Gebildete Sklaven. Wissenschaft in Zeiten des Autoritären

von G. G. Plethon

„Der Hunger geht um in Deutschland. Professoren beweisen, dass Kleie denselben Nährwert habe wie Mehl, saccharingesüßte Marmelade bekömmlicher sei als Butter, Kartoffelkraut den Nerven zuträglicher und so gut schmecke wie Tabak. Die Lehren der Professoren dringen nicht bis zum Magen, der antwortet dem Unsinn auf seine Weise, die Menschen verfallen, erkranken, verzweifeln.“ (Ernst Toller: Eine Jugend in Deutschland. Gesammelte Werke Bd. 4 (Hanser Verlag 1978), S. 103 über die Hungerzeit im 1. Weltkrieg)

Heute könnte man Tollers Worte folgendermaßen umschreiben: Die Depression geht um in Deutschland. Professoren beweisen, dass die Maske ein Symbol der Freiheit sei, Lockdowns und Polizeigewalt der Wirtschaftsleistung zuträglicher als Verantwortung, dass ein experimenteller gentechnischer Eingriff, genannt Impfung, mit ungewöhnlich vielen Todesfällen in direkter zeitlicher Nähe, verträglicher sei als eine Krankheit, die über 99 % der Erkrankten überleben. Die Lehren der Professoren dringen nicht bis zum Gehirn, das antwortet dem Unsinn auf seine Weise, die Menschen verfallen, verarmen, verzweifeln.

Man wünschte, das wäre reine Satire, aber manchmal ist die Realität satirischer als die Phantasie: der Stern bezeichnete die Maske tatsächlich als „Symbol unserer Freiheit“.

Wes Brot ich ess, des Lied ich sing. Professoren werden vom Staat bezahlt. In der römischen Antike waren die Lehrer meist Sklaven. Heute schaffen Drittmittelabhängigkeiten und systemimmanente Strukturen eine neue Kaste gebildeter Sklaven. Jeder, der in der Wissenschaft tätig ist weiß: Ein Lebenslauf ohne Nachweis für das erfolgreiche Einwerben von Drittmitteln bedeutet, dass man sich gar nicht erst bewerben muss. Drittmittel, das bedeutet: Forschungsgelder zur Projektfinanzierung, die von außerhalb der Universität kommen. Meist also aus Wirtschaftsunternehmen, von Stiftungen oder vom Staat. Diese haben aber oft völlig andere Grundsätze und Ziele als Wissenschaft. Das bedeutet logischerweise, dass schon bei der Themenwahl keine völlige Freiheit mehr besteht. So fördert beispielsweise eine Stiftung, in der ein islamischer Theologe für die Auswahl von Projekten aus den beiden grundverschiedenen Fächern Islamwissenschaft und islamische Theologie zuständig ist, tendenziell wohl eher eine Arbeit über Islamophobie als historisch-kritische Forschung über den Koran. Entsprechend wird eine medizinische Arbeit, die bei der Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung Fördergelder beantragt, es vermutlich schwerer haben, wenn sie einen impfkritischen Ansatz verfolgt, als wenn sie – wie der Gründer – unkritisch impffreundlich ist. Fördergelder aus Drittmitteln sind jedoch gerade für junge Akademiker oft jahrelang die einzige Einkommensquelle. So werden Abhängigkeiten geschaffen und stromlinienförmige, unkritische Arbeiten belohnt, während unkonventionelle und kritische Köpfe es weit schwerer haben. Wissenschaft wird zur Dienstleistung an Vermögende und Politik.

Dann müssten Professoren, die ja eine feste Stelle haben, die unabhängigen Geister sein? Leider nein, und das nicht nur, weil lange Jahre eingeübte schlechte Angewohnheiten meist nicht von heute auf morgen abgelegt werden. Einerseits hört der Druck, Drittmittel einzuwerben mit der eigenen Professur nicht auf. Sowohl finanziell als auch fürs Renommee sind Drittmittel weiterhin von großer Bedeutung. Aber welches Unternehmen fördert den Antrag eines Professors, der im Vorfeld kritisch über dieses Unternehmen gearbeitet hat? Professoren sind außerdem Staatsdiener. Und genau das wird von ihnen erwartet: Diener des Staats zu sein. Nicht zuletzt winken Macht und zusätzliche Gelder und Posten.

