­es­sen­grup­pen und ihre Ten­denz, die eige­nen Belange und Vorstel­lun­gen gegenüber Anderen durch­set­zen zu wollen.

4. Der ”Bauer” ist in den Augen eines autoritär-narzis­stis­chen Akteurs (vom Ini­tia­tor als beliebig und/oder rechts dif­famiert) max­i­mal eine strate­gis­che Schachfig­ur, die man auf die Straße schick­en und nach Belieben für die eige­nen Inter­essen ein­set­zen kann. Begehrt der Bauer auf, erhebt seine Mist­ga­bel, spielt er das Spiel nicht mit, meinen Diese, die Fig­uren ein­fach auswech­seln bzw. ent­fer­nen zu kön­nen, ohne dass sich daraus irgendwelche Kon­se­quen­zen ergeben. Dies ist genau so geschehen, diesen Fehler hat­te unser Ini­tia­tor gle­ich 2x inner­halb weniger Monate wieder­holt, er war nicht dazu befähigt aus dem ersten Fehler zu ler­nen. Hätte er von seinem Vorhaben ablassen kön­nen, hätte er doch den Mut dazu gehabt Macht und Kon­trolle loszu­lassen. Es hätte anders gehen können.

 

Was war im Som­mer 2021 passiert?

Ver­mis­cht mit den Punk­ten 1., 2., 3. und 4. wurde mit ein­er wilden Ver­schwörungserzäh­lung behauptet, ”Rechte” inner­halb der FL hät­ten einen Putsch geplant und durchge­führt. Daraufhin wur­den mehrere ihm unlieb­same GenossIn­nen von ihm im Allein­gang ent­fer­nt. Der Voll­ständigkeit hal­ber: Die Betrof­fe­nen weisen die Anschuldigun­gen, für die es kein­er­lei Beweise gibt, voll­ständig zurück!

Was schon beim ersten Mal zu mas­siv­en Störun­gen und Auf­begehren einiger Mit­glieder führte, wirk­te beim zweit­en Mal umso ver­heeren­der: Die Spal­tung in FL ein­er­seits und dem Ini­tia­tor + weit­er­er Akteure und Mit­glieder ander­er­seits (FLZ) war in vollem Gange. Die Mehrheit der FL hat­te sich in Kon­se­quenz dessen nun in eige­nen tech­nol­o­gis­chen Struk­turen neu zusam­men gefunden.

Die FL ste­ht nach wie vor zum Grün­dungsaufruf, der am 1.1.2021 auf unser­er Webpräsenz veröf­fentlicht wurde. Dazu gehört auch der Punkt, dass wir dieses Spiel, alles und Jeden willkür­lich und über­spitzt als Rechts zu deklar­i­eren, nicht mehr dulden. Zu erwäh­nen sei, dass dieser Grund nach Ansicht der Mehrheit der Mit­glieder der FL nur vorgeschoben wurde, um dem eige­nen Bestreben nach Macht und Kon­trolle zu dienen. Denn es traf mit Vor­liebe Men­schen, die sich dafür ein­set­zten, die Struk­tur von Top-Down (autoritär von oben) zu Bot­tom-Up (Selb­stor­gan­i­sa­tion von unten) in die Wege zu leit­en. Dazu gehörte auch, die tech­nol­o­gis­che Macht eines Einzel­nen (des Ini­tia­tors) zu brechen. Dies wurde nie heim­lich ver­fol­gt, son­dern in ein­er selb­stor­gan­isierten, öffentlichen Mehrheit­sentschei­dung durch die aktiv­en Mit­glieder beschlossen. Von einem Putsch kann also keine Rede sein, der irgend­wo im stillen Käm­mer­lein geplant und umge­set­zt wor­den wäre.

Es ist offen­sichtlich, dass hier egozen­trische Ziele vor­la­gen, zu dessen Erre­ichen der Ini­tia­tor auch nicht davor zurück schreck­te, alle Mit­tel und Wege zu nutzen, um sein Vorhaben umzuset­zen. So wur­den beste­hende Kon­flik­te mas­siv ver­schärft, Inter­essens­grup­pen nach Belieben benutzt (und haben sich benutzen lassen), und eigene Stand­punk­te wur­den nach Belieben gewech­selt. Und bedauer­licher­weise fan­den sich willige Hand­langer, soge­nan­nte Fly­ing Mon­keys, um in seinem Inter­esse zu handeln.

