Linke Solidarität mit mutigen Künstlern der Satire-Kampagne #allesdichtmachen!

Die Freie Linke sol­i­darisiert sich uneingeschränkt mit allen muti­gen Kün­stlern, die sich an der Satire-Kam­page #alles­dicht­machen beteiligt haben und beteili­gen wer­den und sich damit nicht zulet­zt selb­st mit den Opfern der bru­tal­en, kap­i­tal­is­tis­chen Coro­na-Poli­tik solidarisieren.

Kaum hat­ten über 50 mehr oder weniger bekan­nte Schaus­piel­er, darunter Jan-Joseph Liefers, Nad­ja Uhl, Ulrike Folk­erts und Heike Makatsch, sich öffentlich auf satirische Weise gegen die seit über einem Jahr währende Lock­down­poli­tik posi­tion­iert, tobte mehr als ein Shit­storm gegen die Kün­stler los. Man kann es als öffentliche Medi­enkam­pagne beze­ich­nen, mit der die Betrof­fe­nen jet­zt fer­tig gemacht wer­den. Von „verunglückt“ und „schäbig“ (Tagesspiegel) über „polemisch (NDR) bis hin zum Vor­wurf der Nähe zu „Nazis und Quer­denkern“ (Volksver­pet­zer), ja, sog­ar bis hin zu Aufrufen eines Berufsver­bots, ist alles dabei. Ver­mut­lich sind deshalb einige bere­its wieder abge­sprun­gen, andere sehen sich genötigt, sich in diversen Medi­en zu rechtfertigen.

Die andere Seite ist: Genau das war zu erwarten. Diese medi­ale Het­zkam­pagne, nicht die erste und ver­mut­lich nicht die let­zte, zeigt das gigan­tis­che poli­tis­che Inter­esse daran, Kri­tik­er der Entrech­tungspoli­tik mund­tot zu machen – über Aus­gren­zung, öffentliche Häme, bis hin zum Job­ver­lust, Berufsver­bot und zur exis­ten­ziellen Bedro­hung. Ziel ist es, die Angst davor zu ver­bre­it­en, in die Ecke von Recht­sex­tremen gestellt zu wer­den in Form ein­er Kontaktschuld.

Fakt ist indes: Klas­sisch rechts ist der­jenige, der einem autoritären impe­ri­al­is­tis­chen Maß­nah­men­staat nach dem Mund redet und nicht der­jenige, der sich ihm ent­ge­gen stellt. Rechts ist, wer andere dazu auf­fordert, sich ein­er Unter­drück­ungs­dikatur zu beu­gen. Links ste­ht, wer sich dem ver­weigert, wer dage­gen ange­ht. Aber im Ver­drehen der Real­ität war die herrschende Klasse ja schon immer gut.

Die Freie Linke stellt sich gegen alle obszö­nen Kon­tak­tschuld-Kam­pag­nen der herrschen­den Impe­ri­al­is­ten und Ihrer poli­tis­chen und medi­alen Organe. Die Freie Linke stellt sich hin­ter alle Unter­drück­ten. Sie sol­i­darisiert sich mit allen, die Opfer dieser autoritären Poli­tik sind und wer­den, mit allen, die über­all in der Welt durch die glob­alen Maß­nah­men ins Elend oder in noch größeres Elend gestürzt wer­den, mit den Hungern­den, Obdachlosen, Kranken, mit den drangsalierten Kindern und den wegges­per­rten Alten, den Lei­d­tra­gen­den der jahrzehn­te­lan­gen Kürzungspoli­tik im Gesund­heitswe­sen und mit allen, die sich hin­ter diese Opfer und gegen die impe­ri­al­is­tis­che Coro­na-Poli­tik stellen. Der Freien Linken ist bewusst:

Das Virus heißt Kapitalismus.
Das Virus heißt Imperialismus.
Das Virus sind die ver­längerten poli­tis­chen Arme des Großkap­i­tals, die in Deutsch­land Namen wie Merkel, Spahn, Stein­meier, Scholz und Co tragen.

Linke Sol­i­dar­ität mit den muti­gen Kün­stlern hin­ter der Satire-Kam­pagne #alles­dicht­machen.

Die Freie Linke am 23. April 2021

61 Kommentare

  1. Ralph Gaida

    DANKE!!!

  2. Kyle

    Vie­len Dank für diesen sehr guten Kom­men­tar. Ich sehe mich selb­st in der bürg­er­lichen Mitte ver­wurzelt und es kotzt mich an, dass jed­er der es auch nur wagt, an dem Kurs der Regierung zu zweifeln, in die rechte Ecke gestellt wird. Ich hoffe, dass irgend­wann die Men­schen aufwachen und erken­nen, dass dieser dreck­ige Kap­i­tal­is­mus alles kaputt macht, was wir Men­schen uns aufge­baut haben.

    „Es ist die Dummheit, nicht der Geist, was sich in der Masse akku­muliert.” Gus­tave le Bon

  3. Wolfgang Federowitz

    Hal­lo und guten Tag,
    ich habe mich in den let­zten Wochen oft gefragt wo all diejeni­gen sind die früher immer rumgetönt haben wie wichtig es ist unsere Demokratie zu schützen,
    viele davon “ ich bin dann mal weg“!
    Ich danke denen jet­zt ganz her­zlich die den Mut und Charak­ter aufge­bracht haben sich zu Wort melden. Super !!!
    Ich ste­he mit meinem Herzen für Grun­drechte, Frei­heit und Demokratie!
    Allen eine gute Zeit
    Lieben Gruß

    Wolf­gang

    “Damit das Mögliche entste­ht, muß immer wieder das Unmögliche ver­sucht werden !“
    Von Her­mann Hesse

    • Valentina Zweifel

      „Allen eine gute Zeit” – ist das noch Satire oder schon Zynis­mus? Kön­nte ich jet­zt fra­gen, sage aber ein­fach mal Danke, trotz der für meine Begriffe verunglück­ten For­mulierung. Es gibt keine wirk­lich gute Zeit in schlecht­en Zeiten.
      Was mir nicht in den Kopf will, wieso hier und von so vie­len anderen behauptet wird, die Videos zeugten vom Mut der Kün­stler. Weil die Leute ihren Job machen? Geht denn irgendw­er zum Müll­fahrer und sagt dem, wie mutig das ist, was er tut? Der würde als Antwort wohl ein ungläu­biges Kopf­schüt­teln geben.
      Kün­stler haben ihren Job gemacht. Ob das, was sie macht­en Kun­st ist, entschei­den nicht die Kün­stler, son­dern die Betra­chter und Hör­er. Für mich ist es Kun­st. Was dem Betra­chter und Hör­er eines Werks nicht zuste­ht ist ein­er­seits den oder die mit ander­er Mei­n­ung über dieses verächtlich zu machen oder ander­er­seits das Werk nicht als Kun­st anzuerken­nen, weil das die falschen Leute schon tat­en. Die Mis­ere ist nicht neu. Kün­stler, die während der Arbeit an ihrem Werk schon mit ihren Gedanken bei der Reak­tion des Pub­likums sind, kön­nen besten­falls handw­erk­lich gutes, gefäl­liges Mate­r­i­al abliefern.
      Ganz offen­sichtlich spielt bei den 53 Videos Satire nur eine Rolle am Rande. Wie sollte auch Satire gegen den Zynis­mus der herrschen­den Kaste ankom­men kön­nen? Aber sie ist nie ver­schwun­den. In den besten Fällen geht sie eine feine Sym­biose mit dem Zynis­mus ein, nimmt diesem seine Platt- und Schroffheit, Miri­am Stein als Beispiel: Inhaltlich hat sie den zen­tralen Text, denn ohne Tests kein Coro­na, also auch keine Maß­nah­men der Bun­desregierung. Ihr Text ist in sich logisch und dialek­tisch, die geforderte Quan­tität der Tests wird bei Umset­zung zu ein­er neuen Qual­ität führen, ein­er, die den Test über­flüs­sig macht. Miri­am Stein erzählt das alles so als gin­ge es wirk­lich in erster Lin­ie um zweimal täglich Zähne putzen, mit ein­er lächel­nden Zurück­hal­tung, die klar­ma­cht: Ich weiß, wovon ich rede, du musst gar nicht erst ver­suchen zu wider­sprechen. Aber da gibt es diesen einen Satz, der völ­lig satire­frei bru­tal zynisch ist: „Es kann nicht ange­hen, dass Men­schen denken, sie seien gesund, nur weil sie keine Symp­tome haben.” Der Witz ist, dass die Schaus­pielerin Miri­am Stein, die eine ominöse brave Miri­am Stein gibt, sich den Zynis­mus nur klauen kann von Wiel­er, Drosten, Spahn und Merkel. Was sollte in unser­er Zeit auch zynis­ch­er sein kön­nen als: Wer krank ist bes­tim­men wir!?

