Propaganda und das Coronaimperium

Diese Artikel erschien zuerst bei Rubikon.

Wie Sprache als Instrument der gegenwärtigen Unterdrückung missbraucht wird.

von Marco P. Schott
Das Konglomerat

Die Regierun­gen der Welt schwim­men, von ihren Leitme­di­en und Pro­pa­gan­da-Appa­rat­en flankiert, im Kiel­wass­er ein­er offen­sichtlich größen­wahnsin­nig gewor­de­nen RKI & WHO AG, von Klaus Schwabs Davos-Clan (1), finanzs­tark­er Phar­makonz­erne (2) und der üblichen Verdächti­gen, der GAFAM (Google, Ama­zon, Face­book, Apple, Microsoft) (3).

Wer sich einen sehr lehrre­ichen, in chro­nol­o­gis­che Rei­hen­folge gebracht­en Überblick dieses glob­alen Schachzuges ver­schaf­fen möchte, dem empfehle ich Paul Schrey­ers Vor­trag: „Pan­demie-Plan­spiele – Vor­bere­itung ein­er neuen Ära?“ (4).

Jeden­falls erre­ichte das ambi­tion­ierte Kon­glom­er­at, in einem so noch nicht da gewe­se­nen Kraftakt und in nur weni­gen Monat­en, mit Verord­nun­gen und einem ver­stören­den Regel­w­erk aus unsin­ni­gen Vorschriften unser Dasein auf die Exis­tenz eines Käfighuhns herunterzubrechen.

Wom­it kurz­er­hand das Grun­drecht auf freie Ent­fal­tung und das Recht auf Arbeit aus unserem Leben gestrichen wurde. Zu dieser schmerzhaften Fußfes­sel gesellt sich zusät­zlich noch ein bedrück­ender Gedanken­maulko­rb. Denn mit der pro­pa­gan­dis­tisch insze­nierten Ein­führung des Coro­naleugn­ers, des Masken­ver­weiger­ers und Impfkri­tik­ers, kurz des Ver­schwörungs­the­o­retik­ers, wurde dem Grun­drecht der freien Mei­n­ungsäußerung die Grund­lage ent­zo­gen: das Äußern ein­er Mei­n­ung. Wobei beteuert wird, dies habe alles nichts miteinan­der zu tun und der­lei Behaup­tun­gen seien nur die gestörten Fan­tastereien einiger Ver­schwörungs­the­o­retik­er (5).

Das Kon­troll­sys­tem

Die Mach­er des Kon­troll­sys­tems unser­er schö­nen neuen Welt geben sich kom­pro­miss­los jed­wed­er Kri­tik gegenüber. Gle­ichgültig wie vernün­ftig die Geg­n­er ihre Argu­mente vor­brin­gen, sie stoßen auf immer dieselbe Igno­ranz. Nicht nur, dass jed­er, der sich ihrer dog­ma­tis­chen Walze gegenüber­stellt, die Faust der Pro­pa­gan­da zu spüren bekommt, nein, in nicht allzu fern­er Zukun­ft wird man wahrschein­lich damit rech­nen müssen, sich in ein­er geschlosse­nen Anstalt wiederzufind­en, falls man sich nicht unterord­net (6).

Wie kon­nte ein so gnaden­los­es Kon­trol­lkon­strukt in dieser kurzen Zeit errichtet und durchge­set­zt wer­den? Sich­er nicht mit der wohlwol­len­den Ein­sicht koop­er­a­tiv­er Bürg­er. Aber halt auch nicht mit vorge­hal­tenem Kara­bin­er oder Hin­rich­tun­gen auf Marktplätzen.

Todess­chwadro­nen waren dafür nicht von­nöten. Nichts­destotrotz haben wir, was wir haben: eine staatlich verord­nete, medi­al lancierte Gesundheitsdiktatur!

Eine glob­ale Dik­tatur, die erst ihre Bevölkerung einsper­rt, um sie anschließend mit einem großzügi­gen Imp­fange­bot und mit Massenselb­sttestorgien zu erpressen.

Stellt sich die Frage, wie so etwas über­haupt möglich wer­den konnte.

Die Antwort liegt auf der Hand, so etwas geht nur mit Gewalt!

