Corona-Maßnahmen offenbaren totalitäre Züge

Ein Interview mit Mattias Desmet, Professor für klinische Psychologie (übersetzt von Heiner Biewer)

Das Interview mit Professor Desmet erschien am 18. Januar 2021 auf der flämischen Webseite dewereldmorgen.be. Es wurde von dem politischen Philosophen Patrick Dewals geführt. Der Übersetzer hat es mit Hilfe der kostenlosen Version von deepL.com erstellt. Für kritische Passagen wurde die englische Übersetzung zu Rate gezogen.

Desmet sieht die Krise und unseren Umgang mit ihr nicht als isoliertes Ereignis, sondern nimmt immer wieder eine historische Perspektive ein: welche Rolle spielen bereits vorher bestehende Ängste und Zwänge in der Bevölkerung oder der in der Aufklärung wurzelnde Glaube an eine absolute wissenschaftliche Objektivität? In diesem Sinne also nicht erst mit Blick auf die Folgen der Maßnahmen spricht er von einer tiefen sozialen und kulturellen Krise, in der sich auch totalitäre Tendenzen manifestieren.

Nur wenige Phänomene hatten auf globaler Ebene so rasch tiefgreifende Auswirkungen wie der aktuelle Corona-Ausbruch. Das menschliche Leben wurde in kürzester Zeit völlig neu geordnet. Wie es dazu kommen konnte, was die Folgen waren und was wir von nun an erwarten können, fragen wir Mattias Desmet, Psychotherapeut und Professor für klinische Psychologie an der Universität Gent.

Wie steht es fast ein Jahr nach dem Beginn der Corona-Krise um die psychische Gesundheit der Bevölkerung?

Bislang gibt es nur wenig Zahlenmaterial, das die Entwicklung möglicher Indikatoren wie die Einnahme von Antidepressiva und Anxiolytika (angstlösende oder -mindernde Medikamente, A. d. Ü) oder die Zahl der Selbstmorde abbildet. Aber es ist besonders wichtig, das psychische Wohlbefinden in der Corona-Krise in seine historische Kontinuität zu stellen. Die psychische Gesundheit hat sich seit Jahrzehnten verschlechtert. Seit langem gab es eine stetige Zunahme von Depressionen und Angstzuständen sowie von Selbstmordraten. Und in den letzten Jahren gab es einen enormen Anstieg der Krankmeldungen aufgrund von psychischen Leiden und Burnouts. Im Jahr vor dem Corona-Ausbruch konnte man spüren, wie diese Malaise exponentiell zunahm. Dies vermittelte den Eindruck, dass die Gesellschaft auf einen Kipppunkt zusteuerte, an dem eine psychologische „Reorganisation“ des sozialen Systems erforderlich war. Das passiert bei Corona. Anfänglich konnten wir beobachten, dass Menschen mit wenig Wissen über das Virus schreckliche Ängste entwickelten, und eine regelrechte soziale Panikreaktion manifestierte sich. Dies geschieht insbesondere dann, wenn in einer Person oder Bevölkerung bereits eine starke, latente Angst lauert.

Die psychologische Dimension der aktuellen Corona-Krise wird stark unterschätzt. Eine Krise wirkt wie ein Trauma, das dem Menschen sein historisches Bewusstsein nimmt. Das Trauma wird als ein isoliertes Ereignis gesehen, während es in Wirklichkeit Teil eines kontinuierlichen Prozesses ist. So wird leicht übersehen, dass ein erheblicher Teil der Bevölkerung beim ersten Lockdown auf seltsame Weise erleichtert war; sie fühlten sich von einem Unbehagen befreit. Ich hörte regelmäßig Leute sagen: „Ja, es ist schwer, aber zumindest kann ich etwas loslassen“. Weil der Alltagstrott aufhörte, kehrte Ruhe in die Gesellschaft ein. Der Lockdown hat die Menschen oft aus einem psychologischen Trott befreit. Das hat eine unbewusste Unterstützungsbasis für den Lockdown geschaffen. Wäre die Bevölkerung nicht bereits durch ihr Leben und vor allem ihre Arbeit erschöpft gewesen, hätte es nie eine Unterstützung für den Lockdown gegeben. Zumindest nicht als Reaktion auf eine Pandemie, die im Vergleich zu den großen historischen Pandemien nicht so schlimm ist. Wir haben etwas Ähnliches bemerkt, als der erste Lockdown kurz vor dem Ende stand. Damals hörte man regelmäßig Aussagen wie: „Wir werden nicht wieder so anfangen wie früher, wieder im Stau stehen und so weiter“. Die Menschen wollten nicht zum Vor-Corona-Normalzustand zurückkehren. Wenn wir die Unzufriedenheit der Bevölkerung mit ihrer Existenz nicht berücksichtigen, werden wir diese Krise nicht verstehen und sie nicht lösen können. Übrigens habe ich inzwischen den Eindruck, dass die neue Normalität wieder zu einem Trott geworden ist, und es würde mich nicht wundern, wenn sich die psychische Gesundheit in naher Zukunft wirklich verschlechtert. Vielleicht vor allem, wenn sich herausstellt, dass der Impfstoff nicht die magische Lösung bietet, die man sich von ihm verspricht.

