Das Heucheln unterm Regenbogen

von Sandra G.

Derzeit kom­men wir nicht umhin, allerorts mit Regen­bo­gen­pro­filen und Ban­nern kon­fron­tiert zu wer­den, weil das Münch­n­er Sta­dion beim EM-Spiel Deutsch­land gegen Ungarn am 23.06.2021 nicht in Regen­bo­gen-Far­ben „als Zeichen für Tol­er­anz und Gle­ich­stel­lung“ beleuchtet wurde. Die UEFA lehnte einen entsprechen­den Antrag ab. Es erfol­gte eine alles dominierende „Regen­bo­gen-Welle“ über Presse, Fernsehsender und Promi­nente bis hin zu Natur- und Tier­schutzvere­inen, Unternehmen, Banken usw. die medi­en­gerecht „Stel­lung bezo­gen“.  Selb­stver­ständlich fol­gte brav auch der deutsche Durch­schnitts­bürg­er, der sich bere­its vor einiger Zeit massenkon­form „Wirsind­mehr“, #Black­lives­mat­ter, #Ichapp­mit ins Pro­fil set­zte, um auch wirk­lich jedem gegenüber deut­lich zu machen, dass er – wie die (ver­meintliche) Mehrheit im Lande – für „Tol­er­anz und Gle­ich­heit“ stände. Es geht, so hat es zumin­d­est den Anschein, nicht mehr primär um das The­ma, son­dern die Aktion ist zum Selb­stzweck geworden.

Das Ganze gipfelte jüngst in einem mehr als pein­lichen Bild des Min­is­ter­präsi­den­ten Bay­erns und Parteivor­sitzen­den der CSU: Markus Söder, der mit Regen­bo­gen­mund­schutz und den Worten „Klares Beken­nt­nis gegen Aus­gren­zung und für Frei­heit und Tol­er­anz“ posierte. Auch an der Staatskan­zlei wurde eine Regen­bo­gen­fahne gehisst.

Ein Hohn son­der­gle­ichen. Blendet man ein­mal aus, dass, bis heute, vehe­ment von poli­tisch Ver­ant­wortlichen des Schlages Markus Söder in intol­er­an­ter Art und Weise dazu aufgerufen wurde, Regierungs- und Coro­na-Maß­nah­menkri­tik­er auszu­gren­zen und nicht wenige Men­schen für das Ein­ste­hen der Frei­heit eines jeden Einzel­nen Repres­salien aus­ge­set­zt sind und waren, sollte man nicht vergessen, dass es eben die Union war, deren Bun­destagsab­ge­ord­nete mehrheitlich gegen die Ehe für alle stimmten.

Über Jahre hin­weg trug die EVP-Frak­tion („Europäis­che Volksparteien“ – Selb­st­beze­ich­nung: „Mitte-Rechts-Frak­tion“; Frak­tionsvor­sitzen­der Man­fred Weber, CSU) die kon­ser­v­a­tive Poli­tik der Fidesz-Partei und Vic­tor Orbans mit. Unvergessen wie man dort lange Zeit bemüht war, sein­er „Schwest­er­partei“ Unter­stützung zuzu­sich­ern. Für die Sozialdemokrat­en (S&D) im EU-Par­la­ment kein Grund, die „Große Koali­tion“ der EVP und der S&D aufzukündi­gen. Es reichte für die Funk­tion­sträger der deutschen Sozialdemokrat­en nur dafür, die Arbeit­erk­lasse – oder laut Sig­mar Gabriels Worten „das Pack“ – auf der Straße bei regierungskri­tis­chen Demon­stra­tio­nen zu beschimpfen und zu bekämpfen. Für die poli­tis­che Macht machen die Sozen ein­fach alles, wie seit über 100 Jahren bekannt.