 

Wie ging und geht es weiter?

Fakt ist: Wir sind nach wie vor da und arbeit­en weit­er daran, den widri­gen Umstän­den im Inneren und Außen die Stirn zu bieten. Auch in unter­schiedlichen Gruppen.

Aus den Entwick­lun­gen ergeben sich aber für uns selb­st und bei der Lösung poli­tis­ch­er und gesellschaftlich­er Prob­leme fol­gende Auf­gaben, welche real­is­tis­cher­weise ver­mut­lich nicht voll­ständig gelöst wer­den kön­nen (die Liste ist nicht komplett):

1. Wie kann es gelin­gen, unter­schiedliche (linke) Strö­mungen trotz Dif­feren­zen zu einem demokratis­chen und kon­struk­tiv­en Diskurs für Alle zu vere­inen und Dif­feren­zde­bat­ten so zu gestal­ten, dass es einen Mehrw­ert hat und förder­liche Prozesse angestoßen wer­den? Welch­es Rüstzeug braucht eine Bewe­gung, um Kon­flik­te, die Inter­essen von Grup­pen und einzel­ner, dom­i­nan­ter Akteure so zu hand­haben, dass ein größer­er Schaden der gesamten Bewe­gung ver­hin­dert wer­den kann?

2. Wie kann eine Bewe­gung ein­seit­ige Machtver­hält­nisse und deren Miss­brauch eingrenzen?

3. Wie gelingt es, das Gemein­same in den Vorder­grund zu rück­en, und die ver­schiede­nen Kom­pe­ten­zen und Blick­winkel kon­struk­tiv zu nutzen, statt sie gegeneinan­der zu verwenden?

4. Wem nutzt das, wenn wir uns nicht zusam­men raufen kön­nen und uns ergänzen, trotz oder mit unseren unter­schiedlichen Sichtweisen und Vorstel­lun­gen der Ideale?

5. Was braucht eine poli­tis­che Bewe­gung, um gegen gezielte Spal­tungs- und Zer­set­zungsin­ter­essen gewapp­net zu sein?

6. Wie umge­hen mit grup­pen­schädi­gen­dem Ver­hal­ten einzel­ner Akteure und den dahin­ter­ste­hen­den Interessen?

7. Da jegliche vorhan­dene Struk­turen, die die Organ­i­sa­tion von Wider­stand­skul­tur in der Ver­gan­gen­heit maßge­blich über­nom­men hat­ten, mit­tler­weile voll­ständig in Staats- und Konz­ern­in­ter­essens­grup­pen einge­hegt wur­den, müssen wir (wieder) ler­nen, uns selb­st zu organ­isieren. Wie kann eine starke Bewe­gung von unten wach­sen und gedei­hen, sich den Widrigkeit­en wider­set­zen und sich behaupten? Was braucht es dafür?

Und abschließend: Was bedeutet das für die Entwick­lung im Gesamt­ge­sellschaftlichen und Poli­tis­chen, was in unserem Mikrokos­mos geschehen ist? Was müssen wir als Men­schen ler­nen und ver­ste­hen, um hier eine Umkehr anstreben zu können?

Zur voll­ständi­gen Analyse und Beant­wor­tung all dieser Fra­gen soll dieser Text nicht gedacht sein, son­dern der Ver­such ein­er Erk­lärung aus unser­er Sicht, wieso es zu der Spal­tung zwis­chen FL und FLZ kam. Den­noch beste­ht die absolute Notwendigkeit, sich über die tiefer­liegen­den Ursachen und Gründe einge­hend Gedanken zu machen, zu analysieren und daraus zu ler­nen. Wir hof­fen, dass dies auf allen Seit­en möglich ist.

Das Ziel, eine neue (alte) linke Gegen­stimme gegen gle­ich mehrere Strö­mungen wieder zu etablieren ist ein großes Vorhaben. Nie­mand sagte, dass es ein­fach wer­den wird. Nur gemein­sam kön­nen wir das schaf­fen, was wir uns vorgenom­men haben. Es liegt noch viel Arbeit vor uns.

 

Pack­en wir es an, wir sehen uns auf der Straße!

2 Kommentare

  1. Kiallitas

    Ich möchte noch ergänzen:
    Im Übri­gen gab es eine gemein­sam aufer­legte Regel. Die galt schon für den Freien Chat, und sog­ar für Rechte und Trolle. Die Regel lautete: 

    Kein Admin ist befugt im Allein­gang irgendwen zu ent­fer­nen. Prob­lema­tis­che Mit­glieder wer­den stumm geschal­tet, Inhalte ggf gelöscht – abschliessend wird im Admin­chat über das weit­ere Vorge­hen beraten. 

