Zur aktuellen Lage der „Coronapandemie“

von Jan Müller

Kurz vor der let­zten Beratung der Bun­deskan­z­lerin mit den Regierungschefs der Bun­deslän­der Anfang März häuften sich selb­st in den Main­streamme­di­en die Forderun­gen wenig­stens nach Lockerun­gen. Nur die Staatssender ARD und ZDF blieben voll­ständig auf Lockdown-Kurs.

Angela Merkel geht typ­is­cher­weise in so einem Fall nicht auf voll­ständi­ge Kon­fronta­tion, son­dern macht einige schein­bare Konzes­sio­nen. So dür­fen jet­zt Buch­hand­lun­gen, Bau- und Garten­märk­te sowie Blu­mengeschäfte wieder öff­nen. Auch wur­den sehr verk­lausulierte weit­ere Öff­nungsper­spek­tiv­en genan­nt. Dies dient offen­bar nur dazu, Druck aus dem Kessel zu nehmen. Grund­sät­zlich wird jedoch am Lock­down fest­ge­hal­ten. Dieser Lock­down gilt bere­its seit dem Novem­ber, also inzwis­chen seit 5 Monat­en. Das ist ein­er der läng­sten und härtesten Lock­downs weltweit.


RT weist zurecht darauf hin, dass die Bevölkerung bish­er bei jedem Schritt mit vagen Ver­sprechun­gen in den Lock­down get­rickst wurde. Wie sich inzwis­chen zeigte, hat­ten die Regieren­den nie vor, sich an ihr „Geschwätz von gestern“ (Kon­rad Ade­nauer) zu halten.

Im Novem­ber wurde die bru­tale, bis heute andauernde Schließung der Kul­tur der Bevölkerung damit schmack­haft gemacht, dass dieser Lock­down Light nur einen Monat andauere.

Mitte Dezem­ber wurde im Papi­er der „Akademie“ Leopo­d­i­na behauptet, wir bräucht­en jet­zt einen „Wellen­brecher­lock­down“ über die Wei­h­nacht­sage. Deshalb wur­den alle Geschäfte mit­ten in den umsatzstärk­sten Tagen des Jahres zuges­per­rt. Nach fast vier Monat­en sind diese Geschäfte immer noch zu und die meis­ten wer­den wohl nie mehr öff­nen, während die Umsätze und Prof­ite US-Amerikanis­ch­er Net­zw­erk­fir­men wie Ama­zon durch die Decke gehen. Fir­men wie Lieferan­do ver­lan­gen von den geschlosse­nen Gast­wirten 30% des Umsatzes, was diese auf ein Hartz-IV-Niveau bringt.

Jens Spahn ver­sicherte im Spät­som­mer 2020 treuherzig, beim heuti­gen Wis­sens­stand würde man Friseure und Schulen nicht mehr schließen. Im Dezem­ber passierte genau das und viele Schulen sind immer noch zu. Wo sie wieder geöffnet sind, wer­den Kinder mit FFP2-Masken gequält, durch absurde Regeln schikaniert und masken­be­fre­ite Kinder von den Lehrkräften regelmäßig gemobbt, etwa durch in die Ecke stellen.

Inzwis­chen steigen die „Inzi­den­zen“ wieder. Regierung und Medi­en sind wieder voll im Panikmodus. Lothar Wiel­er hat die Dritte Welle aus­gerufen. Insofern ist es gut möglich, dass bei der näch­sten Kon­ferenz der Bun­desregierung mit den Län­derchefs nicht etwa weit­ere Lockerun­gen, son­dern Ver­schär­fun­gen des Lock­downs beschlossen wer­den. Dazu passt auch, dass Angela Merkel die Men­schen auf weit­ere harte Monate eingeschworen hat.

Es ist inzwis­chen sehr schwierig gewor­den, die Hin­ter­gründe der Inzi­denz­zahlen zu erken­nen. Das RKI und die lokalen Gesund­heit­sämter mauern bei kri­tis­chen Nach­fra­gen, wie Mul­ti­po­lar her­aus­ge­fun­den hat.

Auf jeden Fall gehen weit­ere angedachte Öff­nungss­chritte mit ein­er Schnell­testorgie ein­her, die in vie­len Bere­ichen zur Pflicht wird (Kinos, Kul­tur, Gas­tronomie etc.). Die eben­falls unzu­ver­läs­si­gen Schnell­tests wer­den wohl genü­gend Fälle pro­duzieren, um die Inzi­den­zen hoch und den Lock­down weit­er aufrecht zu erhal­ten. Dies befürchtet zumin­d­est der Jour­nal­ist Nor­bert Häring.

Zudem wird die Überwachung der Men­schen unter dem Vor­wand der Pan­demiebekämp­fung weit­er ver­schärft. Im Som­mer 2020 reichte es noch, Kon­tak­t­dat­en im Restau­rant anzugeben. Heute muss man nach ein­er hypo­thetis­chen Öff­nung einen Ter­min buchen und sich an diesem Tag testen lassen. 2020 herrschte Maskenpflicht nur im ÖPNV, der Bahn und Geschäften. Inzwis­chen ist das Tra­gen von beson­ders gesund­heitss­chädlichen FFP2-Masken auch im Freien in den Innen­städten und in der Schule vorgeschrieben.