Doch selb­st wenn einem bei diesem Wort zuerst eine Faust in den Sinn kommt, die sich unbarmherzig mit nicht uner­he­blichen Schmerzen in ein Gesicht rammt, haben wir es in unserem Fall mit ein­er anderen Form der Gewalt zu tun. Kein­er Faust, aber dafür nicht weniger schmerzhaft.

Mit welch­er Form von Gewalt haben wir es zu tun? Sich­er und bes­timmt nicht mit ein­er, die vom Volke aus­ge­ht. Vielmehr mit ein­er, die direkt unsere Psy­che adressiert und von dort aus die gesamte Physis umk­lam­mert (7).

Gewalt mit und durch Sprache

All­ge­mein wird Gewalt definiert als:

  1. die Macht, die Befug­nis, über jeman­den zu herrschen – die staatliche, richter­liche, elter­liche, priester­liche, göt­tliche Gewalt,
  2. unrecht­mäßiges Vorge­hen, wodurch jemand zu etwas gezwun­gen wird.

Lei­der beschreiben bei­de Def­i­n­i­tio­nen nur das Wort, erk­lären aber nicht, wie nun genau die men­schliche Psy­che so unter Druck geset­zt wer­den kann, dass die Men­schen alles mit sich machen lassen.

Unter­suchen wir dafür, wie unser­er Sprache gegen­wär­tig ver­wen­det wird. Denn was bee­in­flusst die Psy­che direk­ter, unmit­tel­bar­er als das, was wir lesen, hören und sehen – kurz: die Sprache? Zur Erin­nerung: Wer ken­nt nicht das komis­che Gefühl, wenn man als Kind von der Oma gesagt bekam: „Du siehst aber blass aus!“

In George Orwells Roman „1984“ heißt die Staatssprache von Ozeanien Neusprech. Neusprech ist das Ergeb­nis von Mini­wahr, dem Min­is­teri­um für Wahrheit. Mini­wahr ist uner­müdlich damit beschäftigt, Neusprech für seine Pro­pa­gan­dazwecke zu opti­mieren. Dafür wer­den beste­hende Begriffe mod­i­fiziert und neue Begriffe eingeführt.

Es geht um Wortschöp­fun­gen und Kürzun­gen. Es geht darum, kom­plexe Zusam­men­hänge auf ein Wort zu reduzieren. Am Ende kommt eine Sprache her­aus, welche die Gedanken und das Ver­hal­ten der Bevölkerung in der Spur hält. Unter anderem durch und mit ein­er extremen Vere­in­fachung der Sprache, so ver­lieren die Bürg­er Ozeaniens mit der Zeit ihre Intel­li­genz und somit auch ihr selb­st­ständi­ges Denken. Neusprech ist der ver­längerte Arm von Ozeaniens Gedanken­polizei. Neusprech lässt den Sprechen­den sein Denken ver­ler­nen (8).

Zwar lauert im Hin­ter­grund immer auch noch eine Faust, aber die ver­liert ihre Bedeu­tung, weil die effek­ti­vere, die eigentliche Faust die Sprache wurde. Ein Hebel, der direkt an der Psy­che anset­zt. Dieser Hebel, die eigens dafür konzip­ierte Sprache, heftet ihre Worte und Begriffe wie Par­a­siten an die Psy­che. Und so lenken dann diese Sprach­par­a­siten die Men­schen durchs Leben.

So kommt es, dass Wort­in­fizierte eben das denken, sagen und tun, was der Pro­pa­gan­daap­pa­rat und die Machtin­sti­tu­tio­nen wollen, dass sie denken, sagen und tun. So wird Selb­stzen­sur ins Denken imple­men­tiert und über­haupt möglich. Soviel zum Roman, was aber hat Orwells Dystopie mit unser­er schö­nen neuen Welt zu tun?

Offen­sichtlich die Rolle der Sprache! Man kön­nte sog­ar auf die Idee kom­men, die großen Mach­er unseres Spiels haben Orwells Roman als Lehrbuch zur Hand genommen.

Wer weiß, vielle­icht tat­en sie es (9)!