Die Stim­men der Ungarn bracht­en schlussendlich Ursu­la Berat­er­af­färe von der Leyen 2019 an die Spitze der EU-Kom­mis­sion. In den Stun­den nach der Wahl wurde klar: Ohne die 13 Ungarn der Fidesz-Partei von Pre­mier­min­is­ter Vik­tor Orban hätte es die deutsche Wun­schkan­di­datin der CDU nicht geschafft. Ungar­ns Pre­mier Orbán verkün­dete im Anschluss, er sei es gewe­sen, der den Namen von der Leyens als EVP-Kan­di­datin als erster ins Spiel gebracht habe.

Vik­tor Orban brach mit sein­er Fidesz-Partei im März 2021 mit der Europäis­chen Volkspartei. Anfang des Monats hat­ten die Fidesz-Abge­ord­neten bere­its die EVP-Frak­tion im Europa­parla­ment ver­lassen. Man kann davon aus­ge­hen, dass Orban mit dem aktuellen „Regen­bo­gen-Schaus­piel“ in Deutsch­land im Nach­hinein ein Schlag erteilt wer­den sollte, fie­len doch nach Aus­tritt  der Fidesz aus der EVP nicht uner­he­bliche Gelder für die Frak­tion aus. Als solchen dürfte er es wohl auch emp­fun­den haben, denn er sagte seine vor­angekündigte Reise zum Län­der­spiel Ungarn – Deutsch­land in München kurzfristig ab.

Möglicher­weise liegen in dem Schaus­piel, welch­es uns derzeit so „bunt“ darge­boten wird, auch andere/weitere Hin­ter­gründe. Dass CDU/CSU und Grüne in Deutsch­land nach der Bun­destagswahl 2021 auf eine gemein­same Koali­tion abzie­len wurde aufmerk­samen Beobachtern seit mehr als 2,5 Jahren deutlich.

Die Grü­nen – vor langer Zeit unter Petra Kel­ly noch Frieden­skämpfer und Naturschützer – sind zu elitären und kriegs­geilen Transat­lantik­ern (ganz im Sinne der dem Impe­ri­al­is­mus dienen­den Union) mutiert, bei denen inzwis­chen regel­recht eine „Bevölkerungsver­ach­tung“ für den deutschen Arbeit­er festzustellen ist, den es zu bevor­munden, im schlimm­sten Fall zu bekämpfen, gilt. Sie beze­ich­nen (deutschen) Patri­o­tismus hys­ter­isch als Nation­al­is­mus oder „rechts“ und lehnen, wie immer öfter deut­lich wird, die Deutsch­land­flagge ab.

Dass die schei­dende Kan­z­lerin der Union, Angela Merkel, dies eben­falls tut, ist all­ge­mein­hin bekan­nt.  Die Grü­nen streuen – obwohl Vater­land­sliebe seit jeher zu allen Län­dern und Kul­turen gehört – den uner­müdlichen Ver­dacht, dass Patri­o­tismus – der eben NICHT reak­tionär sein muss (wie auch Ernst „Ted­dy“ Thäl­mann dere­inst bewies) – einzig diskri­m­inierende und ras­sis­tis­che Vorurteile recht­fer­ti­gen soll oder die Vorstufe gefährlich­er Nation­al­is­men sei. Aus ihrer Ablehnung der Deutsch­land­flagge gegenüber ergibt sich, dass man sich dort gerne mit anderen Fah­nen und Flaggen „schmückt“.

Im Sinne ein­er kom­menden gemein­samen Koali­tion mit der Union passen Regen­bo­gen­flaggen zur Bee­in­flus­sung des Wahlver­hal­tens zusät­zlich ins Bild, aber auch zur Umset­zung der Agen­da 2030. Die auf­fäl­lige Ansteck­nadel des World Eco­nom­ic Forums (WEF) ist ein Kreis, der in mehreren Far­ben unterteilt ist. Die Far­ben sym­bol­isieren die ver­schiede­nen Bere­iche der Agen­da, die viele ein­flussre­iche Per­sön­lichkeit­en unter­stützen; sie repräsen­tieren die 17 Ziele und 169 Vor­gaben, die die Staats- und Regierungschefs der Welt bis 2030 erre­ichen wollen, um einen „ökol­o­gisierten Neolib­er­al­is­mus“ umzuset­zen – zur Fes­ti­gung der eige­nen Macht.