In den Medien finden sich regelmäßig Verzweiflungsschreie von Jugendlichen. Für wie seriös halten Sie sie?

Nun, Sie müssen wissen, dass die Lockdowns und die Maßnahmen für Jugendliche eine völlig andere Bedeutung haben als für Erwachsene. Anders als bei einem Erwachsenen, bei dem ein Jahr blitzschnell vorbei ist, bedeutet ein Jahr für einen jungen Menschen einen Zeitraum, in dem er eine enorme seelische Entwicklung durchläuft, das geschieht vor allem im Dialog mit Gleichaltrigen. Die jungen Menschen von heute durchleben diese Zeit isoliert, und es kann gut sein, dass dies für die Mehrheit von ihnen katastrophale Folgen haben wird. Aber bei jungen Menschen ist alles komplex. Zum Beispiel fühlen sich diejenigen, die zuvor unter sozialer Angst oder sozialer Isolation litten, jetzt vielleicht besser, weil sie nicht mehr die Außenseiter sind. Aber insgesamt ist die Jugend zweifellos die Gruppe, die am stärksten von dieser Corona-Krise betroffen ist.

Was ist mit der Angst bei Erwachsenen?

Bei Erwachsenen gibt es auch Angst, aber das Objekt der Angst, das, wovor man Angst hat, unterscheidet sich. Manche Menschen haben vor allem Angst vor dem Virus selbst. In meiner Straße gibt es Menschen, die sich kaum noch aus dem Haus trauen. Andere haben Angst vor den wirtschaftlichen Folgen. Andere haben Angst vor den gesellschaftlichen Veränderungen, die die Maßnahmen mit sich bringen. Sie fürchten den Aufstieg einer totalitären Gesellschaft. So wie ich (lacht).

Sind die Mortalitäts- und Morbiditätsraten im Zusammenhang mit der Verbreitung des Coronavirus so hoch, dass Sie die intensiven Angstreaktionen verstehen?

Nun, Krankheit und Leiden sind immer schlecht, aber das Ausmaß des Leidens steht nicht im Verhältnis zur Reaktion, nein. Beruflich bin ich an zwei Forschungsprojekten beteiligt, die sich mit Corona beschäftigen. Infolgedessen habe ich mich recht intensiv mit den Daten beschäftigt. Es ist klar, dass die Sterblichkeitsrate für das Virus recht gering ist. Die Zahlen, die die Medien zeigen, beruhen auf einer, sagen wir mal, enthusiastischen Zählung. So gut wie jeder ältere Mensch, der starb, wurde unabhängig davon, welche zugrundeliegenden medizinischen Probleme er bereits hatte, in die Liste der Corona-Todesfälle aufgenommen. Persönlich ist mir nur eine Person bekannt, die als Corona-Todesfall registriert wurde. Er war Krebspatient im Endstadium, der also mit und nicht an Corona verstarb. Das Hinzufügen dieser Art von Todesfällen zu den Corona-Todesfällen erhöht die Zahlen und steigert die Angst in der Bevölkerung.

Während der zweiten Welle wurde ich von mehreren Notärzten angerufen. Einige sagten mir, dass ihre Abteilung definitiv nicht mit Corona-Patienten überlaufen sei. Andere erzählten mir, dass mehr als die Hälfte der Patienten auf der Intensivstation keine Corona hatten oder so milde Symptome zeigten, dass sie, wenn sie Grippesymptome von vergleichbarem Schweregrad gehabt hätten, zur Genesung nach Hause geschickt worden wären. Doch angesichts der herrschenden Panik erwies sich dies als unmöglich. Leider wollten diese Ärzte anonym bleiben und ihre Botschaft schaffte es nicht in die Medien und die öffentliche Meinung. Einige von ihnen haben ihre Geschichte später auch einem Journalisten des VRT erzählt, aber leider ist damit bis jetzt nichts passiert. Und ich sollte sicherlich erwähnen, dass es andere Ärzte gab, die eine völlig andere Meinung hatten und sich sehr wohl mit der vorherrschenden Geschichte identifizieren konnten.

Das Verschwinden der Fähigkeit, den Konsens und die Corona-Maßnahmen zu kritisieren, ist auffallend, sogar innerhalb der akademischen Welt, wo wissenschaftliche Ideale kritisches Denken erfordern. Wie erklären Sie sich das?