  4. K. Riemer

    Danke für diese Unter­stützung für die muti­gen Kün­stler! Es war zu erwarten, dass sie medi­al fer­tig gemacht wer­den und es war aber höch­ste Zeit, sich gegen dieses autoritäre Regime zu erheben. Ich hoffe, es wer­den immer mehr mutige Men­schen auf­ste­hen- irgend­wann kann man nicht alle dif­famieren, mund­tot machen und in die rechte Ecke stellen. Das wird irgend­wann auch für den let­zten Gut­gläu­bi­gen unglaubwürdig.

    • Dietmar Skowasch

      Weißt Du wer für mich mutig ist? Die Kranken­schwest­er, der Krankenpfleger, der Arzt die ohne Anse­hen der Per­son tagtäglich ihren Dienst verse­hen. Nicht so ein paar Querp­furz­er die meinen Künsler zu sein. Pfui Teufel! Wer Men­schen ein­fach ster­ben läßt und die Maß­nah­men in Zweifel zieht. Ich kann nur sagen wer mir ohne Maske zu nahe kommt, kriegt auf die Fresse! Ihr habt nicht das Recht

      • Anonymous

        Na da freue ich mich auf den Tag wenn dir der richtige entgegenkommt.

      • Otto Holl

        Mein lieber Diet­mar, du sagst: „Wer Men­schen ein­fach ster­ben läßt und die Maß­nah­men in Zweifel zieht.” Aber du fragst nicht, warum wir die Maß­nah­men in Zweifel ziehen.
        Ich stelle die Maß­nah­men infrage, weil sie mehr schaden als nutzen. Maskenpflicht im Freien ist unsin­nig. Masken­zwang in Schulen und Kindergärten ist ein Ver­brechen an unseren Kindern. Das trifft auch auf das Impfen mit Impf­stof­fen zu, die mit ein­er sehr heißen Nadel gestrickt wur­den und nun in einem gigan­tis­chen Exper­i­ment an Men­schen getestet werden.
        Wenn ich hierzu alle meine Gedanken auf­schreiben würde, kön­nten leicht zehn DIN A4 Seit­en zusam­men kom­men. Aber Leute deines Schlages, scheinen gegen Argu­mente, die ihnen nicht in den Kram passen, sowieso immun zu sein.

        • Dieter Kuder

          Lieber Otto, das hast Du kurz und bündig aber exakt erk­lärt. Danke.

  5. Petra Thauer

    Her­zlichen Dank an die Kün­stler und die Sol­i­dar­ität zu ihnen. Ich bin dabei. Ich freue mich über jeden Men­schen, der erwacht. Nur wer diese Dif­famierung selb­st ( am schlimm­sten durch seine Lieb­sten) erfahren hat weiß, wie hil­f­los man sich fühlt. Ich bin weit­er­hin links, auch wenn viele etwas Anderes sagen. Lasst uns zusam­men­hal­ten, durch­hal­ten und weiterkämpfen.

  6. Johannes

    Habe Mi h immer gefragt, warum die Linken ein Jahr lang geschwiegen hat, während das Großkap­i­tal die Men­schen knechtet.

  7. Olaf Schliebe

    Wow – es gibt doch noch echte Linke – DANKE – und danke für das Statement.

  8. Bert

    Vie­len Dank für Ihren Kom­men­tar. Der Einzelne ist diesem Mech­a­nis­mus – Kri­tik, dann Rechts, lei­der hoff­nungs­los aus­geliefert. Es ist seit­ens der Herrschen­den die denkbar ein­fach­ste Meth­ode Kri­tik auszulöschen. Ein­mal als Rechts gebrand­markt, braucht man deren Argu­mente, so objek­tiv richtig sie auch sind, nicht mehr zur Ken­nt­nis nehmen, denn sie kom­men ja aus der recht­en Ecke…
    Lei­der durch­schauen viele Mit­bürg­er dieses „Schema” erst dann, wenn es sie selb­st ereilt, dann ist es aber für sie bere­its geschehen… wie eben hier. Ich fand es zwar extrem naiv, dass einige Kün­stler nun erstaunt sind, über das medi­ale Feed­back, was sie aus­gelöst haben, denn wer solch eine Kam­pagne startet sollte damit rech­nen und sich vor allem nicht in irgendwelchen Entachuldigungs-tweets out­en. Damit ver­liert man doch auf bei­den Seit­en. Das zeigt weit­er­hin, dasss diese Masche nach wie vor wirkt. Ein klares State­ment, dass alles genau so gemeint ist, wäre stark gewesen… 

    Um so wichtiger Ihr State­ment hier. Danke von ganzem Herzen. Ihre Def­i­n­i­tion von „rechts” ist Weltk­lasse und wird in mein per­sön­lich­es Büch­lein der wichtig­sten Dinge einge­tra­gen: „Klas­sisch rechts ist der­jenige, der einem autoritären impe­ri­al­is­tis­chen Maß­nah­men­staat nach dem Mund redet und nicht der­jenige, der sich ihm ent­ge­gen stellt. Rechts ist, wer andere dazu auf­fordert, sich ein­er Unter­drück­ungs­dikatur zu beugen.”
    Dem ist nichts hinzuzufügen. 

    Ich hoffe auch Mit­glieder der Antifa lesen hier mit, damit sie mal ins Grü­beln kom­men, von wem sie sich eigentlich die ganze Zeit schon instru­men­tal­isieren lassen.
    VG Bert

    • Uschi

      Schön­er kann man das nicht kom­men­tieren. Mit jed­er Silbe sprechen Sie mir aus dem Herzen und genau dieser Ein­trag bere­ichert mein Schatzkästlein mit wichti­gen Zitaten😊👍

    • Anonymous

      Die soge­nan­nte Antifa diskred­i­tiert die soziale Linke. Sie ist den Namen nicht wert, den sie trägt.

  9. WilliP

    Danke den Schaus­piel­ern und Danke der Freien Linken. Ich hat­te ger­ade meine Erweck­ung. Marx ist aktueller denn je. Echte Marxler-nicht Marx­is­ten, denn das sind Sys­tem­linge, wie die Antifan­ten bele­gen, wer­den gebraucht, in Zeit­en der durch Home­of­fice opti­mierten Aus­beu­tung, gefördert durch Hand­langer der Bour­geoisie aus den DGB-Gew­erkschaften und der Spezialdemokratie.

  10. Jacqueline Frisch

    Ich danke diesen muti­gen Kün­stler eben­falls sehr für diesen Beitrag❣ich wartete schon lange auf eine Äußerung dies­bezüglich, denn ich kon­nte nicht glauben, das all unsere Prom­mis wirk­lich alles so hin­nehmen ! Vie­len lieben Dank und Gottes Segen für alle, die sich getrauen doch mal etwas zu sagen❣👌

  11. Sally

    Danke Danke Danke… endlich ste­hen auch die Kün­stler auf und zeigen Mut und haben keine Angst vor dem Widerstand.