Während der Otto-Nor­mal­bürg­er derzeit also durch eine heuch­lerische „Tol­er­anz-Debat­te“ mit Regen­bo­gen­flaggen beschäftigt ist, gehen die aktuellen Grun­drecht­sein­schränkun­gen durch die deutsche Bun­desregierung, die ALLE Men­schen im Lande betr­e­f­fen, die Ver­hand­lun­gen mit Großkap­i­tal­is­ten und Finanzeliten und der Umset­zung der Agen­da 2030 und des Great Reset weit­er. Brot und Spiele ver­fehlen ihre Wirkung auch weit­er­hin nicht.

Zu erwäh­nen ist zudem, wie viele selb­ster­nan­nte „Linke“ in ihrer Freude über die Poli­tisierung der Regen­bo­gen­flagge durch den deutschen Fußball derzeit aus­blenden, dass Manuel Neuer, stolz­er Träger der Regen­bo­ge­n­arm­binde, bei Kon­feren­zen vor einem Spon­sor der EM 2021 sitzt: Qatar Air­ways. Qatar Air­ways, die staatliche Fluglin­ie Katars, fliegt die National­mannschaften und ihre Ver­ant­wortlichen zu den EM-Spie­len. Laut Amnesty Inter­na­tion­al wer­den in Katar Frauen diskri­m­iniert, indem sie Entschei­dun­gen nicht ohne Erlaub­nis ihrer männlichen Vor­münde tre­f­fen dür­fen. Homo­sex­u­al­ität wird immer noch krim­i­nal­isiert und hart bestraft.

Des Weit­eren sind 2,3 Mil­lio­nen Arbeitsmi­granten in Katar ein­er Rei­he von Men­schen­rechtsver­let­zun­gen aus­ge­set­zt. Der Amnesty-Bericht „The Ugly Side of the Beau­ti­ful Game – Exploita­tion on a Qatar 2022 World Cup site” zeigt, wie die Men­schen­rechte von Arbeitsmi­granten in Katar sys­tem­a­tisch ver­let­zt wer­den, wie die britis­che Zeitung „Guardian“ berichtet, sollen seit der WM-Ver­gabe min­destens 6500 Arbeitsmi­granten ihr Leben ver­loren haben.

Regen­bo­gen­flaggen wer­den bei der Fußball-Welt­meis­ter­schaft 2022 in den Sta­di­en Katars „respek­tiert“, so wurde vor einiger Zeit mit Ver­weis auf eine Aus­sage des Geschäfts­führers Nass­er Al-Khater berichtet. Katar habe verkün­det, dass es sich den Fifa-Reg­u­lar­ien „füge“.

Während also in den Fußball­sta­di­en, an staatlichen Insti­tu­tio­nen, bei Unternehmen, im Fernse­hen und auf Pro­filen, Regen­bo­gen­far­ben aufleucht­en, wer­den also nicht einzig homo­sex­uelle Men­schen in Katar auf SÄMTLICHEN Ebe­nen diskriminiert.

Unsere Gesellschaft darf solche Men­schen­rechtsver­let­zun­gen nicht länger ignori­eren, wenn sie sich selb­st Werte wie „Frei­heit und Tol­er­anz“ auf die Fahne schreibt oder sich massen­tauglich „bunt“ ins Pro­fil packt.

Dass Regen­bo­gen­flaggen allerorts gefordert und „respek­tiert” wer­den sollen, ist also nicht pro­gres­siv, son­dern: HEUCHLERISCH.

17 Kommentare

  1. Tobi

    Hal­lo, das finde ich sehr ent­täuschend. Ich inter­essiere mich für die Freie Linke und disku­tiere auch mit. Aber was soll dieser Artikel denn hier? Das ist Mist! Poli­tis­ch­er Mist! Will die Autorin ern­sthaft behaupten, es solle doch jet­zt bitte jed­er Deutsche seine Nation­alflagge her­aus­holen und stolz damit patri­o­tisch wedeln? Und das wäre dann auch sog­ar noch bess­er als die (heuch­lerische) Regen­bo­gen­fahne? Sor­ry, das ist nation­al­is­tis­ch­er, reak­tionär­er Quatsch.