Täuschen Sie sich nicht: An der Universität und in der medizinischen Welt gibt es viele Menschen, die staunend sehen, was da vor sich geht. Ich habe ziemlich viele Freunde in der medizinischen Gemeinschaft, die nicht verstehen, was hier vor sich geht. Sie sagen: „Macht die Augen auf, seht ihr nicht, dass dieser Virus nicht die Pest ist?“. Aber allzu oft machen sie nicht den Schritt, dies öffentlich zu sagen. Außerdem gibt es für jede kritische Stimme dreißig andere, die mit der Geschichte einverstanden sind. Auch wenn dies bedeutet, dass sie ihre kritische wissenschaftliche Haltung in dieser Angelegenheit aufgeben müssen.

Ist das ein Zeichen von Feigheit?

Für einige ist es das, bis zu einem gewissen Grad. In der Tat kann man überall drei Gruppen unterscheiden. Die erste Gruppe glaubt die Geschichte nicht und sagt das auch öffentlich. Die zweite Gruppe glaubt auch nicht an die Geschichte, macht aber trotzdem öffentlich mit, weil sie sich angesichts des sozialen Drucks nicht anders traut. Die letzte Gruppe glaubt wirklich das vorherrschende Narrativ und hat eine echte Angst vor dem Virus. Die letztgenannte Gruppe ist sicherlich auch an Universitäten zu finden.

Es ist auffallend, dass wissenschaftliche Untersuchungen, auch im Falle dieser Coronakrise, sehr unterschiedliche Ergebnisse zu Tage fördern. Auf der Grundlage dieser Ergebnisse können Wissenschaftler fast diametral entgegengesetzte Fakten als einzige Wahrheit verteidigen. Wie ist das möglich?

Die Forschung zur Corona ist in der Tat voller Widersprüche. Zum Beispiel über die Wirksamkeit von Mundschutz oder Hydroxychloroquin, den Erfolg des schwedischen Ansatzes oder die Wirksamkeit des PCR-Tests. Noch bemerkenswerter ist, dass die Studien eine Menge unwahrscheinlicher Fehler enthalten, die man von einem normal denkenden Menschen nicht erwarten würde. Um zum Beispiel die Entwicklung der Infektionszahlen darzustellen, spricht man immer noch von der absoluten Anzahl der festgestellten Infektionen. Wobei ein Schulkind weiß, dass dies nichts bedeutet, solange die Zahl der festgestellten Infektionen nicht ins Verhältnis zur Zahl der durchgeführten Tests gesetzt wird. Mit anderen Worten: Je mehr Tests Sie machen, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Ihre Infektionsrate steigt. Ist das so schwierig? Außerdem muss man bedenken, dass der PCR-Test bei zu hohen CT-Werten eine große Anzahl von falsch-positiven Ergebnissen liefern kann. Zusammen sorgt dies dafür, dass die Unrichtigkeit der täglich von den Medien verbreiteten Zahlen so groß ist, dass manche Menschen verständlicherweise, aber zu Unrecht, eine Verschwörung darin sehen.

Wieder einmal ist es besser, dieses Phänomen in eine historische Perspektive zu stellen. Denn die problematische Qualität der wissenschaftlichen Forschung ist ein viel älteres Problem. Im Jahr 2005 brach in den Wissenschaften die sogenannte Replikationskrise aus (A. d. Ü: die Ergebnisse vieler Arbeiten konnten bei ihrer Wiederholung durch andere Forscher nicht bestätigt werden, ein starker Hinweis auf Mängel und Fehler in der Originalarbeit). Verschiedene Untersuchungsausschüsse, die eingerichtet wurden, um eine Reihe von Fällen von wissenschaftlichem Betrug zu untersuchen, kamen zu dem Schluss, dass die wissenschaftliche Forschung mit Fehlern behaftet ist. Oft sind die getroffenen Schlussfolgerungen daher von sehr zweifelhaftem Wert. Im Zuge der Krise erschienen in mehreren Zeitschriften Artikel mit Titeln, die der Fantasie wenig Raum lassen. John Ionnadis, Professor für medizinische Statistik in Stanford, veröffentlichte 2005 Why most published research finding are false („Warum sind die meisten veröffentlichten Forschungsergebnisse falsch?“). Im Jahr 2016 veröffentlichte eine andere Forschergruppe in Nature zum gleichen Thema Reproducibility: a tragedy of errors („Reproduzierbarkeit: eine Tragödie von Fehlern“). Dies sind nur einige Beispiele aus der sehr umfangreichen Literatur, die diese Themen beschreibt. Ich selbst bin mir der wackeligen wissenschaftlichen Grundlage vieler Forschungsergebnisse durchaus bewusst. Neben meinem Master in klinischer Psychologie habe ich einen Master in Statistik gemacht und meine Doktorarbeit handelte von Messproblemen innerhalb der Psychologie.

Wie wurde die Kritik von der wissenschaftlichen Gemeinschaft aufgenommen?