Die große Schwester

Als Beispiele möchte ich Angela Merkels bizarre Botschaft an die Nation anführen. Am 23. Mai 2020 trat Angela Merkel mit der für sie typ­is­chen Miene vor die Kam­era und verkün­dete ihrem Volk: „Dieses Virus ist eine Zumu­tung für unsere Demokratie!“ (10)

So erk­lärte sie in nur einem Satz ein Virus offiziell zum Staats­feind Num­mer eins,  Coro­na wurde zu einem Emmanuel Gold­stein. Wie wir wis­sen, funk­tion­iert Pro­pa­gan­da am ehesten mit einem klar definierten Feind. Bess­er gesagt mit einem klar definierten Feind­bild. In Orwells Roman ist sein Name Emmanuel Gold­stein. Und wie Gold­stein ist auch Coro­na nicht wirk­lich fass­bar, mehr unsicht­bar als greif­bar. Eben mehr ein Bild als etwas Tat­säch­lich­es. Aber dafür sehr gefährlich und der einzige Grund für all den Not­stand. Und wie Gold­stein hat auch Coro­na eine Zivilge­sellschaft infil­tri­ert und so die Recht­fer­ti­gung dafür geliefert, warum man in dem Käfig ein­er Dik­tatur, in unserem Fall eine Gesund­heits­dik­tatur, sitzen muss, aus dem wir, wenn über­haupt, nur noch über eine Imp­fung hin­aus­ge­lan­gen (11).

Nicht die aufgezwun­genen Verord­nun­gen der Regierung haben uns über Nacht die Grun­drechte ger­aubt und unsere Frei­heit­en wie ein Stück Wür­felzuck­er im Tee aufgelöst, nein, es war das Virus! Und zur Durch­set­zung dieser Wah­n­vorstel­lung benötigt es noch nicht ein­mal den Lauf ein­er Beretta in unserem Mund. Das Einzige, was dafür von­nöten war, ist die hohe Schule der Pro­pa­gan­da zusam­men mit all den PR-Agen­turen und ein­er höri­gen Polizei. Wobei nun über allem eine Art Gedanken­polizei lauert und die Gesellschaft mit Lügen und Wortschöp­fun­gen infil­tri­ert. Ins­beson­dere wenn es darum geht, die Oppo­si­tion mund­tot zu machen.

Unwis­senheit ist neben­bei gesagt der beste Nährbo­den, um die gifti­gen Früchte ein­er Pro­pa­gan­da zu ern­ten. Daher beste­hen die Mach­er der schö­nen neuen Welt mit ihren eifrigen Fak­ten-Check­ern auch so hys­ter­isch darauf, dass wir auss­chließlich Neusprech zu lesen und zu hören bekom­men. Denn die wollen nicht, dass wir wis­sen, dass wir ver­ste­hen und entsprechend handeln.

Es bleibt erstaunlich, dass dieses Gefäng­nis wed­er Stachel­draht noch kalte Beton­wände benötigt. Offen­sichtlich genü­gen Begriffe, Konzepte und hässliche Bilder. Begriffe und Konzepte, die aus der Hex­enküche eines Edward Bernays entstam­men kön­nten. So schul­meis­ter­liche Begriffe wie: Abstand­sregel, Spuckschutz, Imp­fange­bot und Super­spread­er (12).

Eine Faust schlägt zu, sowohl zeitlich als auch räum­lich begren­zt. Kon­stru­ierte Sprach­bausteine hinge­gen wie 7‑Tage-Inzi­denz, AHA-Regeln, Social Dis­tanc­ing, Impf­s­trate­gie, Infek­tions­ket­ten, Imp­fange­bot, Lock­down, Ver­weil­ver­bot, Aus­gangssper­ren und Mund-Nasen-Bedeck­ung umgeben uns nun die ganze Zeit mit ein­er Selb­stver­ständlichkeit, dass man meinen kön­nte, es war nie anders. So wird Nor­mal­ität geschaf­fen. Wenn für einen Ver­gle­ich das Wort Matrix her­hal­ten kann, dann sich­er für das, was ger­ade geschieht.