Schon am Beispiel der Islamwissenschaft war seit 2015 dieser Prozess deutlich zu erkennen. Die meisten Islamwissenschaftler hielten von selbst den Mund oder unterstützten die Politik. Die es nicht taten, wurden entweder ignoriert oder, wo das nicht ging, diffamiert. In Talkshows traf man alsbald nur noch islamische Theologen an. Vorgestellt wurden sie als Islamwissenschaftler. Feinheiten? Nun, der Unterschied ist der: Islamwissenschaftler betrachten – wie vergleichende Religionswissenschaftler – die Religion von außen. Bei Theologen hingegen ist der Glaube Teil ihres Berufsprofils, und bei der Besetzung theologischer Lehrstühle zum Islam reden natürlich, genau wie bei christlichen, religiöse Interessengruppen mit. In der Folge dieses Prozesses kam es zu einer absurden Gleichsetzung: Laien ist heute oft gar nicht mehr bewusst, dass Islamwissenschaftler nicht automatisch gläubige Muslime sind.

Im Umgang mit der Medizin derzeit lässt sich derzeit eine noch verschärfte Entwicklung beobachten. Unbotmäßige, wie der ehemalige SPD-Abgeordnete und Lungenfacharzt Wolfgang Wodarg werden als Spinner und „Leugner“ abgetan, während Karl Lauterbach regelmäßig fälschlich als Epidemiologe bezeichnet wird. Genehme, wenn auch wie Christian Drosten fachlich umstrittene und in Sachen Interessenkonflikte durchaus als vorbelastet geltende Mediziner finden Gehör, während Sukharit Bhakdi oder Stefan Hockertz – vor der Corona-Krise allgemein anerkannte und renommierte Wissenschaftler – zu Aluhutträgern erklärt werden, kaum stellen sie das gewünschte Narrativ infrage. „Expertenrunden“ haben so gut wie keine Kritiker des Regierungshandelns in ihren Reihen: aus dem Bayerischen Ethikrat wurde beispielsweise die erste kritische Stimme – Wirtschaftsethiker Christoph Lütge – umgehend von Ministerpräsident Söder entfernt. Fachliche Kompetenz ist auch im Beratergremium Angela Merkels zweitrangig. So sitzen in ihrem 34-köpfigen Beratergremium aus der Leopoldina nicht nur mit Christian Drosten und Lothar Wieler zwei Akteure, deren Handeln diese Leopoldina-Gruppe eigentlich kontrollieren sollte. Daneben findet sich eine Spezialistin für die Geschichte der Gefühle oder einer für antikes Christentum. Als wäre das noch nicht absurd genug, wurde ein handfester wissenschaftlicher Skandal Ende 2020 von den großen Medien kaum aufgegriffen: die Ad-hoc-Stellungnahme der Leopoldina, die den Winter-Lockdown begründen sollte.  Dieses Leopoldina-Papier, auf dessen Basis der Winterlockdown und damit die Vernichtung tausender Existenzen beschlossen wurde, hatte nur wenige Seiten. Wirtschaftsphilosoph und Leopoldina-Mitglied Michael Esfeld sagte der BILD-Zeitung, die Positionierungen und Prognosen seien von den Regierungsstellen vorher mehr oder weniger offen „bestellt“ worden. In einem offenen Brief warf er der Gruppe vor „Diese Stellungnahme verletzt die Prinzipien wissenschaftlicher und ethischer Redlichkeit (…) In einer solchen Situation wissenschaftlicher und ethischer Kontroverse sollte die Leopoldina ihre Autorität nicht dazu verwenden, einseitige Stellungnahmen zu verfassen, die vorgeben, eine bestimmte politische Position wissenschaftlich zu untermauern.“

Und das offenbar mit fadenscheinigsten Argumenten. „Sie glaube an die Fakten – so Angela Merkel, als sie den harten Lockdown forderte“, hieß es in der Welt. „Doch das Leopoldina-Papier, auf das sie sich berief, genügt selbst einfachsten Standards nicht. (…) Sie (die Stellungnahme, Anm. d. Verf.) ist ein Sammelsurium von sorgenvollen Aussagen über die aktuelle Situation, kombiniert mit einigen drastischen Vorschlägen, die ihre Autorität daraus ziehen sollen, dass die Autoren nun einmal in leitenden Funktionen im Forschungsbetrieb tätig sind. Der wissenschaftliche Gehalt ist so gering, dass wohl jede aufmerksame Zeitungsleserin, jeder „Tagesschau“-Zuschauer und jede internetaffine Gymnasiallehrerin den Text hätte verfassen können (…).“ Auch der Spiegel kritisiert, die Wissenschaftler, die von der Politik gehört würden, bildeten nicht die tatsächliche Debatte ab. Esfeld schreibt, der Szientismus (also der kritiklose Glaube an „die“ Wissenschaft, als handle es sich um eine Religion mit alleinseligmachendem Wahrheitsanspruch), werde „von staatlicher Seite in gefährlicher Weise instrumentalisiert, um die Freiheit des Individuums zu unterhöhlen.“