Das löste zunächst eine Schockwelle aus, woraufhin man versuchte, die Krise zu lösen, indem man mehr Transparenz und Objektivität forderte. Aber ich glaube nicht, dass dies eine Lösung ist. Die Ursache des Problems ist vielmehr in einer spezifischen Art von Wissenschaft zu suchen, die während der Aufklärung entstanden ist. Diese Wissenschaft geht von einem zu absoluten Glauben an Objektivität aus. Nach Ansicht der Adepten dieser Vision ist die Welt nahezu absolut objektivierbar, messbar, vorhersehbar und kontrollierbar. Aber die Wissenschaft selbst hat gezeigt, dass diese Idee unhaltbar ist. Der Objektivität sind Grenzen gesetzt, und je nach Wissenschaftsgebiet stößt man schneller an diese Grenzen. Physik und Chemie eignen sich noch recht gut zum Messen. Aber in anderen Forschungsbereichen wie Wirtschaft, Medizin oder Psychologie ist dies viel weniger möglich. Die Subjektivität des Forschers hat einen direkten Einfluss auf die Beobachtungen. Und genau dieser subjektive Kern ist es, den man aus der wissenschaftlichen Debatte verbannen wollte. Paradoxerweise – aber vielleicht auch logisch – blühte dieser Kern sozusagen in seinem Exil auf, was zum kompletten Gegenteil des erhofften Ergebnisses führte. Nämlich einen radikalen Mangel an Objektivität und einen Wildwuchs an Subjektivität. Dieses Problem blieb auch nach der Replikationskrise bestehen, und es gelang nicht, eine Lösung zu finden. Das Ergebnis ist, dass wir jetzt, 15 Jahre später, in der Corona-Krise, mit genau den gleichen Problemen konfrontiert sind.

Gehen die heutigen Politiker bei ihren Corona-Maßnahmen von falschen wissenschaftlichen Annahmen aus?

Ich denke schon. Auch hier sehen wir, wie eine Art naiver Glaube an Objektivität in sein Gegenteil umschlägt: radikale Unsachlichkeit mit massenhaften Fehlern und Schlampereien. Außerdem gibt es eine unheilvolle Verbindung zwischen dem Aufstieg dieser Art von absolutistischer Wissenschaft und dem Prozess der „Formierung der Massen“ (zum Begriff vgl. etwa hier oder hier, A. d. Ü.) und der Totalisierung der Gesellschaft. Die deutsch-amerikanische politische Denkerin Hannah Arendt beschreibt in ihrem Buch Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft auf verblüffende Weise, wie dieser Prozess unter anderem in Nazi-Deutschland ablief. In Enstehung begriffene totalitäre Regime greifen typischerweise auf einen „wissenschaftlichen“ Diskurs zurück. Sie zeigen eine große Vorliebe für Zahlen und Statistiken, die schnell in reine Propaganda umschlagen, gekennzeichnet durch eine radikale „Verachtung der Fakten“. Der Nationalsozialismus zum Beispiel gründete seine Ideologie auf die Überlegenheit der arischen Rasse. Eine ganze Reihe sogenannter wissenschaftlicher Zahlen unterstützte ihre Theorie. Heute wissen wir, dass diese Theorie keinen wissenschaftlichen Wert hatte, aber Wissenschaftler verteidigten die Ansichten des Regimes in den Medien. Hannah Arendt beschreibt, wie diese Wissenschaftler zweifelhafte wissenschaftlichen Verdienste beanspruchten, und sie benutzt das Wort „Scharlatane“, um dies zu betonen. Sie beschreibt auch, wie der Aufstieg dieser Art von Wissenschaft und ihrer industriellen Anwendungen von einem typischen sozialen Wandel begleitet wurde. Klassen verschwanden und normale soziale Bindungen zerfielen, verbunden mit viel unbestimmter Angst und Unruhe, einem Mangel an Sinn und Frustration. Unter solchen Umständen bildet sich eine Masse, eine Gruppe mit ganz bestimmten psychologischen Eigenschaften. Wenn sich eine Masse bildet, wird im Prinzip die ganze Angst, die die Gesellschaft durchdringt, mit einem einzigen „Objekt“ verbunden – den Juden zum Beispiel –, so dass die Masse eine Art energetischen Kampf mit diesem Objekt führt. Aus diesem Prozess der sozialen Konditionierung der Massen ergibt sich dann eine völlig neue politische und gesellschaftliche Organisation: der totalitäre Staat.

Heute beobachten wir ähnliche Phänomene. Es gibt ein enormes psychisches Leiden, einen Mangel an Sinn und fehlende soziale Bindungen in der Gesellschaft. Dann kommt eine Geschichte daher, die auf ein Angstobjekt, den Virus, hinweist, woraufhin die Bevölkerung ihre Angst und ihr Unbehagen massiv mit diesem Angstobjekt verknüpft. In der Zwischenzeit ertönt in allen Medien ständig der Aufruf, sich zum Kampf gegen den mörderischen Feind zusammenzuschließen. Die Wissenschaftler, die uns diese Geschichte erzählen, erhalten im Gegenzug eine enorme soziale Macht. Ihre psychologische Macht ist so groß, dass auf ihre Anregung hin die gesamte Gesellschaft schlagartig auf eine ganze Reihe sozialer Bräuche verzichtet und sich auf eine Weise neu organisiert, die Anfang 2020 niemand für möglich gehalten hätte.