Denn würde jet­zt jemand in einem öffentlichen Raum von seinem Grun­drecht der freien Ent­fal­tung sein­er Per­sön­lichkeit Gebrauch machen, so kön­nte er schnell von ein­er gle­ichgeschal­teten Umge­bung eines Besseren belehrt wer­den, würde als Masken­ver­weiger­er, Coro­naleugn­er, Ver­schwörungs­the­o­retik­er iden­ti­fiziert und entsprechend in seine Schranken ver­wiesen wer­den. Auf diese Weise sichert sich der selb­ster­nan­nte Mach­tap­pa­rat die Kon­trolle. Das selb­ster­nan­nte Neusprech-Pro­pa­gan­da-Min­is­teri­um hält die Leute auf und in der Spur. Sie gehorchen!

Begriffe bes­tim­men das Denken und Han­deln mehr, als man möchte, und kön­nen so ein ziem­lich para­dox­es Raum-Zeit-Kon­tin­u­um erzeu­gen. Plöt­zlich ste­hen wir vor einem Imp­fange­bot, das uns keine Wahl lässt. Wohl gemerkt, es war das Virus, das uns in den Käfig ges­per­rt hat, und nun ist es die Regierung, die uns mit ihrem Ange­bot einen Weg in eine bessere Welt anbietet.

Die Mitar­beit­er des Mini­wahr (Min­is­teri­um für Wahrheit) haben ihre Hausauf­gaben gemacht. Sie sind Experten darin, mit ihren Neusprech-Wortschöp­fun­gen die Leute in schmerzhafte Dop­peldenk-Dilem­ma­ta hineinzudrücken.

Dop­peldenk ist eben­falls ein Begriff aus Neusprech und beschreibt den unan­genehmen Umstand, in der sich eine Per­son wiederfind­et, wenn sie Aus­sagen, die sich wider­sprechen, als eine völ­lig logis­che und vernün­ftige Ein­heit akzep­tieren muss. Ich wage zu bezweifeln, dass man sich dabei mit der Zeit nicht wie Dr. Jekyll und Mr. Hyde vorkommt.

Zurück zum Imp­fange­bot. Selb­stver­ständlich sug­geriert es Wahl­frei­heit, gle­ichzeit­ig brachte aber das Mini­wahr den Begriff Sol­i­dar­ität mit aktu­al­isiert­er Bedeu­tung her­aus. Sol­i­dar­ität heißt jet­zt, man lässt sich bess­er impfen, anson­sten ist man jemand, der die Volks­ge­sund­heit mit Füßen tritt, jemand, der die Her­den­im­mu­nität infrage stellt, ist ein Ver­räter (13).

Es liegt auf der Hand, dass der einzige Weg zurück, wenn über­haupt, nur noch über das Impfen stat­tfind­en wird. Dabei spielt es keine Rolle, wie viele Leute dabei ihre Gesund­heit oder noch schlim­mer ihr Leben ver­lieren wer­den. Die Fol­gen des Gen-Cock­tails wer­den wir wahrschein­lich in seinem vollen Umfang erst in eini­gen Jahren zu sehen und spüren bekom­men. Lei­der sehen noch zu wenige, dass sie sich durch dieses teu­flis­che Ange­bot nur noch weit­er in dieselbe Falle treiben lassen.

Das ist Dop­peldenk. Das ist Neusprech im Jahre 2021. Das ist Kon­trolle mit und durch Sprache. Das ist psy­chis­che Gewalt. So wird ein Ange­bot zum Zwang, Sol­i­dar­ität zur Erpres­sung. Wörter ver­lieren ihre Bedeu­tung und bedeuten plöt­zlich das Gegenteil.

Eine verzerrte Sicht und das vervollständigte Puzzle

Langsam ver­voll­ständigt sich das Puz­zle, ein Bild wird sicht­bar und zeigt, wom­it wir es zu tun haben. Daran ändert auch Ursu­la von der Leyens schaus­pielerisches Debut nichts. Ursu­la von der Leyen legte 2020 einen Oskar-reifen Auftritt an den Tag, indem sie an das Ver­trauen in den eige­nen, hof­fentlich noch gesun­den Men­schen­ver­stand und, nun ja, an das Ver­trauen in die RKI & WHO GmbH & Co. KG appel­lierte (14).

In jedem Fall haben die Leitme­di­en in diesem Spiel den Preis der bronzenen Pro­pa­gan­da-Faust ver­di­ent. Sie wur­den ihrer Auf­gabe als Sprachrohr des ganzen Mach­tap­pa­rates, ganz nach dem Mot­to „Alles nur eine Frage der richti­gen Bezahlung“ mehr als gerecht (15).