Mit der Gründung des Netzwerks Wissenschaftsfreiheit wurde erstmals im deutschsprachigen Raum ausgesprochen, was bisher nur hinter vorgehaltener Hand gemunkelt wurde: Die verfassungsmäßig garantierte Freiheit der Wissenschaft ist in Deutschland nicht mehr selbstverständlich. In seinem Manifest schreibt das Netzwerk: „Wir beobachten, dass die verfassungsrechtlich verbürgte Freiheit von Forschung und Lehre zunehmend unter moralischen und politischen Vorbehalt gestellt werden soll. (…) Wer nicht mitspielt, muss damit rechnen, diskreditiert zu werden. Auf diese Weise wird ein Konformitätsdruck erzeugt, der immer häufiger dazu führt, wissenschaftliche Debatten im Keim zu ersticken.“

Angesichts dieser Zustände ist es schon fast nicht mehr verwunderlich, dass sich ein Großteil der Corona-Maßnahmen ausgerechnet gegen Bildungseinrichtungen richtet: Schulen, Universitäten, aber auch Theater – und das, obwohl die Risikogruppen vor allem bei den ersteren gewöhnlich weit unterrepräsentiert sind. An Universitäten können Hausarbeiten nicht pünktlich abgeliefert werden, weil die Bibliotheken, wenn überhaupt, nur eingeschränkt geöffnet sind und der Buchversand nicht funktioniert. Studierende sitzen vor mal besser mal weniger gut funktionierenden Videokonferenzen mit Dozenten, denen sie noch nie persönlich begegnet sind. Und Schüler sollen Sozialverhalten entwickeln, während sie Monate lang im Kinderzimmer in Einzelhaft sitzen. Während des 2. Weltkriegs, als überall die Bomben fielen, blieben Schulen und Universitäten bis etwa ein halbes Jahr vor Kriegsende geöffnet. Coronaviren aller Art dürften wohl kaum so verheerend sein wie ein Flächenbombardement, das wissen wir nach einem Jahr aus den Daten zur Übersterblichkeit. Was genau das Virus so viel gefährlicher macht als die Bombenteppiche, diese Antwort ist uns die Regierung bis zum heutigen Tag schuldig. Und anstatt genau diese Fragen zu stellen, liefert die Wissenschaft genau das, was sie auch im 1. Weltkrieg geliefert hat: Phrasen, die dem Volk versichern sollen, dass alles schon irgendwie seine Richtigkeit hat. Eine systematische Erziehung zur Dummheit? Wo die Friseursalons vor den Universitäten öffnen dürfen, muss diese Frage erlaubt sein.

Gebildete Bürger stellen mitunter unbequeme Fragen. Rund ein Jahr gilt inzwischen etwa die Maskenpflicht, und die Coronawellen kommen und gehen, völlig unbeeindruckt davon. Dennoch wird jede Äußerung, da könne es wohl mit der Wirksamkeit nicht so weit her sein, als die reine Ketzerei verdammt. Stefan Aust schrieb am 6.9.2020 in der WamS „Die Maske muss der Maske wegen getragen werden. Als Symbol für Gehorsam den Maßnahmen der Regierung gegenüber.“ Man hat den Eindruck, je weniger Menschen tatsächlich noch an (oder mit) Covid) sterben, je weniger Evidenz es also gibt, die die Maßnahmen begründen würde, desto mehr Zwang und Gewalt wendet die Regierung an, um den Gehorsam gegenüber ihren Maßnahmen durchzusetzen. Was früher „Fähigkeit zum kritischen Hinterfragen“ hieß, bedeutet heute schnell „Corona-Leugnen“. So ist es nicht verwunderlich, dass den Autoren um Matthias Schrappe, welche seit Monaten in fachlich fundierten Thesenpapieren einen Strategiewechsel fordern, seitens des Kanzleramts offenbar nahegelegt wurde, sich nicht mehr öffentlich zu äußern – was diese mit der Entgegnung quittierten, sie seien Bürger, keine Untertanen.