  12. Demokratie-Freund

    Gott­sei­dank, dass es nicht nur die alte „Linke”, son­dern auch die echte Linke, die Freie Linke gibt, es gäbe son­st bald über­haupt keine Kri­tik mehr am Demokratie-Besei­t­i­gung­sprozeß. Sieht man sich die Stel­lung­nah­men der „Qual­ität­sjour­nal­is­ten” zu den Kün­stler­protesten an (mit denen sie offen­sichtlich nicht gerech­net hat­ten), so haben sie genau ZWEI durch­schla­gende Gege­nar­gu­mente: „Schwur­bler” und „Recht­saußen”.
    Phan­tastisch, diese über­legene Intel­li­genz in der Argu­men­ta­tions­führung. Sie schä­men sich auch nicht, die von der Regierung ver­ar… ver­nach­läs­sigten, im Stich gelasse­nen Pflegekräfte als Zeu­gen zu benennen.
    Liebe Kün­stler: stand­haft bleiben, mehr wer­den! Liebe Freie Linke: Weitermachen!

  13. Marie-Luise Hofherr

    Ich war zunächst angenehm über­rascht jet­zt jedoch sehr ent­täuscht das man auf ein­mal zurück rud­ert ich frage mich wovor diese Schaus­piel­er denn Angst haben das was kommt ist davon bin ich überzeugt viel schlim­mer wenn man kein Rück­rat hat sollte man so etwas gar nicht erst machen und immer müssen die bösen bösen Quer­denker her hal­ten von denen man sich dis­tanziert das sind wun­der­bare Menschen/Familien und mit Sicher­heit keine Nazis

    • Anonymous

      Am arsch

      • Anonymous

        Ich bin an so ein­er Kundge­bung mit ein­er Maske vor­beige­laufen und musste mir von Eltern dort Belei­di­gun­gen anhören fern von gut und böse. Das sind nicht alles nette Bilder­buch Familien

  14. Leseversteher

    Habe nur ein paar Minuten bei Twit­ter unter den besagten Hash­tags geschaut, da hat­te es mir sehr schnell gere­icht. Schon gestern ver­mutete ich, dass die Empörungswelle gegen die 53 Schaus­pielerin­nen und Schaus­piel­er sehr schnell Fahrt aufn­immt. Meine Vorah­nung wurde sog­ar noch übertrof­fen. Wie Leute teil­weise Abset­zun­gen und Berus­fver­bote fordern, das macht FAST sprach­los. Manch­mal musste ich aber auch schmun­zeln. So bei einem Tweet ein­er Dame, die sich über die Kri­tik an der Regierung mas­siv aufregte, um dann einen wirk­lich harten Lock­down zu fordern, den wir noch nicht hat­ten. Hat­te wohl bei ihrer Hys­terie nicht gemerkt, dass sie damit selb­st die Regierung kri­tisiert hatte. 😉

  15. Gokh

    Also ich möchte den promi­nen­ten Kün­st­lerIn­nen auch meinen Dank aussprechen, aber den Kom­men­tar von meinen Vorred­ner­in noch ein­mal aufgreifen

    > Ich war zunächst angenehm über­rascht jet­zt jedoch sehr ent­täuscht das man auf ein­mal zurück rud­ert ich frage mich wovor diese Schaus­piel­er denn Angst haben das was kommt ist davon bin ich überzeugt viel schlim­mer wenn man kein Rück­rat hat sollte man so etwas gar nicht erst machen und immer müssen die bösen bösen Quer­denker her hal­ten von denen man sich dis­tanziert das sind wun­der­bare Menschen/Familien und mit Sicher­heit keine Nazis

    Ich würde es noch krass­er for­mulieren wollen.
    Wenn sich jet­zt plöt­zlich nach der Kri­tik aus der Öffentlichkeit einige Kün­st­lerIn­nen davon wieder dis­tanzieren, dann bedeutet dies was?
    Richtig, die Leute die weit­er am Ball bleiben, wer­den dadurch erst Recht zum Abschuss freigegeben. Das ist also keine pas­sive Hal­tung mehr, dass ist absichtlich Dif­famierung durch Distanzierung.
    Die Leute glauben immer sich neu­tral zu ver­hal­ten, wäre beson­ders friedlich, aber genau das Gegen­teil ist der Fall.
    Ohne neu­tralen MitläuferIn­nen würde Faschis­mus nie funk­tion­ieren. Deshalb sind für mich ger­ade sie die wahren TäterInnen.
    Es gibt immer nur wenige Leute, die aus Überzeu­gung han­deln, aber die große Mehrheit ist ein­fach schein­bar neu­tral und unter­stützt dadurch die DespotInnen.
    Wenn jet­zt aber sog­ar die Leute, welche die Maß­nah­men sel­ber kri­tisch sehen, son­st hät­ten sie sich ja nicht zuerst an dieser Aktion beteiligt, plöt­zlich nach dem ersten Gegen­wind wieder zurück­treten, dann ist das mehr als Mitläufer­tum. Das ist Ver­rat der eige­nen Ide­ale und aktive Bestä­ti­gung der DespotInnen. 

    Umso größer Mein Dank und Respekt an die Kün­st­lerIn­nen, die sich davon nicht beir­ren lassen. Und vie­len Danke der Freien Linken für die Ein­deutige Haltung.

    • Kater Karlo

      Ich kann Ihren Ansatz ver­ste­hen, aber Herr Brügge­mann (der Regis­seur der Videos) wies in einem NTV-Inter­view darauf hin, dass bei eini­gen Teil­nehmern die Kinder bedro­ht wur­den und sie daraufhin ihren Beitrag zurück­zo­gen. Ich glaube, in diesem Falle würde ich mir auch über­legen, ob ich dieses Risiko eingehe.

      • Valentina Zweifel

        Wenn es tat­säch­lich eine Bedro­hung der Kinder gab/gibt, dann ist das Sip­pen­haf­tung exeku­tiert von Wahnsin­ni­gen, die die Härte des Staates ver­mis­sen und deshalb selb­st zur Tat schre­it­en. Indem der Staat dage­gen nicht ein­schre­it­et, gibt er indi­rekt zu ver­ste­hen, dass er nicht auss­chließen möchte, dieses Mit­tel zu gegeben­er Zeit für seine Herrschaftssicherung zu nutzen. Dann wird er auf die Erfahrun­gen der Wahnsin­ni­gen zurück­greifen können.

      • Gokh

        Ich hätte meinen Beitrag weniger moralisch ver­fassen sollen. Sorry.
        Ich wollte damit eigentlich nur die Mech­a­nis­men aufzeigen.
        Also da sind Leute welche sich äußern, diese wer­den dafür dif­famiert, daraufhin ziehen sie ihre Beiträge zurück.… so weit so gut .… teil­weise dis­tanzieren sie sich aber jet­zt sog­ar davon. Was bedeutet dies?
        Ein extrem aggres­sive und laute Min­der­heit, welche diese Kün­st­lerIn­nen verurteilen, wer­den in ihrer Hand­lung bestätigt und dadurch ermutigt immer weiterzumachen.
        Das ist die Spi­rale des Ter­rors, die ich hier aufzeigen wollte.
        Das gle­iche kannst Du ja über­all, vor allem in den „sozialen” Medi­en beobachten.
        Siehe dazu, in einem anderen Zusam­men­hang z.B. das neue Buch von Judith Sev­inç Basad oder den Ein­fluss der Anti­deutschen in die linke Szene. 

        Ich hoffe, dadurch wird klar­er was ich gemeint habe.