Der ver­gold­ete Plas­tik­bär geht allerd­ings an die Bun­desregierung. Um ihrem Gesund­heit­ster­ror einen vernün­fti­gen Anstrich zu geben, griff sie tief in die Mini­wahr-Pro­pa­gan­da-Trick­kiste. Nehmen wir als Beispiel dafür das ach so wis­senschaftlich fundierte Leopold­ina-Gutacht­en vom 8. Dezem­ber 2020 zur Hand (16).

Die voll­ständi­ge Geschichte der Leopold­ina und ihrer Rolle als ver­längert­er Arm der Bun­desregierung ist auf *KenFM* zu find­en. Das sehr dif­feren­zierte Inter­view mit Prof. Dr. Michael Esfeld bringt dazu erhel­lende Zusam­men­hänge an den Tag. Esfeld zeigt anschaulich, wie die Leopold­ina von der Regierung benutzt wurde und wahrschein­lich immer noch benutzt wird – man kön­nte auch „instru­men­tal­isiert“ sagen –, um ihrer destruk­tiv­en Verord­nungspoli­tik einen pseudowis­senschaftlichen Touch zu ver­lei­hen (17). Und wieder ein­mal fungieren die Leitme­di­en als Sprachrohr und reichen das Gutacht­en brav und gehor­sam an die Öffentlichkeit weit­er. An dieser Stelle ver­di­ent unser har­monisch kooperieren­des Regierungs- und Leitme­di­en-Paar „Stand­ing Ovations“.

So wird ein Fake zur Arbeits­grund­lage. Eine Hal­tung, hin­ter der ange­blich die gesamte Leopold­ina ste­ht. Weit gefehlt, denn mit­tler­weile melden sich Wis­senschaftler der Leopold­ina zu Wort, die etwas anderes behaupten. Wovon lei­der oder bess­er gesagt selb­stver­ständlich in den Leitme­di­en nichts zu find­en ist. Natür­lich nicht, denn son­st bekä­men sie von Mini­wahr eins auf den Deckel.

Wieder zeigt sich, wie der Mini­wahr-Pro­pa­gan­da-Appa­rat die Leitme­di­en vor ihren Kar­ren ges­pan­nt hat. Wie son­st ließen sich die Ent­gleisun­gen in dieser für sie wahrschein­lich immer noch viel zu demokratis­chen Welt deck­eln? Und gle­ichzeit­ig erk­lärt es, warum die weniger Aufgeweck­ten, nach wie vor, nach der Pfeife des Gewalt-Sprach-Kon­troll-Appa­rates tanzen. Denn ohne die hinge­bungsvolle Koop­er­a­tion wäre die Usurpa­tion gescheitert.

Wir wis­sen, wie wichtig der Volk­sempfänger für die Nazis war.

Mit Speck fängt man Mäuse …

… und Men­schen mit Angst. Mit Worten und mit Bildern erschuf Mini­wahrs Leitme­di­en-Pro­pa­gan­da-AG in weni­gen Monat­en eine kafkaeske Par­al­lel­welt. In redak­tioneller Fleißar­beit wurde aus einem rel­a­tiv gewöhn­lichen, grippeähn­lichen Virus ein beängsti­gen­des Mon­ster, ein unberechen­bar­er Mutant. Ein wahres Ungeheuer.

Während sich das biol­o­gis­che Virus gelang­weilt, mit keinen außergewöhn­lich unüblichen Kon­se­quen­zen auf der Erd­kugel ver­bre­it­ete und seine üblichen Spuren ein­er Grippe hin­ter­ließ, kon­nten Mini­wahrs Sprachviren ein noch nie da gewe­senes Dra­ma wie aus dem Nichts aus dem Boden stampfen. Ein Dra­ma, an dem sich einige eine sehr gold­ene Nase verdienen.

Der leg­endäre Satz „Folge dem Geld!“ ist tre­f­fend­er als je zuvor und beim Fol­gen des Geldes kämen sich­er bemerkenswerte Geld­flüsse und Dinge zum Vorschein, vielle­icht so etwas wie eine Vil­la, wie sie 2020 von Jens Georg Spahn und seinem Lebens­ge­fährten Daniel Funke gekauft wurde. Ich sag nur: „Arbeit­ge­ber von Spahns Ehe­mann verkaufte Masken an Gesund­heitsmin­is­teri­um“ (18).