Was denken Sie, wird nun geschehen?

Die aktuelle Corona-Politik gibt der Gesellschaft vorübergehend ein Stück soziale Verbundenheit (Solidarität) und Sinn zurück. Mit vereinten Kräften gegen das Virus anzukämpfen, erzeugt einen Rausch, der eine enorme Verengung der Sicht bewirkt, wodurch andere Themen, wie z. B. die Aufmerksamkeit für Kollateralschäden, in den Hintergrund treten. Doch die Vereinten Nationen und verschiedene Wissenschaftler warnten von Anfang an, dass die Kollateralschäden weltweit viel mehr Todesfälle verursachen könnten, zum Beispiel durch Hunger und verzögerte Behandlung, als das Virus.

Die soziale Konditionierung hat noch einen anderen eigentümlichen Effekt: Sie bewirkt, dass der Einzelne alle egoistischen und individuellen Motive beiseite schiebt, oder besser gesagt, sie psychologisch vernachlässigt. Auf diese Weise kann man eine Regierung tolerieren, die einem alle persönlichen Annehmlichkeiten nimmt. Um nur ein Beispiel zu nennen: Gastronomiebetriebe, in denen Menschen ihr ganzes Leben lang gearbeitet haben, werden ohne großen Protest geschlossen. Oder auch: Der Bevölkerung werden Aufführungen, Feste und andere kulturelle Vergnügungen vorenthalten. Totalitäre Führer spüren intuitiv, dass die Quälerei der Bevölkerung perverserweise die soziale Konditionierung verstärkt. Ich kann es hier nicht komplett erklären, aber der Prozess der sozialen Konditionierung der Massen ist von Natur aus selbstzerstörerisch. Eine Bevölkerung, die von diesem Prozess ergriffen wurde, ist zu enormer Grausamkeit gegenüber anderen, aber auch gegenüber sich selbst fähig. Sie zögert nicht, sich zu opfern. Dies erklärt, warum ein totalitärer Staat – im Gegensatz zu Diktaturen – nicht weiter existieren kann. Es frisst sich sozusagen selbst auf. Aber der Prozess kostet in der Regel eine enorme Menge an Menschenleben.

Erkennen Sie totalitäre Züge in der aktuellen Krise und der Reaktion der Regierung darauf?

Definitiv. Wenn man die Virengeschichte einmal weglässt, entdeckt man einen totalitären Prozess par excellence. Ein Beispiel: Ein vortotalitärer Staat durchtrennt nach Arendt alle sozialen Bindungen der Bevölkerung. Diktaturen tun dies auf der politischen Ebene – sie sorgen dafür, dass sich die Opposition nicht zusammenschließen kann –, aber totalitäre Staaten tun dies auch in der Bevölkerung, im privaten Bereich. Denken Sie an die Kinder, die in den totalitären Staaten des zwanzigsten Jahrhunderts – oft unfreiwillig – ihre Eltern an die Regierung verrieten. Der Totalitarismus ist so stark auf totale Kontrolle ausgerichtet, dass er automatisch Misstrauen in der Bevölkerung erzeugt, was die Menschen dazu veranlasst, sich gegenseitig auszuspionieren und zu verraten. Die Menschen trauen sich nicht mehr, frei mit jemandem zu sprechen und können sich aufgrund der Einschränkungen weniger organisieren. Es ist nicht schwer, solche Phänomene im heutigen Staat zu erkennen. Neben vielen anderen Merkmalen des aufkommenden Totalitarismus.

Was will dieser totalitäre Staat letztlich erreichen?