    • Tobi 2

      Der Regen­bo­gen hat ja auch rein gar nichts mit Poli­tik zu tun, ich vergaß.
      Grüße vom anderen Tobi.

    • Sandra G.

      Ich möchte Dich bit­ten, nicht auch noch hier mit Deinen Belei­di­gun­gen und infa­men Unter­stel­lun­gen fortzufahren. 

      MfG

  2. Tobi

    Zitat aus dem Text: „Sie (die Grü­nen) beze­ich­nen (deutschen) Patri­o­tismus hys­ter­isch als Nation­al­is­mus oder „rechts“ und lehnen, wie immer öfter deut­lich wird, die Deutsch­land­flagge ab.”
    Was soll jet­zt das Prob­lem dieser Posi­tion der Grü­nen sein (angenom­men, diese Aus­sage trifft tat­säch­lich auf die Grü­nen zu)??? Das ist zumin­d­est die Posi­tion von Inter­na­tion­al­istin­nen und Inter­na­tion­al­is­ten!!!! Das Pro­le­tari­at hat kein Vaterland!

  3. Jean-Marie Jacoby

    Mir gefällt der Artikel. Wer nicht für eine gle­iche, sol­i­darische Gesellschafts­form ein­treten will, erge­ht sich in Sym­bol­poli­tik – und das ist der Fall bei den inzwis­chen wohl 365 sex­uellen Min­der­heit­en. Wobei es mir völ­lig egal ist, was Erwach­sene miteinan­der tun, aber DAS GROSSE Gesellschaft­sprob­lem ist das defin­i­tiv nicht.

    Anson­sten habe ich gestern bei ein­er Pressekon­ferenz der Lux­em­burg­er Umwelt­min­is­terin genau das gesagt bekom­men, was hier ste­ht zum WEF-Regen­bo­genkreis. Das ist also keine Inter­pre­ta­tion von außen, son­dern 1 zu 1 das, was die vom Great Reset selb­st dazu sagen.

    • Tobi

      Das Fußball-Spek­takel – ein riesiger Wirtschaft­szweig – wird ja ger­ade in diesem Artikel NICHT grund­sät­zlich kri­tisiert! Was inter­essiert es einen Men­schen bei klarem Ver­stand, welche der Fußball-Mul­ti-Mil­lionäre am Ende das Turnier gewin­nen? Genau, das inter­essiert keinen! Fol­gen­des inter­essiert die Leute: Es ist ein nation­al­is­tis­ch­er Taumel, der bei diesem Spek­takel Form annimmt und Nation­al­is­mus befeuert.

  4. Bernhard Klevenz

    Der Beitrag von San­dra G. ist sehr kritikwürdig.
    1. Nation­alflaggen sind so etwas wie die „Cor­po­rate Iden­ti­ty” der herrschende Klasse.
    Wer mit ein­er schwarzrot­gold­e­nen Fahne herum­läuft, ist nicht unbe­d­ingt ein „Nazi”, aber auf keinen Fall mein Genosse.
    Vor vie­len Jahren haben ein paar Mit­glieder der „Grü­nen Jugend” öffentlich auf die deutsche Fahne gepisst. Diese Aktion fand ich richtig, auch wenn sie natür­lich keineswegs ein­er sozial­rev­o­lu­tionären Ein­stel­lung entsprang. Wenn es nach mir gin­ge, sollte man sämtliche Uri­nale der BRD schwarzrot­gold streichen.
    Ich werde niemals unter den Fah­nen ein­er herrschen­den Klasse herumlaufen.
    2 . „Linken Patri­o­tismus” gibt es nicht. Ein palästi­nen­sis­ch­er Nation­al­ist ist auch nicht weniger reak­tionär als ein deutsch­er; dass ich bei­de den­noch nicht gle­ich bew­erte, liegt ein­fach daran, dass der palästi­nen­sis­che Nation­al­is­mus nicht so viele Ver­brechen began­gen hat wie der deutsche, und es beim besten Willen niemals soweit brin­gen wird.
    3. Ernst Thäl­mann war ein tapfer­er Mann, der von den Nazis umge­bracht wurde. Aber er war nur ein Parteibeamter. Thäl­mann ist für mich keine Leitfigur.