Wie wurde all dies möglich?

Schließlich leben wir im 21. Jahrhun­dert. In ein­er Bun­desre­pub­lik. In einem Rechtsstaat mit Men­schen­recht­en, einem super­tollen Grundge­setz, in dessen Präam­bel so wun­der­bare Worte ste­hen wie:

„Im Bewusst­sein sein­er Ver­ant­wor­tung vor Gott und den Men­schen, von dem Willen beseelt, als gle­ich­berechtigtes Glied in einem vere­in­ten Europa dem Frieden der Welt zu dienen, hat sich das Deutsche Volk kraft sein­er ver­fas­sungs­geben­den Gewalt dieses Grundge­setz gegeben.“

Um das fabel­hafte Wortwerk nicht mit Blut zu besudeln, wurde auf Genickschüsse und Water­board­ing als Gewalt­meth­o­d­en verzichtet. Mini­wahrs Top Ten beste­hen ja nicht aus Unmen­schen. Schließlich meinen sie es nur gut, wenn sie die Leute in den Bankrott oder in den Wahnsinn treiben, während ihre Kon­ten aus allen Näht­en platzen.

Wie also wurde und wird das Unglaubliche durchge­zo­gen? Denn das ganze Aus­maß der Katas­tro­phe kommt ja langsam in Sicht. Gle­ichgültig ob der Aktienin­dex steigt. Wir sehen die Kon­se­quen­zen, die man mit fol­gen­dem Satz zusam­men­fassen kön­nte: Der größt­mögliche Schaden für die größt­mögliche Anzahl der Bürg­er mit dem größt­möglichen Nutzen für die ger­ing­ste Anzahl der ohne­hin gut Betuchten.

Wie bringt man Men­schen dazu, sich auf dem Dachbo­den aufzuhän­gen? Wie bringt man Unternehmer dazu, bei vollem Bewusst­sein wohlge­merkt, alles aufzugeben, was sie sich über Jahre aufge­baut haben? Wie set­zt man diesen Irrsinn ohne Zuhil­fe­nahme ein­er Gestapo, ein­er SS, ein­er Todess­chwadron in die Tat um? Wie geht das? Die Antwort fällt ernüchternd aus.

Die ungemütliche Märchenstunde

Mit ein­er gut erzählten Geschichte, auch „Sto­ry telling“ genan­nt! Das ist im Wesentlichen alles, was das Mini­wahr die ganze Zeit über tut. Es wieder­holt immer das­selbe Märchen. Tag für Tag. Woche für Woche. Das Märchen vom bösen Virus und der guten Imp­fung. Und damit die Zuhör­erschaft auch bei der Stange bleibt, wird das Märchen bizarrer. Da kön­nen dann schon mal Mutan­ten oder eine brasil­ian­is­che Vari­ante P.1 501Y.V3 aus dem Gebüsch sprin­gen. So kom­men Lockerun­gen mit Hand­brem­sen zus­tande und natür­lich diese uner­müdlichen Dauer­wellen. Das erhält die Span­nung. Und weil eine böse Hexe ihre Geschichte nicht selb­st erzählen sollte, set­zt Mini­wahr auf das strahlende Lächeln sein­er erfrischen­den Mod­er­a­toren und Promis und lässt diese das Märchen immer und immer wieder erzählen.

In seinen Märchen­stun­den greift Mini­wahr in die Trick­kiste sprach­lich­er Spe­cial Effects und nicht weniger tief in die Trick­kiste raf­finiert­er Mar­ket­ing-Über­raschun­gen. Allerd­ings kom­men die der­weil etwas plump daher. Wie diese lang­weilige „Deutsch­land krem­pelt die Arme hoch!“-Kampagne.

Auf die Anfrage an das Presse- und Infor­ma­tion­samt der Bun­desregierung, welche Agen­tur die Bun­desregierung ger­ade in PR- und Wer­be­fra­gen zu Coro­na berät, erhielt ich fol­gende Antwort vom Chef vom Dienst: „… von sein­er Rah­men­ver­tragsagen­tur ‚Zum Gold­e­nen Hirschen‘“. Hätte sie sich mal lieber an Agen­turen wie Hill & Knowl­ton gewandt.