        Das Kinder bedro­ht wer­den ist ja nur ein weit­er­er Beweis, mit welch­er Art von Ter­ror wir es wirk­lich zu tun haben.
        Ich hätte mich da vielle­icht auch zurück­ge­zo­gen, hätte aber als Grund dafür genau diesen Ter­ror angegeben, aber mich nicht für meine Aktion entschuldigt.

  16. Susanne Bienhüls

    Danke an die muti­gen Kün­stler! Intel­li­gent gemacht und auf den Punkt gebracht! Das es zu neg­a­tiv­en Reak­tio­nen kommt war klar. Jet­zt zeigt sich wer von den Kün­stlern wirk­lich Charak­ter hat und nicht umfällt!

  17. André Gaida

    Danke an die Kün­stler die mutig sind und nicht so schreck­haft wie Frau Makatsch sind. Ihr seit Helden und mit Rechts hat das hier alles nichts zu tun. Wer auf der seite der Bürg­er, des Volkes sind der ist nicht rechts son­dern links. Das hat aber lei­der die Linke und die Grü­nen vergessen weil die transat­lantis­chen Net­zw­erke jeden Wider­stadn ersticken.Der Krieg ist wichtig den das unterge­hende US-Imperi­um in Bälde vom Zaun reis­sen wird.

    • Valentina Zweifel

      Viel mehr als die Schreck­haftigkeit ein­er Heike Makatsch gruselt mich die Hartherzigkeit, mit der der Stab über ihr gebrochen wird. Das Video von ihr ist immer noch zu sehen bei ytb.
      Schieben Sie sich, stel­lvertre­tend für alle, die meinen Helden zu brauchen, ihre Helden­verehrung in den Arsch!

  18. André Gaida

    Wer seine Mei­n­ungs­frei­heit in Anspruch nimmt wird vom insol­ven­ten Kap­i­tal­is­mus gnaden­los ver­nichtet. Heute sieht man ganz deut­lich das wir bere­its in ein­er Dik­tatur sind. Jed­er der sich kri­tisch gegen diese Grun­drechteleugn­er wen­det der wird als Feind ver­nichtet. Von uns kommt aber nur Liebe zurück und wir wer­den keinen Meter weichen. Eure Zeit läuft ab und wir wer­den den Great Reset nicht so vol­lziehen wie dies ein Herr Klaus Schwab und seine Eliten es sich denken. Wir wer­den sagen was wir Men­schen wollen und das wir ein men­schlich­es Geldsys­tem wollen und kein Dig­i­tales das uns zu Skal­ven macht soll­tet ihr wissen.

  19. Luise

    Auch meinen Dank an die muti­gen, kreativ­en Kün­stler. Bitte nicht umfall­en, wir sind mit euch. Wir, die Men­schen, die als rechts dif­famiert wer­den, obwohl wir es nicht sind. Wir alle wollen nur, dass dieser Wahnsinn ein Ende hat.

  20. A. Müller

    Auch von mein­er Seite Respekt und Sol­i­dar­ität für die Kün­stler die stand­haft bleiben und nicht vor der veröf­fentlicht­en Mei­n­ung umfall­en! Macht weit­er so, Ihr habt Charak­ter! Schä­men soll­ten sich die Pseudolinken, für die „Links-Sein ” lediglich Lifestyle ist. In Wirk­lichkeit sind sie Faschis­ten, die keine anderen Mei­n­un­gen ertra­gen und diskur­sun­fähig sind.

  21. Rasch

    Das ganze Kunst­werk, wie ich es sehe / beze­ich­nen würde bleibt, solange es nicht gelöscht wird, hier erhal­ten – https://www.youtube.com/watch?v=I5QhW0Bcd‑E

  22. M. Mächler

    Super, dass endlich ein­mal Kün­stler „auf­ste­hen”. Ein Zurück­rud­ern wird hof­fentlich eine Aus­nahme bleiben! Es müssen sich noch viel, viel mehr Men­schen gegen diese unsägliche Poli­tik und die dif­famierende Presse stellen! Es kann so nicht weit­erge­hen! Wir wollen unsere uneingeschränk­te Frei­heit zurück!!!!!

  23. Wolfgang Schade

    Liebe Freie Linke,

    ja das ist doch mal ein Kom­men­tar, wo jedes Wort richtig ist. Vie­len Dank für diese Stel­lung­nahme. Die Stim­mung im Land ist sehr aufge­laden. Und genau da ist es wichtig, die Unzufriede­nen aufzuk­lären über das eigentliche Prob­lem, über die wahren Zusam­men­hänge in diesem kranken, par­a­sitären Gesellschaftssys­tem. Wir müssen die Men­schen mit ihren Nöten und eige­nen Erken­nt­nis­sen abholen und organ­isieren, damit wir genü­gend sind, wenn die Sit­u­a­tion kippt. Und sie wird kip­pen, es ist nur eine Frage der Zeit. In welche gesellschaftliche Rich­tung sie kip­pen wird, da sind wir alle gefragt und wenn die linken Kräfte in diesem Land genau­so wieder ver­sagen wie 1989, dann ist der Men­schheit wirk­lich nicht mehr zu helfen. Also alle Kraft zusam­men nehmen, Mit­stre­it­er suchen, find­en und organisieren.
    Gruß aus dem Osten Sachsen-Anhalts

  24. Andreas

    Her­zlichen Dank!

    Ich schätze, wir haben nicht beson­ders viele Gemein­samkeit­en. Ich sehe mich eher als prokap­i­tal­is­tisch, weil ich glaube, dass nur in Frei­heit ‑und das schließt wirtschaftliche Frei­heit aus­drück­lich ein- die Werte geschaf­fen wer­den kön­nen, unter denen ein gutes Leben für jeden möglich ist. Die Detailaus­führun­gen gehören hier nicht hin, denn es geht hier um etwas anderes. 

    Es muss in einem Land, das ein Freies sein will, möglich sein, auch von der Mehrheit abwe­ichende Mei­n­un­gen zu äußern, ohne deshalb stig­ma­tisiert zu wer­den oder gar ern­sthafte Kon­se­quen­zen zu befürchten. 

    Nicht bei Aufrufen zu Gewalt oder Straftat­en, aber das hat kein­er der Kün­stler hier getan.

    Wider­spruch ist natür­lich legit­im, aber der Shit­storm, beste­hend aus Angrif­f­en auf die Per­son, Einord­nung in Lager, denen diese Kün­stler sich­er nicht ange­hören bis hin zu Forderun­gen nach beru­flichen Kon­se­quen­zen, ist unerträglich. 

    Ein freies Land braucht den Diskurs, den gewalt­freien, aber dur­chaus kon­tro­ver­sen und auch polar­isieren­den Streit. 

    Die Fähigkeit dazu geht verloren. 

    In allen nicht-autoritären poli­tis­chen Lagern, die bei aller Unter­schiedlichkeit in ein­er Sache einig sein soll­ten – näm­lich, dass die Frei­heit der Per­son und der Mei­n­ungsäußerung sakrosankt über den poli­tis­chen Zie­len ste­ht – muss dieser unerträgliche Shit­storm zu einem Auf­schrei führen.

    Ihr habt das ver­standen und dafür danke ich Euch.

  25. epikur

    „Fakt ist indes: Klas­sisch rechts ist der­jenige, der einem autoritären impe­ri­al­is­tis­chen Maß­nah­men­staat nach dem Mund redet und nicht der­jenige, der sich ihm ent­ge­gen stellt. Rechts ist, wer andere dazu auf­fordert, sich ein­er Unter­drück­ungs­dikatur zu beu­gen. Links ste­ht, wer sich dem ver­weigert, wer dage­gen ange­ht. Aber im Ver­drehen der Real­ität war die herrschende Klasse ja schon immer gut.”