    Das mit der „Ver­ach­tung der Arbeit­erk­lasse” bei den Grü­nen (und Linken), da hat San­dra G. allerd­ings recht. Über die materiellen Ursachen dieser Geis­teskrankheit hat hier vor ein paar Wochen Jan Müller schon mal was geschrieben, was ich sehr richtig fand.

  5. Rainer

    Der Artikel ist voll in Ord­nung, ich möchte aber noch was ergänzen. Worauf es wirk­lich ankommt, ist soziale Gerechtigkeit. Wenn alle Men­schen in ähn­lichen Ver­hält­nis­sen leben, ohne Exis­ten­zangst, mit gesichert­er Arbeit, ver­schwinden auch Neid und Miss­gun­st und alle Ursachen für Ras­sis­mus, Homo­pho­bie usw. Da braucht man keine von den Herrschen­den verord­nete Moral mit heuch­lerischen Symbolen.

    Was wir brauchen, sind Verän­derun­gen „von unten”. Und die Linken haben die Auf­gabe, dies zu organ­isieren. Wer das nicht begreift, wie manche Kom­mentare hier zeigen, ist eben nicht „links”, son­dern Opfer der links-neolib­eralen Gehirnwäsche.

  6. Bernhard Klevenz

    „Das Pro­le­tari­at hat kein Vater­land!” (Ich habe mit Tobi nichts zu tun, aber:) Warum ist ein­er, der sowas sagt, „Opfer der links-neolib­eralen Gehirnwäsche”?

    • Bernhard Klevenz

      Nach­trag:
      Die Ablehnung des Patri­o­tismus durch einige hier ist nicht die Folge ein­er „Gehirn­wäsche”, son­dern die Folge von his­torischem und poli­tis­chem Bewußtsein.

      • Tobi

        Und diese Ablehnung ist the­o­retisch begrün­det. Wichtige Vor­denker dieser the­o­retis­chen Strö­mung heißen beispiel­sweise: Karl Marx und Friedrich Engels.

  7. Tobi

    Alle Deutsch­land-Fah­nen zu Pis­soirs! Gute Idee, ich bin dabei!

    • Bernhard Klevenz

      Nur für alle Fälle:
      Das sollte nicht der Vorschlag eines Kampfmit­tels sein. 🙂
      Ich wollte nur der Ger­ingschätzung der BRD Aus­druck verleihen.

  8. Erkus

    @ Tobi et. al – Nationenfrage

    Es geht um die ide­ol­o­gis­che Umw­er­tung und Instru­men­tal­isierung von Sym­bol­en. Für mich als lib­eralen Anar­chis­ten ist es unerträglich, wenn sich „Linke” hin­ter ein­er Fahne der stal­in­is­tis­chen Bolschewi­ki ver­sam­meln. Du willst also eine impe­ri­al­is­tis­che Dik­tatur des Kap­i­tal umstürzen, indem eine „kom­mu­nis­tis­che” Nomen­klatu­ra dieses Kap­i­tal übern­immt, wie in Chi­na oder unter Lenin? Selb­st­be­trug ist doch auch keine Lösung!