Für jeden der Hill & Knowl­ton nicht ken­nt, die ging 1990 mit ihrer Brutkas­ten­lüge (19) als bester Pro­pa­gan­da­clou in die Geschichte ein. Und wurde im Mai 2020, man höre und staune, von der WHO ange­heuert, um der restrik­tiv­en Covid-19-Verord­nungspoli­tik ein luftigeres und men­schen­fre­undlicheres Antlitz zu ver­lei­hen (20).

Aus einem Doku­ment, das im Inter­net kur­siert (21), geht her­vor, dass Hill & Knowl­ton dafür 135.000 Euro kassierte. Wenn eine Agen­tur eine Atom­bombe als etwas Gutes hin­stellen kann, dann dürfte das Hill & Knowl­ton sein. Was Erfind­ungsre­ich­tum und das Erzählen von abge­dreht­en Geschicht­en ange­ht, spielt diese Agen­tur in der ober­sten Liga.

Allerd­ings nicht ganz an der Spitze, dort spielt die PR-Agen­tur Edel­man, die größte PR-Agen­tur der Welt. Ihr Präsi­dent und CEO Richard Edel­man war 2019 neb­st anderen Größen aus Welt­poli­tik und Wirtschaft mit von der Par­tie beim mys­ter­iösen Live-Action-Role-Play­ing für Übergeschnappte, das sich Event 201 nan­nte. Unter­sucht man die seit eini­gen Jahren immer wieder stat­tfind­en­den Plan­spiele und ihr Umfeld, ver­ste­ht man die bemerkenswerte Syn­chro­niz­ität, mit der die Regierun­gen das Coro­n­aim­peri­um errichtet haben. Wenn da keine Absprachen erfol­gt sind, dann weiß ich auch nicht (22)!

Im Übri­gen betru­gen die Werbe- und PR-Aus­gaben der Bun­desregierung im Jahr 2020 rund 150 Mil­lio­nen Euro, im Jahr 2019 gin­gen ger­ade mal 60 Mil­lio­nen Euro über den Tisch (23).

Wir erin­nern uns an Hänsel und Gre­tel, dort waren es der Hunger und die Lebkuchen, die unser armes Geschwis­ter­paar in die Fänge der bösen Hexe trieben. Mini­wahrs Märchen­stunde treibt uns ger­ade in den Hunger, und der Lebkuchen, nun, der dürfte dann wohl die Spritze in unseren Ober­ar­m­muskel sein.

Und wer die Ärmel dafür nicht hochkrem­peln möchte, der wird dann wahrschein­lich der Hexe zum Fraß vorgeworfen.

Aber dabei sein ist schließlich alles, und verord­nete, mit Pro­pa­gan­da injizierte Unmündigkeit die Ein­trittskarte in das großar­tige Coronaimperium!

Willkom­men in der unendlichen Videokonferenz!

Ich fürchte, der einzige Weg aus dieser durchgek­nall­ten Episode beste­ht darin, sich dieser unverblümten Pro­pa­gan­da zu stellen, sich ihrer  bewusst zu wer­den und sich dage­gen mit nüt­zlichem Wis­sen und tat­säch­lich­er Aufk­lärung zu immunisieren.

Am besten funk­tion­iert das noch in der realen Welt, von Angesicht zu Angesicht und ohne Maske.

Am Ende wird es auf eine Gewis­sens­frage hinauslaufen.

Denn in Wahrheit ste­ht kein­er hin­ter dir und sagt, was du zu tun hast!

Immer ist es deine Entscheidung!

Und wer weiß, irgend­wann wird jemand die Frage stellen:

„Was hast du damals getan?“


Quellen

(1) https://www.corbettreport.com/your-guide-to-the-great-reset/

(2) https://www.lynxbroker.de/boerse/boerse-kurse/aktien/die-besten-aktien/die-besten-pharma-aktien/

(3) https://www.n‑tv.de/wirtschaft/Corona-macht-Zuckerberg-reicher-article21958347.html

(4) https://wissen-ist-relevant.de/vortrage/paul-schreyer-pandemie-planspiele-vorbereitung-einer-neuen-aera/