    Ganz zen­traler Satz! 

    Es ist ein „Meis­ter­stück” der Pro­pa­gan­da, dass jed­wede Maß­nah­men-Kri­tik als rechts geframt wurde. Die Schaus­piel­er haben das ja in ihren Videos schon präven­tiv satirisch aufge­grif­f­en. Aber wie bei einem Robot­er, wo man nur auf die entsprechen­den Knöpfe drück­en muss, haben die Alt- und Panik-Medi­en wieder sofort ihr üblich­es Fram­ing-Pro­gramm abgespielt.

  26. Lea

    Ich bin so erle­ichtert und froh über diesen Kom­men­tar. Ich hat­te seit vie­len Jahren das Selb­st­bild links zu sein, um mich nun schneller als ich denken kann, in die rechte Ecke kat­a­pul­tiert zu sehen. Immer wieder bin ich fas­sungs­los darüber, wie schnell das ging. Aber ich bin auch fas­sungs­los über das his­torische Ver­sagen der organ­isierten Linken. Danke dass es euch gibt. Wo kann man spenden? Euch unterstützen?

  27. Lex

    Danke an alle Schauspieler.
    Auch wenn Frau Makatsch, wie so oft, wankel­mutig ihr Deutsch sein gezeigt hat.
    Danke, euer nun zu ern­ten­der Shit­storm lässt hof­fentlich einige aufwachen.

  28. Pedro Granata

    Top!

  29. Uma

    Ver­leum­dung ist meines Wis­sens immer noch eine Straftat: https://dejure.org/gesetze/StGB/187.html#:~:text=Wer%20wider%20besseres%20Wissen%20in,mit%20Geldstrafe%20und%2C%20wenn%20die
    Ich würde diese Hof­berichter­stat­ter verk­la­gen. Dann wird sich ja zeigen, ob wir noch in einem Rechtsstaat leben. 

    Und danke an die Freie Linke. Ich bewun­dere ihre klaren Worte und die Richtig­stel­lung der Begriffe Rechts und Links. Ich ertrage diese Dop­pel­moral näm­lich nicht mehr, in der jed­er Coro­na­tote instru­men­tal­isiert, Impftote aber bil­li­gend in Kauf genom­men wer­den. Das ist schäbig und unmen­schlich und zeigt lediglich, dass denen unsere Gesund­heit am A… vor­bei geht.

  30. Ralf Droesemeyer

    Danke FREIE LINKE !
    Ihr tragt euren Namen zu Recht!

  31. Mathias Witt

    Super, weit­er so, wir soll­ten klar Farbe beken­nen und gegen die Coro­na­maß­nah­men ( Gesund­heits­dik­tatur) im Gewand der Mit­men­schlichkeit auf­ste­hen! Es geht den Herrschen­den nie um die Gesund­heit der Men­schen son­dern immer um Prof­it, deshalb wollen sie uns alle mit Angst gefügig machen. Grat­u­la­tion an die muti­gen Kün­stler! Jean Joachim Mathias

  32. Alfred

    Der eine schreibt dies, der andere das. Habe mir die #alles­dicht­machen-Liste heute (12:00 am 25.4.21) mal genauer angeschaut. Aktuell sind nur noch 34 von ursprünglich 53 Kün­stlern abruf­bar. (Namen ohne (!) + Markierung sind von Bord der youtube- #alles­dicht­machen- Seite gegangen.

    +Volk­er Bruch
    +Jan Josef Liefers
    Peri Baumeister
    Ken Duken
    Felix Klare
    +Nina Gummich
    Mar­tin Brambach
    +Kathrin Osterode
    +Miri­am Stein
    +Jörg Bundschuh
    Inka Friedrich
    +Cem Ali Gültekin
    Trys­tan Pütter
    Meret Becker
    +Max­im Mehmet
    +Samia Dauenhauer
    Nicholas Ofczarek
    +Nadine Dubois
    Heike Makatsch
    Richy Müller
    +Ulrich Tukur
    Katha­ri­na Schlothauer
    Kost­ja Ullmann
    +Tina Maria Aigner
    +Bernd Gnann
    +Markus Gläser
    +Wotan Wilke Möhring
    +Vicky Krieps
    +Ben Münchow
    +Wern­er Eng
    +Gian­na Valenti­na Bauer
    +Joseph Bundschuh
    +Nad­ja Uhl
    +Clau­dia Rippe
    +Chris­t­ian Ehrich
    Ulrike Folkerts
    José Barros
    Manuel Rubey
    +Karo­line Teska
    +Thorsten Merten
    Bram­bach & Sommer
    Pasquale Aleardi
    +Kea Könneker
    +Jeana Paraschiva
    +Ramin Yazdani
    +Nina Proll
    +Jens Wawrczeck
    +Diet­rich Brüggemann
    +Moni­ka Wojtyllo
    +Roland Düringer
    Chris­tine Sommer
    Alexan­dra Marinescu
    +Hanns Zischler

  33. Theo

    Danke für den Kom­men­tar. Auf einen solchen hat man viel zu lange gewartet, aber er gibt ein wenig Hoff­nung, nach­dem „unsere Vertreter“ unsere Grun­drechte mas­siv eingeschnit­ten haben. Fas­sungs­los macht mich dabei wie ein­fach sowas war, ohne wirk­liche Not, wenn man sich denn mal mit dem The­ma tief­gründig beschäftigt. Vor­sicht ja, abso­lut, wir wollen und woll­ten gefährdete Grup­pen schützen…jetzt wollen wir unser leben zurück. Danke auch an die Kün­stler, die viel Gegen­wind auf sich genom­men haben, ich ste­he voll und ganz hin­ter euch. #alles­dicht­machen

  34. linksgrünversiffter

    Stimmt, Quer­denken und auch deren Unter­stützer wie Brügge­mann (die das Unter­fan­gen mit Musik unter­stützen), hat kein­er­lei Par­al­le­len zur Vor­naz­izeit: https://twitter.com/schwurbelwatchw/status/1385986164914544642?s=19 (am Woch­enende in Aachen).

    Der Blog­post ähnelt übri­gens fast iden­tisch dem AfD-Blog­post von Meuthen. Super, wenn sich links und recht­sex­trem einig sind, oder? 😉

  35. Nikodemus

    Danke für die erhel­lende Stel­lung­nahme. Alle Linken The­men sind von regierung­sop­por­tunis­tis­chen Influ­encern beset­zt. „Pro­gres­sive” Grup­pen zele­bri­eren ihre kri­tis­che Aufgek­lärtheit gegenüber der €DU, aber der Tenor ist ein­hel­lig: „Nie wur­den wir so gut beschützt, wie unter dieser Regierung”. Ein Haifis­chbeck­en voll von Kol­lab­o­ra­teuren. Nach mein­er Ein­schätzung hat die poli­tis­che Rechte den Mei­n­ungs­markt voll im Griff

  36. Kasimir

    Gut gemeint ist noch lange nicht gut gemacht. Die Aktion ist mit­telmäßig, die Clips sind wabernd von Befind­lichkeit­en, wo man sich fragt, gegen was sind die eigentlich und was wollen sie stattdessen? Vor allem der Rück­zug zeigt die inhaltliche Leere, wenn Akteure bestäti­gen müssen, dass sie die Maß­nah­men gar nicht in Frage stellen. Damit beziehen sie also Posi­tion für ihre Unlust. Alar­mjour­nal­is­mus, Ver­tuschung von Ver­ant­wor­tung durch das Wort „wir”, Dis­tanzierungs­flut, Angst­mache und poli­tis­che Eck­en­schieberei sind eben­so im Fokus bürg­er­lich­er Kri­tik. EInzig der Schmerzen­sauf­schrei des Main­stream gibt zu denken, weil die Lieblingskinder der Nation sich abset­zen will. Anti­au­toritär­er Zwergenaufstand.