In der ersten Instanz will er eigentlich gar nichts. Seine Entstehung ist ein automatischer Prozess, der zum einen mit einem großen Unbehagen in der Bevölkerung und zum anderen mit einem naiven wissenschaftlichen Denken zusammenhängt, das ein totales Wissen für möglich hält. Heute gibt es Leute, die meinen, die Gesellschaft solle sich nicht mehr auf politische Geschichten, sondern auf wissenschaftliche Zahlen stützen und damit den roten Teppich für eine Technokratie ausrollen. Ihr Idealbild ist das, was der niederländische Philosoph Ad Verbrugge „intensive Menschenhaltung“ nennt. Innerhalb einer biologisch-reduktionistischen, virologischen Ideologie ist eine ständige biometrische Überwachung angezeigt und der Mensch wird ständigen medizinischen Präventivmaßnahmen, wie z. B. Impfkampagnen, unterworfen. All dies wird getan, um seine Gesundheit zu optimieren. Und eine ganze Reihe von medizinisch-hygienischen Maßnahmen muss umgesetzt werden; kein Händeschütteln, Tragen von Mundschutz, ständige Händedesinfektion, Impfungen usw. Für die Anhänger dieser Ideologie kann man gar nicht weit genug gehen, um das Ideal der höchstmöglichen „Gesundheit“ zu erreichen. Es gab sogar einen Zeitungsartikel, in dem zu lesen war, dass man der Bevölkerung noch mehr Angst machen müsse. Nur dann würden sie sich an die von den Virologen vorgeschlagenen Maßnahmen halten. Aus ihrer Sicht zielt das Schüren von Angst darauf ab, Gutes zu bewirken. Doch bei all diesen drakonischen Maßnahmen vergisst die Politik, dass der Mensch – und damit auch sein Körper – ohne ausreichende Freiheit, Privatsphäre und das Recht auf Selbstbestimmung nicht gesund sein kann. Werte, die diese technokratische, totalitäre Vision völlig ignoriert. Obwohl die Regierung eine enorme Verbesserung der Gesundheit der Gesellschaft anstrebt, wird sie durch ihr Handeln die Gesundheit der Gesellschaft nur ruinieren. Das ist übrigens ein Grundmerkmal totalitären Denkens nach Hannah Arendt: Es endet im genauen Gegenteil dessen, was es ursprünglich bezweckte.

Heute sorgt der Virus für die notwendige Angst, auf die sich der Totalitarismus stützt. Wird die Suche nach einem Impfstoff und die anschließende Impfkampagne diese Angst nicht lindern und damit dieses totalitäre Aufflackern beenden?

Ein Impfstoff wird keinen Weg aus dieser Sackgasse bieten. Diese Krise ist keine Gesundheitskrise, sie ist eine tiefgreifende soziale und sogar kulturelle Krise. Außerdem hat die Regierung bereits angedeutet, dass die Maßnahmen nach der Impfung nicht einfach verschwinden werden. In einem Artikel hieß es sogar, es sei auffällig, dass Länder, die in der Impfkampagne schon weit fortgeschritten sind – wie Israel und Großbritannien –, seltsamerweise die Maßnahmen noch stark verschärfen.[1] Ich sehe mehr von diesem Szenario voraus: Trotz aller vielversprechenden Studien wird der Impfstoff keine Lösung bringen. Und aufgrund der Blindheit, die soziale Konditionierung und Totalitarismus mit sich bringen, wird die Schuld denjenigen in die Schuhe geschoben, die nicht mitmachen und/oder sich weigern, sich impfen zu lassen. Sie werden als Sündenböcke benutzt. Es wird versucht werden, sie zum Schweigen zu bringen. Und wenn das gelingt, kommt der gefürchtete Kipppunkt im Prozess des Totalitarismus: Erst wenn er die Opposition vollständig ausgeschaltet hat, zeigt der totalitäre Staat sein aggressivstes Gesicht. Er wird dann – um es mit Hannah Arendt zu sagen – zu einem Monster, das seine eigenen Kinder frisst. Mit anderen Worten: Das Schlimmste könnte noch bevorstehen.

Worüber denken Sie in diesen Tagen nach?

Totalitäre Systeme haben im Allgemeinen alle die gleiche Tendenz zur methodischen Isolierung. Dass, um die Gesundheit der Bevölkerung zu gewährleisten, zum Beispiel der „kranke“ Teil der Bevölkerung noch weiter isoliert und zum Beispiel in Lager gesperrt wird. Diese Idee wurde während der Corona-Krise tatsächlich mehrfach vorgebracht, aber wegen zu großer gesellschaftlicher Widerstände als „nicht durchführbar“ abgetan. Aber wird dieser Widerstand anhalten, wenn die Angst exponentiell zunimmt? Sie können mich verdächtigen, ein Phantast zu sein, aber wer hätte gedacht, dass unsere Gesellschaft Anfang der 2020er Jahre so aussehen würde wie heute? Der Prozess des Totalitarismus basiert auf der hypnotischen Wirkung einer Geschichte, und sie kann nur durchbrochen werden, wenn eine andere Geschichte gehört wird. Deshalb hoffe ich, dass sich mehr Menschen Fragen über die tatsächliche Gefahr des Virus und die Notwendigkeit der aktuellen Bekämpfungsmaßnahmen stellen werden. Und sich trauen, öffentlich darüber zu sprechen.

Warum tritt diese Angstreaktion bei der Klimakrise nicht auf?

Die Klimakrise ist vielleicht nicht als Angstobjekt geeignet. Sie ist vielleicht zu abstrakt und wir können sie nicht mit dem sofortigen Tod eines geliebten Menschen oder von uns selbst in Verbindung bringen. Und als Angstobjekt hat sie auch weniger direkten Bezug zu unserem medizinisch-biologischen Menschenbild. Daher ist ein Virus ein privilegiertes Objekt der Angst.