    Es wur­den aber im Allein­gang nicht nur FL Mit­glieder aus dem Freien Chat her­aus block­iert, son­dern sog­ar Admin­rechte ent­zo­gen und kom­plett aus der FL entfernt.

    In Bezug auf ein spezielles Mit­glied hat­ten wir uns sog­ar mal darauf geeinigt, Auss­chlußver­fahren mit vorheri­gen Ver­war­nun­gen durchzuführen. 

    Auch ein Ini­tia­tor hat sich an Absprachen zu hal­ten, wie auch alle Anderen mit tech­nol­o­gis­ch­er Macht.

  2. fdik

    Zer­set­zung ist klas­sis­che Geheim­di­en­st­strate­gie. Ein­schlägig ist dieses Werk:

    https://www.stasi-mediathek.de/medien/richtlinie-176-zur-bearbeitung-operativer-vorgaenge/blatt/307/

    Die Beschrei­bung liest sich genau so, als ob Per­so­n­en geheim­di­en­st­ge­führt inner­halb der FL agieren.

    Das ste­ht auch zu erwarten. Seit 9/11 wur­den die Geheim­di­en­ste um Tausende Mitar­beit­er aufge­stockt. Man kön­nte sich fra­gen, was diese Mitar­beit­er eigentlich den ganzen Tag machen.

    Ein Hin­weis: aller Erfahrung nach weiss nicht jede geführte Per­son, dass sie für den Geheim­di­enst arbeit­et. Es gibt sowohl Mitar­beit­er, die haup­tamtlich oder neben­beru­flich bezahlt wer­den (let­ztere inof­fiziellen Mitar­beit­er nen­nt man in aktuellen Geheim­di­en­sten V‑Leute). Aber es gibt auch Per­so­n­en, die geführt wer­den, indem sie ein­er Per­son ver­trauen, die auf der Lohn­liste der jew­eili­gen Behörde ste­ht, und deren Manip­u­la­tion sie erliegen.

    Der zur Manip­u­la­tion der Freien Linken zuständi­ge Geheim­di­enst ist der immer noch soge­nan­nte “Ver­fas­sungss­chutz”. Bun­de­samt für Ver­fas­sungss­chutz und die Lan­desämter arbeit­en zusammen.

    Man kann geführte Per­so­n­en erken­nen, da ihr Han­deln und ihr Sprechen ständig nicht übere­in­stimmt. Sie machen etwas anderes als das, was sie selb­st kurz vorher mit Überzeu­gung gesagt haben. Das unter­schei­det sie von Lügn­ern. Die Dif­ferenz kommt daher, dass ein zweit­er Wille sie bee­in­flusst. Men­schen reagieren auf solche Manip­u­la­tion in aller Regel mit Recht­fer­ti­gungs­geschicht­en, weshalb ihr Han­deln trotz­dem der vorher erk­lärten Absicht entspricht. Entsprechend geht es, Recht­fer­ti­gungs­geschicht­en zu erken­nen bei solchen Per­so­n­en. Passiert das kon­se­quent, so checkt man das Umfeld der Per­son. In aller Regel ist der Kon­takt zur Manip­u­la­tion direkt und regelmäs­sig. Es muss ja auch prag­ma­tisch funktionieren.

    Eine War­nung: wenn man gewohnt ist, mit solchen The­men umzuge­hen, so bekommt man eine abwartende Sicht auf Mit­men­schen. Es ist sehr wichtig, trotz­dem nicht zu ver­ler­nen Ver­trauen zu schenken. Auch gilt ethisch abzuwä­gen, ob ein Back­ground-Check ein­er Per­son über­haupt zu recht­fer­ti­gen ist. Das ist mein­er Ansicht nach nur dann der Fall, wenn ein wesentlich­er Schaden entste­ht. Son­st sollte man auch bei drin­gen­dem Ver­dacht auf die Ver­let­zung der Pri­vat­sphäre ein­er Per­son verzichten.

    Bitte denkt daran, dass wir alle Men­schen sind und Fehler machen. Vom Geheim­di­enst geführt zu wer­den, passiert für viele unbe­wusst und ohne dass sie das wollten.

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