    Bitte, bitte, bitte beschäftigt euch doch mal mit den deutschen Bauernkriegen, Joß Fritz sowie den Mem­minger 12 Artikeln und wie diese die föderale bündis­che Repub­lik geprägt haben (Müntzers Enkel wür­den ihren Heck­ert Hut vor dem neuen Leviathan ziehen). Lei­der wur­den die Far­ben von Einigkeit, Recht und Frei­heit sehr schnell von den „völkischen” ide­ol­o­gisiert – und genau das gilt es wieder ger­ade zu rück­en! Die Kan­z­lerin has­st die Fahne, auf der sie ihren Eid geleis­tet hat, sie will eine EU unter deutsch­er Vorherrschaft – was glaub­st DU wohin das führt??? Diese Kri­tik der Wer­te­u­nion etc. zu über­lassen, ist ein großer Fehler der Linken. Wer auf Föder­al­is­mus, Gemein­wohl und Selb­st­bes­tim­mung pisst, pisst eben­so auf urlinke Ideale!

    Eben­so die Instru­men­tal­isierung der Regen­bo­gen­fahne: An Luthers Hals klebt all ihr Blut! Diese Fahne ste­ht für die Befreiung von der Leibeigen­schaft und dem Herrschaft­sanspruch von „Gottes Gnaden”. Eine prä­fak­tis­che Tech­nokratie enteignet die Men­schen­würde und gesellschaftliche Teil­habe mit einem Wat­testäbchen und ein­er Cov­Pass-App, um einen Neuen Men­schen mit­tels Gen­ther­a­pie zu zücht­en (Stich­wort Per­son­al­isierte Medi­zin aus dem Gen­druck­er als dis­rup­tive Sprungin­no­va­tion der glob­alen Cham­pi­ons). Was Marx/Engels/Lenin zu diesen Tran­shu­man­is­ten gesagt haben, bitte mal unter Empiriokri­tizis­mus und Ant-Düring nachlesen.

    Was lieber Tobi et. al hast du gegen Selb­st­bes­tim­mung, Frei­heit, Recht?

    https://www.wiwo.de/technologie/forschung/impfstoffe-wie-curevac-und-tesla-medikamente-drucken-wollen/26974970.html
    bitte auch Inter­view beachten

    https://www.swr.de/archiv/geschichte-des-suedwestens-100.html
    https://www.ardmediathek.de/video/geschichte-entdeckungen/die-geschichte-des-suedwestens-wie-wir-zu-aufgeklaerten-menschen-wurden/swr-fernsehen/Y3JpZDovL3N3ci5kZS8xNjEzNTMzNg/
    https://www.ardmediathek.de/video/geschichte-entdeckungen/die-geschichte-des-suedwestens-wie-wir-um-den-rechten-glauben-kaempften/swr-fernsehen/Y3JpZDovL3N3ci5kZS8xNjEzNTM1Ng/
    https://www.ardmediathek.de/video/geschichte-entdeckungen/die-geschichte-des-suedwestens-wie-wir-fuer-unsere-freiheit-stritten/swr-fernsehen/Y3JpZDovL3N3ci5kZS8xNjEzNTgzOA/

    https://de.wikipedia.org/wiki/Empiriokritizismus
    https://de.wikipedia.org/wiki/Materialismus_und_Empiriokritizismus
    https://de.wikipedia.org/wiki/Herrn_Eugen_Dührings_Umwälzung_der_Wissenschaft

    • Tobi

      „Die poli­tis­che Gewalt im eigentlichen Sinne ist die organ­isierte Gewalt ein­er Klasse zur Unter­drück­ung ein­er anderen.“
      ―Karl Marx
      Diese poli­tis­che Gewalt ist aktuell vor­rangig der bürg­er­liche Nation­al­staat. Supra-nationale Ein­heit­en nehmen an Bedeu­tung zu, erset­zen aber den Nation­al­staat nicht. Wer die deutsche Flagge wedelt, zeigt sym­bol­isch seine Ver­bun­den­heit mit der organ­isierten Gewalt, dem Staat. Und auch, dass er oder sie kein Ver­ständ­nis von der Funk­tion­sweise des deutschen Impe­ri­al­is­mus hat. Son­dern vielle­icht sog­ar noch der Ide­olo­gie des „Men­schen­rechts-Impe­ri­al­is­mus” auf den Leim geht.

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