Was sagt uns die aktuelle Krise über unser Verhältnis zum Tod?

Die vorherrschende Wissenschaft nimmt die Welt als ein mechanistisches Zusammenspiel von Atomen und anderen Elementarteilchen wahr, die zufällig zusammenstoßen und alle möglichen Phänomene hervorbringen, einschließlich des Menschen. Diese Wissenschaft macht uns verzweifelt und machtlos gegenüber dem Tod. Gleichzeitig wird das Leben als eine völlig bedeutungslose und mechanistische Gegebenheit erlebt, aber wir klammern uns daran, als ob es alles ist, was wir haben, und wir wollen jedes Risiko (Verhalten), das den Verlust dieses Lebens riskieren könnte, ausschalten. Und das ist unmöglich. Paradoxerweise schafft der Versuch, Risiken radikal zu vermeiden, zum Beispiel durch Corona-Maßnahmen, das größte Risiko von allen. Schauen Sie sich nur die kolossalen Kollateralschäden an, die dadurch verursacht werden.

Sie nehmen die aktuelle gesellschaftliche Entwicklung negativ wahr. Wie blicken Sie in die Zukunft?

Ich bin überzeugt, dass aus all dem etwas Schönes entstehen wird. Die materialistische Wissenschaft geht von der Vorstellung aus, dass die Welt aus materiellen Teilchen besteht. Doch genau diese Wissenschaft hat gezeigt, dass Materie eine Form von Bewusstsein ist. Dass es keine Gewissheit gibt und dass der menschliche Verstand die Welt nicht erfassen kann. Der dänische Physiker und Nobelpreisträger Niels Bohr zum Beispiel argumentierte, dass sich Elementarteilchen und Atome radikal irrational und unlogisch verhalten. Seiner Meinung nach konnten sie durch Poesie besser verstanden werden als durch Logik.

Auf Landesebene werden wir etwas Ähnliches erleben. In naher Zukunft werden wir den vielleicht historisch weitreichendsten Versuch erleben, alles auf technologische, rationale Weise zu kontrollieren. Irgendwann wird sich dieses System als nicht funktionierend erweisen und zeigen, dass wir eine völlig andere Gesellschaft und Politik brauchen. Das neue System wird sich mehr auf den Respekt vor dem, was sich dem menschlichen Verstand letztlich entzieht, und auf den Respekt vor der Kunst und Intuition stützen, die für die Religionen zentral waren.

Befinden wir uns heute in einem Paradigmenwechsel?

Zweifelsohne. Diese Krise kündigt das Ende eines kulturhistorischen Paradigmas an. In den Wissenschaften ist der Übergang zum Teil schon vollzogen. Schon die Genies, die die Grundlagen der modernen Physik, der Theorie komplexer und dynamischer Systeme, der Chaostheorie und der nichteuklidischen Geometrie gelegt haben, verstanden, dass es nicht eine, sondern viele verschiedene Logiken gibt. Dass allem etwas Subjektives innewohnt und dass der Mensch in direkter Resonanz mit der ihn umgebenden Welt und der ganzen Komplexität der Natur lebt. Außerdem ist der Mensch ein Wesen, das in seiner energetischen Existenz auf seine Mitmenschen angewiesen ist. Wir erleben jetzt ein letztes Aufbäumen der alten, auf Kontrolle und logischem Verstand basierenden Kultur, die in rasantem Tempo zeigen wird, was für ein gewaltiger Fehlschlag sie ist und wie unfähig sie ist, eine Gesellschaft wirklich anständig und menschlich zu organisieren.


1 Zwar kann man in Großbritannien nicht mehr von einer Verschärfung der Maßnahmen sprechen; dennoch liegt Desmet richtig damit, dass die Impfung keine Lösung dieser Krise bringen wird. Dies kann man aktuell ganz gut in Großbritannien verfolgen, wo die Impfkampagne weit fortgeschritten ist. Die Regierung kommt nicht um Lockerungen herum. Allerdings kann man kaum von einer Normalisierung der alltäglichen Beziehungen reden, wenn man eine Stellenausschreibung des Department of Health vom April für eine leitende Position anschaut: wichtigste Anforderung ist „die Entwicklung einer Kommunikationsstrategie, die die Ausweitung der Tests von asymptomatischen Personen unterstützt und Testen als Teil des Alltagslebens normalisieren soll“.