Wir kön­nen wohl get­rost davon aus­ge­hen, dass diese Maß­nah­men nie mehr aufge­hoben werden.

Zur Erin­nerung: Schnell­teste und der PCR-Test sind chro­nisch unzu­ver­läs­sig. Wer sich damit testen lässt, gerät auch als Gesun­der in Gefahr, für 2 Wochen wegges­per­rt zu wer­den. Diese in der BRD ver­bre­it­ete Prax­is ste­ht im Gegen­satz zu ein­er WHO-Empfehlung vom Jan­u­ar 2021, wonach ein pos­i­tiv­er PCR-Test nur dann als Krankheit­sanze­ichen gilt, wenn auch Symp­tome erkennbar sind. Wer wird unter diesen Umstän­den bere­it sein, Gas­tronomie, Kul­tur oder Kinos aufzusuchen?

Das Ster­ben des Einzel­han­dels und dieser Bere­iche wird also auch dann weit­erge­hen, wenn die Lock­downs formell aufge­hoben wer­den. Dazu passt auch, dass die Hil­f­szahlun­gen wegen einzel­ner Betrugs­fälle zeitweise kom­plett eingestellt wurden.

Der­weil bleibt sich die neolib­erale Linkspartei treu. 2020 wet­terte die dama­lige Vor­sitzende Kat­ja Kip­ping gegen eine ominöse Lockerungslob­by. 2021 beschw­ert sich die aktuelle Vor­sitzende Janine Wissler darüber, dass in Bran­den­burg die Lockerun­gen erst bei ein­er höheren Inzi­denz­zahl wieder rück­gängig gemacht wer­den sollen als ursprünglich vorge­se­hen. „Das gefährdet das Leben und die Gesund­heit von Men­schen. Ich finde schon die Inzi­denz von 100 als Not­bremse ziem­lich ungeeignet.“ Damit ist Wissler de fac­to auf die Zero-Covid-Lin­ie eingeschwenkt.


https://multipolar-magazin.de/artikel/inzidenzen-schattenfechten
https://de.rt.com/inland/114154-corona-hilfen-umgeleitet-wirtschaftsministerium-verliert-millionenbetrag/

Mit Schnell­tests dro­ht die deutsche Coro­na-Poli­tik vol­lends in den Wahnsinn abzugleiten


https://de.rt.com/meinung/114101-kein-impfzwang-salamitaktik-bundesregierung/
https://de.rt.com/inland/114129-lauterbach-schimpft-ueber-lockerung-in-brandenburg/
https://de.rt.com/inland/114204-rki-praesident-wieler-dritte-corona-welle-hat-begonnen/
https://de.rt.com/inland/114199-corona-pandemie-bundeskanzlerin-merkel-erwartet/

1 Kommentar

  1. M. Becker

    Es macht nicht mehr viel Sinn, sich per­ma­nent mit den Einzel­heit­en der Coro­na-Poli­tik auseinan­derzuset­zen. Es lenkt zu sehr von anderen Din­gen ab (auch wenn die wichtig­sten Wider­sprüche veröf­fentlicht wer­den müssen).
    Regierungstreue Redak­tio­nen in den Medi­en treiben die Poli­tik vor sich her und bekom­men von der Poli­tik immer wieder neues „Fut­ter” für krankmachende Angst und Hys­terie im Namen der Gesund­heit. Das ist schon seit einem Jahr ein wesentlich­er Wider­spruch. Bei­de Seite müssen ihre Kar­ri­eren ret­ten und deshalb gibt es für sie keinen nor­malen Weg zurück. Das ist vor allem für die bre­ite Bevölkerung tragisch, die dem Treiben aus­ge­set­zt ist , falls nicht ger­ade Medi­en­boykott betrieben wird.

    Es müssen also neue poli­tis­che und gesellschaftliche Schw­er­punk­te geset­zt wer­den, um den Men­schen wieder Mut zu machen, die Kreativ­ität und den Wider­stand zu beflügeln. Dazu wird man sich nicht immer akribisch an die ger­ade aktuellen Regeln hal­ten kön­nen, denn trotz Tech­nik und Inter­net muss auch konkret vor Ort und auf der Straße auf vielfältige Weise gezeigt wer­den, dass es keinen Kon­sens gibt mit dieser Art der Regierung.
    Das „Infek­tion­schutzge­setz” ist klar ver­fas­sungswidrig, sowohl dessen schnelles Zus­tandekom­men wie auch dessen Daten­ba­sis der diag­nose­un­tauglichen PCR-Tests.
    Dem derzeit­i­gen poli­tis­chen Han­deln muss also immer wieder grund­sät­zlich die Legit­i­ma­tion abge­sprochen werden.

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