    Sind die Freien Linken dann doch Mit­telschichts­früchtchen, wenn Sie das als Wider­stand hochloben? EInzig die Reak­tion des Main­stream ist es wert, draufzuschla­gen. Aber dieses winzige Wellengekräusel hat mit antikap­i­tal­is­tis­chem Wider­stand gar nix zu tun. Es ist die Angst der Mitte um ihre Pfründe. Von bei­den Seit­en. Die da unten sitzen weit­er da unten und staunen ob der Wellen.

    • Valentina Zweifel

      Danke, autoritär­er Riese, dass du mir die Wahrheit zeigst! Welche Pfründe, meinst du, habe ich, der­en­twillen ich Angst habe? Bring endlich den Tsuna­mi statt des Wellengekräusels, großer Rev­oluzzer Kasimir!

  37. Kasimir

    Wenn du meine Mei­n­ung als „Wahrheit” beze­ichnest, eben­so als autoritär, dann frage ich mich, wie „Mei­n­ungs­frei­heit” aus dein­er Sicht geht. Welchen Bück­ling muss ich machen, schöne Frau? 

    Die Freie Linke hat den Beitrag zur Unter­stützung der „muti­gen” wider­ständis­chen Schaus­piel­er gebracht. Die sehe ich nicht so wider­ständisch, was sich an ihrem schnellen Rück­zug zeigt und ihren Erk­lärun­gen. Das habe ich the­ma­tisiert. Gehörst du dazu, wenn du dich iden­ti­fizierst? Große Teile der Bevölkerung sind irri­tiert, gen­ervt, zweifeln an der Maß­nah­men­poli­tik der Regierun­gen, am Föder­al­is­mus, an der Gesundheitspolitik.

    Damit hört es aber schon auf. Sie ste­hen auf, weil plöt­zlich ihr eigenes Fell nass wird. Die jährlichen etwa 5,4 Mil­lio­nen tot­er Kleinkinder, die an Seuchen und Infek­tion­skrankheit­en samt Hunger ver­reck­en, wie die UN jährlich veröf­fentlichen, haben noch keinen dieser Hunde hin­ter dem Ofen her­vor geholt. Weil das nicht ihre Kinder sind. Die sind mehrheitlich in Kriegsgebieten.
    Und jet­zt ändert sich das. Jet­zt ist der Krieg an der eige­nen Haustür angekom­men. Und der wird dann plöt­zlich mit harten Ban­da­gen aus­ge­focht­en nach dem Mot­to: Wer hier stirbt ist auf jeden Fall nicht mein Kind.

    Das nenne ich Pfründe vertei­di­gen. Das ist meines Eracht­ens nicht links son­dern lib­ertär im neg­a­tiv­en Sinn.

    Also kleine Rev­oluzzerin: Wohin?

    • Gokh

      Bitte, wir soll­ten zumin­d­est mal ver­suchen uns hier mit mehr Respekt und nicht diesen typ­is­chen Besser­wis­serei der Pseu­do-Linken zu begegnen.
      Ich gebe Ihnen ja Recht, dass es hier auch um die Pfründe vertei­di­gen geht. Ich sel­ber schaue gar keine Filme, weil diese Schaus­pielerIn­nen für mich eine Elite darstellen, zu denen ich kein­er­lei Verbindung habe.
      Aber hier geht es nicht um den richti­gen rev­o­lu­tionären Weg, über denen sich ver­schiedene linke Strö­mungen seit Jahren den Kopf ein­schla­gen und damit immer mehr nur noch Vertei­di­gungskämpfe gegen das Sys­tem führen, son­dern hier geht es um die Ver­hin­derung ein­er neuen Form des Faschismus.
      Wenn sie damals die ver­schiede­nen linken Grup­pen nicht eini­gen kon­nten gegen den Faschis­mus zu kämpfen, dann ist das das eine, aber sollen wir heute den gle­ichen Fehler begehen.
      Es geht hier auch nicht um die Vertei­di­gung des spanis­chen Bürg­erkrieges und ein­er eventuellen Ver­wässerung durch die Auf­nahme bürg­er­lich­er Kräfte.
      Hier geht es mein­er Mei­n­ung nach um eine Sit­u­a­tion, welche ein Sys­tem instal­liert, welche in Zukun­ft jeglichen poli­tis­che Arbeit erschw­ert. Es wer­den Kon­troll- und Überwachungssys­teme etabliert, welche jegliche Oppo­si­tion in Zukun­ft schon im Vor­feld im Keim erstick­en kann.
      Es geht um die neue Gen­er­a­tion, welche von vorn­here­in ein Leben unter Gehor­sam und Anpas­sung führen wird und gar keine Möglichkeit hat die Welt mit eige­nen Augen zu erfahren .
      Ja und es geht auch darum.

      > Die jährlichen etwa 5,4 Mil­lio­nen tot­er Kleinkinder, die an Seuchen und Infek­tion­skrankheit­en samt Hunger ver­reck­en, wie die UN jährlich veröf­fentlichen, haben noch keinen dieser Hunde hin­ter dem Ofen her­vor geholt. Weil das nicht ihre Kinder sin

      Durch diese Krise, durch die Ver­schiebung der Aufmerk­samkeit wer­den es einige Mil­lio­nen Men­schen mehr sein, die in Folge dieses Lock­down ver­reck­en werden.
      Die Hungerkatas­tro­phe ist so groß wie sei lan­gen nicht mehr. 

      Aus diesem Grunde finde ich ihre Ver­ach­tung gegen diese Schaus­pielerIn­nen deshalb mehr als merk­würdig, weil sie sich zu den anderen „berühmten” Men­schen gar nicht äußern. 

      Wie ist das eigentlich mit den ganzen kleinen UnternehmerIn­nen oder mit­tel­ständis­chen Betrieben. Das sind ja eigentlich auch keine RevoluzzerInnen.
      Gilt da nicht das gle­iche? Sind nicht auch deren Pfründe jet­zt gefährdet und haben auch diese Leute sich mehrheitlich vorher nicht einen Dreck um die Armut in dieser Gesellschaft gekümmert?
      Heißt das aber jet­zt, dass auch diesen Leuten nicht unsere Sol­i­dar­ität gehört? 

      Ich will diesen Faschis­mus been­den und mir ist bewusst, dass ich dafür über meinen Teller­rand schauen muss. Vor allem deshalb, weil die Leute, welche ich dachte, dass sie eigentlich vom gle­ichen Teller essen wir ich, sich entsch­ieden haben, den Faschis­mus zu unterstützen.