Am 14. April 2021 sagte Boris Johnson in einem Interview auf Sky: „Die Zahlen sind unten … Aber es ist sehr, sehr wichtig, dass jeder versteht, dass der Rückgang bei Hospitalisierungen, Sterbefällen und Infektionen nicht durch die Impfkampagne erreicht wurde. Ich denke, die Menschen wissen nicht zu schätzen, dass der Lockdown von überragender Bedeutung für diese Verbesserung der pandemischen Lage und die Zahlen, die wir nun sehen, war.“ Nachdem die Impfung zuvor wie auch bei uns zum einzigen Ausweg erklärt wurde, ist das eine erstaunliche Wendung: soll damit nur das eigene Vorgehen nachträglich legitimiert werden oder ist das ein Blick in eine Zukunft, in der uns mit Verweis auf „neue Varianten“ nicht nur erneute Impfungen, sondern fortdauernde Zwangsmaßnahmen angedroht werden?

Und die Lösung einer Krise im genannten Sinne bemisst sich ja nicht alleine durch Rücknahme von Regierungsmaßnahmen, sondern auch in den Ideen im gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Diskurs: Anfang April forderte eine Gruppe von Wissenschaftlern in The Conversation : „Neue Covid-Varianten haben die Lage verändert, und Impfstoffe werden nicht genug sein. Wir brauchen eine Strategie der globalen „maximalen Unterdrückung“ … doppelte Masken, … Verhaltens-, Umwelt-, Sozial- und Systeminterventionen, … soziale Distanzierung …“ [Anmerkung des Übersetzers].

2 Kommentare

  1. Armin Merckelbach

    Danke, wunderbar; der Ausblick von Professor Desmet ist natürlich erfreulich, aber wie lang wird denn die totalitäre Phase dauern? Denn davor habe ich auch Angst. Als (ehemaliger) Wissenschaftler finde es extrem enttäuschend, daß nur so wenige aktive Wissenschsftler sich gegen diese Hysterie wenden, aber auch, daß die wenigen in den Main-Stream-Medien so wenig Gehör finden.
    Im Augenblick sehe ich eine Abhilfe allerdings auch nur in der Durchführung geeigneter Studien: Wie ist der Zusammenhang zwischen positivem Test und der Erkrankung? Inwieweit können Symtomlose den Virus weitergeben und andere anzustecken? (Dazu gibt es bereits eine große Studie aus Wuhan .*) Wer verstirbt wirklich „an“ Corona? Wenn diese Fragen genauer geklärt würden, würden sich die täglich gemeldeten Zahlen massiv verringern – das lassen vorläufige Untersuchungen erwarten (die chinesische Studie kann man natürlich nicht als vorläufig bezeichnen). Und wenn die Zahlen nicht mehr so bedrohlich wirken und sich mehr Widerspruch artikuliert, lassen sich auch totalitäre Maßnahmen nur schwer beschließen und durchsetzen. ….Ich will nicht den Rest meines Lebens in einer Corona-Diktatur leben!
    * Cao et al. 2020: https://doi.org/10.1038/s41467-020-19802-w

  2. Valentina Zweifel

    Wissenschaft hat, als das Kapital noch Motor der Entwicklung der Produktivkräfte war, die wichtigste Rolle bei dieser gespielt. Es sollte aber nicht vergessen werden, dass es immer schon auch eine Entwicklung der Destruktivkräfte gab. Vor 150 Jahren begannen letztere sich stärker zu entwickeln als die Produktivkräfte. Heute sehen wir einem Prozeß des Verschwindens des Kapitals und dem Setzen von Wissenschaft als Staatenlenker (Erdenlenker) zu. Wissenschaft dient nun nicht länger dem Gesamtunterdrücker, sie wird immer mehr zu diesem. Einher geht damit die Verwandlung des doppelt freien Lohnarbeiters in einen Gnadenbrotempfänger. Die Menschen ahnen, dass es so ist bei jedem Blick auf´ s Smartphone, dem perfidesten Geschenk der Wissenschaft, bevor diese ihnen ein Virus schenkte. Nur beide Geschenke zusammen erschaffen eine gesellschaftliche Totalität, der es darum geht, die Angst der Menschen vor dem Tod zu benutzen, sie jeden Gedanken ans Leben vergessen zu lassen. Jeder Blick auf´ s Smartphone ist ein tödlicher, wenn das Gesehene kommentiert wird mit einem infantilen Zeichen, Daumen hoch, runter, Smiley. Freudig verlieren die Menschen ihre Sprache! Jeder Test auf´ s Virus gilt ebenso als Zeichen des Einverständnisses, dass man mit dem Leben abgeschlossen hat um in schöner Dialektik den Tod zu fürchten, wie es wohl bisher noch nie Menschen taten.
    Mitglied dieser infantilen Community zu sein, ist heute die Voraussetzung, einen Job, also ein besseres Gnadenbrot zu erhalten. Wer das will, wem das reicht, der ist nicht mehr zu retten, der muss zusehen, wie er mit seinen Psychomacken klar kommt.
    Für die Jugendlichen, die seit einem Jahr maximal vom Staat gefickt werden, gibt es nur eine wirksame Therapie, nicht neu, aber immer noch richtig, was Ton Steine Scherben sangen: Macht kaputt was euch kaputt macht!

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