Aufgabe der Wissenschaft ist es nicht, Begründungen für Regierungshandeln zu liefern. Ihre Aufgabe ist es, durch Wissensvermittlung das kritische Bewusstsein der Bürger zu fördern und durch Forschung verantwortungsvolle Lösungen zu entwickeln. Weder zu dramatisieren noch zu untertreiben und vor allem: unterschiedliche Meinungen als Teil einer wissenschaftlichen Kontroverse zu verstehen, die natürlich und gesund ist. Nichts davon passiert derzeit. Der wissenschaftliche Diskurs ist zu einer Subkultur geworden. Die Leopoldina-Gruppe hat spätestens seit dem „Lockdown-Papier“ jeden Anspruch auf wissenschaftliche Glaubwürdigkeit verspielt. Sie ist nichts als ein Verein habilitierter Sklaven.

In den zahlreichen trial-and-error-Spielen, welche die Ethologie und Hirnforschung entwickelt haben, soll ein Versuchstier, sagen wir, ein Schimpanse, an eine Banane kommen, die hinter einem Türchen versteckt ist. Hierzu muss es verschiedene Möglichkeiten testen. Nach wenigen Versuchen weiß der Schimpanse für gewöhnlich, hinter welchem Türchen ihn die Banane erwartet. Versuch und Irrtum sind auch charakteristischer Bestandteil jeder Experimentalwissenschaft. Scheitern ist Teil des Erkenntnisprozesses und dient als Korrektiv. Scheitert das Experiment, muss man etwas ändern und neue Daten erheben, kurz: ein anderes Türchen öffnen. Anders macht es nur die Religion, beispielsweise Scientology: Niacin oberhalb eines bestimmten Grenzwerts wirkt toxisch. Also nimmt der Scientologe eine Menge weit oberhalb dieses Grenzwerts zu sich, denn das soll entgiften.

Im Herbst-Winter-Vergleich hat Schweden ohne Lockdown und Maskenpflicht niedrigere Todeszahlen als Hardliner Deutschland. Trotzdem überbieten sich schon jetzt Politiker und ihre hörigen Vasallen auf Lehrstühlen mit neuen Lockdown-Träumen. Das ist Wissenschaft nach dem Scientology-Prinzip.

Es ist in etwa so, als ob der Schimpanse, der hinter dem ersten Türchen die Banane nicht gefunden hat, trotzdem immer wieder dieses erste Türchen öffnen würde. Stunde um Stunde. Monat für Monat. Jahr für Jahr. Anstatt einfach mal das andere auszuprobieren.

Welche Rückschlüsse wir wohl auf den IQ dieses Schimpansen ziehen würden?

4 Kommentare

  1. hanns graaf

    Die zunehmend „gekaufte“ Wissenschaft und die gleichgeschalteten Medien werfen auch die Frage auf, welche Strukturveränderungen der Kapitalismus in den letzten 100-150 Jahren durchlaufen hat. Hierzu she. auch: https://aufruhrgebiet.de/2020/12/das-machtkartell/#more-1641

  2. Ignaz Wrobel

    Also das ist ja reinstes Covidioten-Geschwurbel. Das einzige, was man da als „linke Kritik“ deuten könnte, ist die an den Abhängigkeitsverhältnissen im akademischen Betrieb (Stichwort Drittmittel und Auftragsforschung). Aber das ist auch wieder nur ein Vehikel, um pauschal alle, die nicht der Meinung des Blogposters entsprechen, als gekaufte Sklaven abzustempeln. Früher war man dann immer „Sheeple“ / „Schlafschafe“, wenn man nicht die Meinung dieser Verschwörungsblase teilte. Ist also auch alter Wein in neuen Schläuchen.

    Es geht immer nur um Meinungen, und wer nicht komplett gegen Lockdown-Politik ist oder wer vielleicht noch Sinn im Tragen einer Maske sieht, der ist schon von der Regierung gekauft oder ein dummer Sklave. Wir-Sie-Denken. So fangen Sekten an.

    Das dümmste in dem Text war wohl, die Aussage: Masken und Lockdown abschaffen, weil wir jetzt schon die 3. Welle haben. Das wirkt auf mich wie wenn man fordern würde, Handfeuerlöscher abzuschaffen, weil wir mal wieder riesige Waldbrände haben.