    • Valentina Zweifel

      Wed­er die kleine Rev­oluzzerin noch die schöne Frau kann dir sagen, ob du etwas, und wenn ja, was du tun musst, bei­de wis­sen aber, dass sie ster­ben müssen und sie ver­muten, dass das auch jed­er Riese früher oder später muss. Es freute bei­de, die Kleine und die Schöne, kön­nten sie noch ein gesellschaftlich­es Ver­hält­nis der Men­schen erleben, in dem jed­er ohne Angst ver­schieden sein kann, wie Adorno schrieb. Dass wir als Men­schheit uns von solchen Ver­hält­nis­sen eher ent­fer­nen als uns ihnen zu näh­ern, darüber sollte Einigkeit beste­hen. Schwieriger dürfte die Analyse der Wirk­lichkeit sein. Leben wir noch im Kap­i­tal­is­mus, in dem sich ja zwei Klassen antag­o­nis­tisch gegenüber­ste­hen? Der Bour­geois ist so gut wie ver­schwun­den, erset­zt von ein­er Manager‑, Technokraten‑, Wis­senschaftler- und Expertenkaste. Die Masse der Lohnar­beit­er muss Min­der­heit­en­schutz beantra­gen, die Pro­duk­tion des gesellschaftlichen Reich­tums find­et immer mehr vol­lau­toma­tisch statt. Kap­i­tal akku­muliert so gut wie nicht mehr über den Umweg der Ware, son­dern im Finanzsek­tor, aber das Geld heck­ende Geld ver­misst den Zins, der Staat heckt das Geld und dem­nächst ist Staat, wer Geld heckt. Den treibt wohl nur eine Frage um: Wie ver­sklave ich einen Teil der Men­schen und rotte den anderen Teil aus und bleibe dabei anständig. Denn Moral ist eine Währung, die ist für Geld nicht zu bekom­men, das wusste Himm­ler schon, als er seinen Massen­mörder-Sol­dat­en bescheinigte doch über­wiegend anständig geblieben zu sein.
      Der gegen­wär­tige Krieg gegen die Armen (nichts anderes bedeuten die „Maß­nah­men”) ist ein erster Vorgeschmack auf´s Zukün­ftige. Die Schätzung der UN, 30 Mil­lio­nen Men­schen wer­den durch die „Maß­nah­men ” zusät­zlich ster­ben, halte ich für extrem kon­ser­v­a­tiv, aber egal – es berührte die Men­schen, wie sie in den herrschen­den Ver­hält­nis­sen dahin­veg­etieren, auch nicht, wäre die Schätzung zehn­mal so hoch.
      Die erste indus­trielle Rev­o­lu­tion (Dampf­mas­chine) war begleit­et von ein­er gesellschaftlichen. Die zweite (Elek­triz­ität) hätte gesellschaftlich die Rev­o­lu­tion der Arbeit­erk­lasse sein sollen, die scheit­erte vor 150 Jahren in Paris. Die dritte (das Fließband) wurde von Hen­ry Ford (ein­er der wüstesten Anti­semiten ever) benutzt, die Kon­trolle der Arbeit­er in den Repro­duk­tions­bere­ich zu erweit­ern. Die vierte (Digitalisierung/Automation) degradiert die Masse der Men­schen von Lohar­beit­ern zu Gnaden­brotempfängern. Ein total­itäres Sys­tem entste­ht, in dem soziale Kon­trolle von außen leicht umge­set­zt wer­den kann, meist aber gar nicht einge­set­zt wer­den muss, weil die soziale Kon­trolle in den Men­schen bere­its ganz gut funktioniert.
      Dahin geht es, denke ich. Nur so – du fragtest mich ja als die kleine Rev­oluzzerin: Wohin?
      Hättest du die schöne Frau gefragt, wäre die Antwort vielle­icht eine ganz andere. Aber wer weiß das schon und wer ken­nt sich schon aus mit Frauen und Revolutionen?

  38. Kasimir

    ok.

    Dann zuerst mal die Besser­wis­serei. Ich vertrete meine Mei­n­ung selb­st­be­wusst. Ich behaupte etwas. Wieso wird das sofort neg­a­tiv eingestuft? Das erin­nert mich an alle diese Erzieherin­nen, die – wenn man mal tem­pera­mentvoll ist oder schre­it – sofort sagen: Sei doch nicht so aggressiv! 

    Dass sich eine Linke gebildet hat, inter­essiert mich sehr und begrüße ich auch. Aber ich über­prüfe auch, ob ich dazuge­höre oder nicht. Das finde ich zulässig.

    „Frei” im Namen macht mich miß­trauisch – frei ist das Unwort des Jahrhun­derts gewor­den. Was sich da alles als frei ver­sam­melt, geht auf keine Kuh­haut. Frei von was und zu was? Meine Allergie – muss nicht jed­er haben. 🙂

    Bürg­er, Bürg­er­liche wie diese Schaus­piel­er sind Men­schen, mit denen ich gut zusam­men arbeit­en kann, genau wie lei­den­schaftliche Chris­ten. In der Prax­is greife ich nicht ihre vie­len Hand­lun­gen an, son­dern ihre objek­tive Posi­tion. Das klingt dann hart, ist es aber vielle­icht gar nicht. Ich über­prüfe an diesen Mil­lio­nen Kleinkindern die emo­tionale Hal­tung von Leuten. Wo endet ihr Mit­ge­fühl und wo ist die Lei­den­schaft an Frei­heit und Gerechtigkeit schnell an ihre Gren­ze gekom­men. Das ist näm­lich meine Wunde mit den alten Linken, die schnell in ihre Wohlfühloase abgedriftet sind – oder wie du sagst, nicht mehr vom sel­ben Teller essen. 

    Von daher gebe ich euch Zwei­flern recht, alles was gesagt wird, genau zu über­prüfen. Wir soll­ten die Fehler nicht nochmal bege­hen, das ist richtig. Deswe­gen kann man aber doch die Sit­u­a­tion analysieren. Da bin ich mit dir ein­er Meinung. 

    Du sagst so flap­sig Faschis­mus und diese neue Freie Linke arbeit­et sich an Coro­na ab. Ich halte das für nicht so wichtig, weil es die Frage nach dem Nar­ra­tiv stellt – und ich kenne inte­gre medi­zinis­che Fach­leute, die genau dazu ganz unter­schiedliche Fach­mei­n­un­gen haben. Ich bin kein medi­zinis­ch­er Fach­mann, aber ich sehe die impe­ri­al­is­tis­che Zus­pitzung weltweit – sei es Krieg oder Gesund­heit im weitesten Sinn. Gegen dieses Sys­tem muss man die Men­schen sam­meln. Das wird ger­ade immer schwieriger. Deswe­gen finde ich das hier auch wichtig – wie viele andere Ini­tia­tiv­en zu „Volks­bil­dung” und vor allem für die Diskus­sion überall . 

    Also nix für ungut für meine „Schärfe”. No pasaran.

    • Kasimir

      Valenti­na und Gokh, ich stimme euch im Groben zu, bis auf die Einord­nung der Maß­nah­men. Ich kann es ein­fach nicht nachvol­lziehen, wie man sich an dieser unerträglichen Mißor­gan­i­sa­tion samt Wis­senschafts­de­saster so hochziehen kann. Das Gle­iche erlebe ich seit vie­len Jahren im Bil­dungs­bere­ich, nur dass die Toten dort seel­is­che Krüp­pel sind, was einem Tod nahe kommt. Der Kampf um Revi­er und Prof­it selek­tiert Täter und Opfer und tötet, seit der Kap­i­tal­is­mus beste­ht. Pan­demien als eine Form des Kriegs und der Ver­nich­tung sind schon lange in der Kun­st antizip­iert wor­den und man hat auf das Unheil gewartet, wie auf eine Strafe Gottes. Ein qua­si religiös­es Ritual. 

      Ich finde wie Valenti­na das Entschei­dende im inter­nal­isierten Schweigen. Den Kampf um die Köpfe gewin­nen und vielle­icht den Kampf um das Gefühl der richti­gen Selbstliebe.

      Das wäre ein her­aus­ra­gen­des The­ma für mich. Denn wer sich wirk­lich liebt, kann das auf seine Umge­bung aus­dehnen und Entwick­lung wie kon­struk­tiv­er Verän­derung Raum geben. Nein, ich bin nicht religiös. 🙂 Aber immer wieder bin ich poli­tisch an die Gren­zen gestoßen, wo Men­schen das Aus­beuter­sys­tem sub­jek­tiv in ihrem Denken und Ver­hal­ten spiegeln und ich in Verzwei­flung stürze. Der Impe­ri­al­is­mus kann sich auf eine bre­ite Front von Schnäp­pchen­jägern stützen, die geistig und emo­tion­al ihren Feind nicht erkennen. 