(5) https://taz.de/Corona-und-Verschwoerungstheoretiker/!5675712/

(6) https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/polizei-bringt-quarantaene-verweigerer-in-corona-krankenhaus-100.html

(7) https://www.corbettreport.com/only-sociopaths-reject-the-new-normal-propagandawatch/

(8) https://www.deutschlandfunknova.de/beitrag/wortschatz-so-veraendert-corona-unsere-sprache

(9) https://www.corbettreport.com/stop-calling-it-contact-tracing-propagandawatch/

(10) https://www.dw.com/de/merkel-das-virus-ist-eine-demokratische-zumutung/a‑54729946

(11) https://www.leonberger-kreiszeitung.de/inhalt.online-diskussion-mit-aerzteschaft-einziger-weg-aus-der-pandemie-ist-die-impfung.84a930a6-fcdc-47c6-a060-87e8b39ceda6.html

(12) https://www.youtube.com/watch?v=m1F6HFDINE0

(13) https://www.spiegel.de/politik/deutschland/impfpflicht-was-denn-sonst-a-2846adb0-a468-48a9-8397-ba50fbe08a68

(14) https://www.youtube.com/watch?v=6NR5lEAvar4

(15) https://www.tagesschau.de/inland/fernsehpreis-corona-berichterstattung-101.html

(16) https://www.leopoldina.org/presse‑1/pressemitteilungen/pressemitteilung/press/2758/

(17) https://kenfm.de/mutigmacher-tv-wissenschaftliche-politik-interview-mit-prof-dr-michael-esfeld/

(18) https://www.welt.de/politik/deutschland/article228841271/Arbeitgeber-von-Spahn-Ehemann-verkaufte-Masken-an-Gesundheitsministerium.html

(19) https://www.mdr.de/medien360g/medienwissen/video-historische-fake-news-folge-vier-brutkastenluege100.html

(20) https://dailycaller.com/2020/07/17/world-health-organization-coronavirus-celebrity-influencers/

(21) https://efile.fara.gov/docs/3301-Exhibit-AB-20200714–38.pdf

(22) https://www.corbettreport.com/interview-1562-james-corbett-tackles-event-201-the-great-reset-and-the-end-of-humanity/

(23) https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1187817/umfrage/werbeausgaben-der-bundesregierung-und-der-ministerien-in-deutschland/

 

Der Artikel erschien zuerst am 01. Aril 2021 auf Rubikon unter: https://www.rubikon.news/artikel/die-sprache-der-gewalt

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3 Kommentare

  1. Balkonike

    „Zum Gold­e­nen Hirschen”.. haha.. so heisst eine Wg für Demen­z­erkrank­te bei Freiburg.

    alles für lau !!1 XD ( Mot­to ein­er Bewohnerin.. )

  2. Valentina Zweifel

    Eine Macht­frage läuft wohl nie auf eine Gewis­sens­frage hin­aus, auch am Ende nicht. Und auf die Frage, die vielle­icht irgendw­er irgend­wann ein­mal stellen wird, werde ich antworten: „Zuviel getrunk­en, es gab aber auch wirk­lich nichts besseres zu tun!” Ich bezwei­fle (Nomen est omen) allerd­ings, dass irgend­wann irgendw­er diese bescheuerte Frage stellen wird (und falls doch, werde ich sie geflissentlich überhören).
    Warum müssen Autoren so oft am Ende ihrer Texte noch sau- und eber­dumme Fra­gen stellen, oder State­ments abgeben, die es schaf­fen, mich zu nöti­gen, auf dur­chaus ange­bracht­es Lob über einen Text zu verzichten.

  3. mab

    Der Artikel ist schlecht. Es ist eine zusam­mengedichtete Pseu­do­di­ag­nose aus Halb­wahrheit­en, die dem Ernst der Lage nicht gerecht wird. Sowas wird lei­der zu oft ger­ade auf Rubikon gebracht, es sind typ­is­che Ver­schwörungs­the­o­rien: Teil­weise richtig, aber viele Zusam­men­hänge ohne Beweise kün­stlich konstruiert.
    Da empfehle ich bess­er den hier am 18.04. veröf­fentlicht­en Artikel „Coro­na-Maß­nah­men offen­baren total­itäre Züge”, der eine sehr gute Analyse der Gesellschaft bietet.

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