    An zweiter Stelle ist die Dummheit, dass angeblich Schulen, Unis und Theater deshalb dicht gemacht wurden/werden, weil da die fiesen kritischen Denker zu laut geworden seien. Dass es halt einfach genau die Orte sind, wo sich große Menschengruppen auf engem Raum begegnen, wird vom Autor überhaupt nicht in Betracht gezogen.

    • ichwohnhiernur

      Sie sollten den Text nochmal lesen und versuchen zu verstehen, was mit „Kontroverse“ als Bestandteil des wissenschaftlichen Diskurses gemeint sein könnte. Es geht um das Fehlen ebendieser Kontroverse in der Debatte, die im zweiten Schritt als Grundlage und Rechtfertigung der sogenannten Maßnahmen herangezogen werden. Was bedeutet das ganz konkret? Es könnte – rein theoretisch – andere, möglicherweise effektivere, in jedem Fall aber weit weniger schädigende Maßnahmen gegen ein Virus geben, das lediglich für 0,3-0,4% der Gesamtbevölkerung bedrohliche gesundheitliche Folgen haben kann. Diese werden seit einem geschlagenen Jahr nicht diskutiert. Möglicherweise haben Sie die (globalen) existenzgefährdenden und – vernichtenden Folgen der Lockdowns für einige Bevölkerungsschichten noch gar nicht bemerkt oder Sie „glauben“ schlichtweg nicht an solches Geschwurbel. Nehmen wir aber für einen klitzekleinen Moment an, es gäbe diese verheerenden Folgen tatsächlich: Wie könnte sich der Schutz vor einem solchen, für Sie mäßig gefährlichen Virus wohl anfühlen, wenn dieser Ihnen Ihre existentielle Grundlage von einem auf den anderen Tag unter den Füßen wegreißt? Und weil sie so schöne Vergleiche ziehen; versuchen wir ein Beispiel ohne „Virus“, vielleicht denkt es sich dann gleich ein bisschen entspannter: Stellen Sie sich vor Sie haben heftige Kopfschmerzen und gehen in der Hoffnung auf Linderung zum Arzt. Ihr Arzt untersucht Sie aber gar nicht erst, schaut auch nicht auf ihr sonstiges Befinden, Ihre Vorerkrankungen usw. um angemessene Therapievorschläge zu machen. Er schlägt Ihnen kurzerhand den Kopf ein. Das ist in etwa das Niveau, auf dem wir uns im Ergebnis gerade zubewegen; dank dieser Menschen, die der gesamten Wissenschaft mit ihren lächerlichen, wissenschaftsfeindlichen Expertisen einen enormen Schaden zufügen. Aber hej, die Kopfschmerzen sind weg; Therapie erfolgreich!
      Aber fürchten Sie sich bitte weiter vor Menschenansammlungen, asymptomatischen Infektionen und der vierten, fünften und zwanzigsten herbeigetesteten Welle. Und hinterfragen Sie auf gar keinen Fall Inzidenzwerte und ihre Aussagekraft im luftleeren Raum!

    • Peter Gaigl

      Lieber Kurt, Dein Namensvetter, dem Du sein Pseudonym geklaut hast, nahm es mit der Wahrheit genauer.
      Du nimmst mit keiner Silbe Bezug zu Schweden, dem Land, in dem Tucholsky Zuflucht gefunden hat, und in dem heute wieder viele Deiner Landsleute Zuflucht suchen vor einem Regime, das vor keiner Existenzvernichtung halt macht, Bürger wegen Nichtigkeiten verfolgt und zu einem Volk von Denunzianten machen will.
      Du kannst im weiteren verfolgen was in Gegenden geschieht, die alle Lockdown-Maßnahmen entweder nie hatten oder seit kurzem beendet haben.
      Ich wünsche Dir dass Du in der Lage bist die Tomaten von den Augen zu nehmen und die Wahrheit zu schauen!
      Der wichtigste und erste Auftrag beim Versuch zu helfen und zu heilen ist:
      primum non nocere
      —- zuallererst sollst Du nicht schaden!
      Noch nie zuvor habe ich erlebt, dass dieser Leitspruch so massiv verletzt wurde wie in dieser Zeit, durch unsere Regierung, die wir NIE für solche Taten gewählt haben.
      Fast ALLE demokratischen und rechtlichen Strukturen sind in einem Totalversagen….

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