      Faschis­mus, finde ich ein höchst inter­es­santes The­ma – vielle­icht irgend­wo anders. Anson­sten bin ich am Suchen, wo Aktion für mich effek­tiv ist und ich mich ein­mis­chen kann. Wie kann man diese großen Her­aus­forderun­gen dezen­tral und region­al herun­ter­brechen, ohne in Klein-Klein- Aktion­is­mus zu ger­at­en. Ich rät­se­le noch. Gut finde ich, dass auf vie­len gesellschaftlichen Ebe­nen sich Grup­pen find­en, um neue Wege zu diskutieren.

  39. Kasimir

    Nochmal zu den Pfründen:

    Ich kom­men­tiere auch lib­er­al-kon­ser­v­a­tiv­er Lokalzeitung. Es ist extrem auf­fäl­lig, dass sich im Zuge dieses Coro­na ego­is­tis­che Hal­tun­gen ver­stärken, auch bei lib­eralen Leuten. Rüs­tungsaus­gaben wer­den plöt­zlich toleriert, Konkur­ren­zri­val­ität erhöht sich im Angesichts der Angst vor Chi­na, die Kon­fronta­tion wie im Kalten Krieg der McCarthy-Ära lebt wieder auf, wie man am Kul­turkampf dieser Schaus­piel­er­ak­tion sieht – die Koller­atalschä­den dieses kap­i­tal­is­tis­chen Sys­tems wer­den zugun­sten der eige­nen Pri­or­ität geduldet. 

    Das lässt viele kleine Pro­duzierende offen­sichtlich massen­haft ins Lager der Grü­nen treiben und der Kopf ist verkleis­tert. Ich sehe in Aufk­lärung und Erar­beitung eines konkreten näch­sten Schrittes in der Entwick­lung die Haup­tauf­gabe. Wie müssen wir Pro­duk­tion verän­dern – als eines der wichtig­sten Beispiele.

  40. Kasimir

    Als let­ztes – blöd, dass man das an die obi­gen KOm­mentare nicht hin­hän­gen kann.

    Ich habe die Schaus­piel­er in der Region­alzeitung vertei­digt – nicht alles, weil ich es nicht beson­ders gut gemacht fand- aber der Shit­storm, der da lospras­selte, ange­fan­gen vom Kom­men­tar des Chefredak­teurs bis hin­unter zum lib­eralen Kom­men­ta­tor war doch etwas, was mich entset­zt hat. In diesem Sinn war die Aktion gut, weil sie das men­tale Kopfde­saster offen­barte, dem immer mehr erliegen und das langsam sek­tenähn­liche Aus­maße annimmt. . Passend dazu die Erpres­sung und Bedro­hung mit der Lage des Pflegeper­son­als. Da wurde ich sehr scharf. Das habe ich hier ver­nach­läs­sigt, weil ich mich hier auf ein­er anderen Plat­tform wähne und a ndere Schw­er­punk­te habe.

    • Gokh

      Ich finde Deine let­zten Kom­mentare sehr gelun­gen und halte es dur­chaus für richtig und wichtig kri­tisch zu sein, sowohl der Freien Linken gegenüber, wie auch anderen gesellschaftlichen Entwicklungen. 

      Nur eines

      > Du sagst so flap­sig Faschismus

      Ja, das mag so herübergekom­men sein, aber ich nutze es eigentlich nicht flap­sig, wen­ngle­ich das im meinen obi­gen Kom­men­tar so ist.
      Ich meine mit diesem Faschis­mus übri­gens den ursprünglichen ital­ienis­chen Faschis­mus und kön­nte da ziem­lich aus­führlich begründen.
      Aber das wäre ein extra Beitrag und gehört hier eigentlich nicht hin.
      Eini­gen wir uns vielle­icht auf faschistoid. 

      Nur mal eine Sache. Bere­its der Schutz der Mehrheit, was nichts anderes wie die Volks­ge­sund­heit zu Las­ten des einzel­nen Indi­vidu­ums ist ein Aspekt des Faschismus.
      Ich muss also die Gefährlichkeit des Virus gar nicht abstre­it­en, um den­noch ein selb­st­bes­timmtes Leben einzufordern.
      Aber wie gesagt, ich kön­nte das ziem­lich aus­führlich darstellen, wenn da Inter­esse beste­hen sollte. 

      No pasaran

  41. Kasimir

    Kasimir

    29. April 2021 um 18:06

    Valenti­na und Gokh, ich stimme euch im Groben zu, bis auf die Einord­nung der Maß­nah­men. Ich kann es ein­fach nicht nachvol­lziehen, wie man sich an dieser unerträglichen Mißor­gan­i­sa­tion samt Wis­senschafts­de­saster so hochziehen kann. Das Gle­iche erlebe ich seit vie­len Jahren im Bil­dungs­bere­ich, nur dass die Toten dort seel­is­che Krüp­pel sind, was einem Tod nahe kommt. Der Kampf um Revi­er und Prof­it selek­tiert Täter und Opfer und tötet, seit der Kap­i­tal­is­mus beste­ht. Pan­demien als eine Form des Kriegs und der Ver­nich­tung sind schon lange in der Kun­st antizip­iert wor­den und man hat auf das Unheil gewartet, wie auf eine Strafe Gottes. Ein qua­si religiös­es Ritual.

    Ich finde wie Valenti­na das Entschei­dende im inter­nal­isierten Schweigen. Den Kampf um die Köpfe gewin­nen und vielle­icht den Kampf um das Gefühl der richti­gen Selbstliebe.

    Das wäre ein her­aus­ra­gen­des The­ma für mich. Denn wer sich wirk­lich liebt, kann das auf seine Umge­bung aus­dehnen und Entwick­lung wie kon­struk­tiv­er Verän­derung Raum geben. Nein, ich bin nicht religiös. 🙂 Aber immer wieder bin ich poli­tisch an die Gren­zen gestoßen, wo Men­schen das Aus­beuter­sys­tem sub­jek­tiv in ihrem Denken und Ver­hal­ten spiegeln und ich in Verzwei­flung stürze. Der Impe­ri­al­is­mus kann sich auf eine bre­ite Front von Schnäp­pchen­jägern stützen, die geistig und emo­tion­al ihren Feind nicht erkennen.

    Faschis­mus, finde ich ein höchst inter­es­santes The­ma – vielle­icht irgend­wo anders. Anson­sten bin ich am Suchen, wo Aktion für mich effek­tiv ist und ich mich ein­mis­chen kann. Wie kann man diese großen Her­aus­forderun­gen dezen­tral und region­al herun­ter­brechen, ohne in Klein-Klein- Aktion­is­mus zu ger­at­en. Ich rät­se­le noch. Gut finde ich, dass auf vie­len gesellschaftlichen Ebe­nen sich Grup­pen find­en, um neue Wege zu diskutieren.

  42. Ursula Weidlich

    Ich bin keine linke Wäh­lerin. Aber ihr habt mit eur­er Kri­tik in Vielem recht. Ich würde mir aber auch wün­schen, wenn ihr den Namen „Annale­na Baerbock/BÜ90/GRÜNE mit in eur­er Kri­tik am derzeit­i­gen Sys­tem berück­sichti­gen würdet. Denn die GRÜNEN haben sich zwar aus wahltkampf­tatk­tis­chen Grün­den bei der Abstim­mung zum §28IFSG enthal­ten. Aber voll im Bun­desrat DAFÜR gestimmt.

  43. Richard Bhend

    Endlich lese ich eine klare Linke Stimme zu Coro­na, die nicht willfährig und ger­adezu ver­leumderisch der Poli­tik und den meis­ten Medi­en untertänigst dient.
    Bin zwar braver Sozialdemokrat, finde mich plöt­zlich in manchen Hal­tun­gen im gle­ichen Boot wie die FDP – oder sog­ar der AfD. Komis­che Neue Welt.

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