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Theorie-Die Bürokraie


(@eltabano)
Mit­glied Admin
Beige­treten: Vor 4 Monaten
Beiträge: 27
The­men­starter  

Der Text hat mit Bürokrat­en und dessen Ide­olo­gie zu tun…

Dieses The­ma wurde geän­dert Vor 4 Monat­en von elTa­bano

Zitat
 Joe
(@joe)
Active Mem­ber
Beige­treten: Vor 1 Monat
Beiträge: 12
 

Ab Stal­in hab ich nicht mehr weit­er­lesen kön­nen, da wird es trotzkistisch.

Es heißt doch „Freie LINKE” – Ein Link­er zu sein und Trotzk­ist sein, das paßt nicht zusammen.

Lies bitte Ger­hard Schne­hen – Stal­in. Eine marx­is­tis­che Biografie. Ab Seite 349 Stal­ins Kampf gegen Bürokratie. Und über Trotz­ki gibts auch genug im Buch.

 


AntwortZitat
(@omen-nominandum)
Active Mem­ber
Beige­treten: Vor 2 Monaten
Beiträge: 6
 

Sowohl der Kap­i­tal­ist wie der Arbeit­er haben keinen Gesamtüberblick über den ganzen Prozess der Pro­duk­tion. Diese ENTFREMDUNG des Men­schen vom Pro­duk­tion­sprozess ist nicht das Pro­dukt der „Dif­feren­zierung der Auf­gaben”, son­dern der Tren­nung zwis­chen Arbeit­skraftbe­sitzer und dem Pro­dukt sein­er Arbeit­skraft.
Die konkrete Arbeit pro­duziert einen Gebrauch­swert. Das ist der sicht­bare Teil des Pro­duk­tion­sprozess­es im Kap­i­tal­is­mus. Weil dieses Pro­dukt auf dem Markt verkauft wird, und der Pro­duzierende keine direk­te Verbindung zu diesem Markt hat (das wird beson­ders anschaulich, wenn es um einen inter­na­tionalen Markt geht), ist die Verbindung zum Pro­duk­tion­sprozess (sowohl seines Pro­duk­ts als auch dem der anderen) im besten Falle indi­rekt.
Aus diesen sozialen Tat­sachen entste­ht ein absoluter Zwang für den Lohn­ab­hängi­gen. Er MUSS seine Arbeit­skraft verkaufen ‑weil er son­st nicht über­leben kann‑, und er MUSS mit dem auf diese Weise angeeigneten Geld Waren kaufen. Die Her­stel­lung dieser frem­den Waren ist von ihm genau­so wenig kon­trol­lier­bar und durch­schaubar, wie die Beziehun­gen zu der Ware, die er selb­st pro­duziert.
Die Arbeit ist aus diesem Grund für den Arbeit­er NICHT eine Befriedi­gung, son­dern der KONSUM wird als Mit­tel zur Befriedi­gung leben­snotwendi­ger Inter­essen gese­hen. Die Kreativ­ität bei der Arbeit ist nicht befriedi­gend, die Kreativ­ität wird erset­zt durch die Möglichkeit, zwis­chen ver­schiede­nen Kon­sumob­jek­ten ‑alle fremd, alle ver­standen als Objek­te, die nicht Bestandteil der eige­nen Iden­tität sind- zu wählen. (buerokraten.rtf)

Karl Marx hat den Begriff der Ent­frem­dung viel ein­fach­er definiert:

Dem Arbei­t­en­den ”erscheint die Erhal­tung sein­er indi­vidu­ellen Exis­tenz als Zweck sein­er Tätigkeit und sein wirk­lich­es Tun gilt ihm nur als Mit­tel“, er ”betätigt sein Leben, um Lebens­mit­tel zu erwer­ben.“ (Karl Marx, Exz­erpte aus James Mill, Élé­mens d’économie poli­tique, in: MEGA 2 IV, 2, S.455). (Lebens­mit­tel ist hier nicht wie heute zu ver­ste­hen als Ess­bares, son­dern wörtlich: als alle die Mit­tel, die ein Men­sch zum Leben braucht.)
Die Erwerb­stätigkeit ist nicht seine Selb­st­tätigkeit, son­dern ”Ver­lust sein­er selb­st, Aufopfer­ung seines Lebens“.
” Der Arbeit­er fühlt sich (…) erst außer der Arbeit bei sich und in der Arbeit außer sich. Zu Hause ist er, wenn er nicht arbeit­et, und wenn er arbeit­et, ist er nicht zu Haus. Seine Arbeit ist daher nicht frei­willig, son­dern gezwun­gen, Zwangsar­beit. Sie ist nicht die Befriedi­gung eines Bedürfniss­es, son­dern ein Mit­tel, um Bedürfnisse außer ihr zu befriedi­gen. Ihre Fremd­heit tritt darin rein her­vor, dass, sobald kein physis­ch­er oder son­stiger Zwang existiert, die Arbeit als eine Pest geflo­hen wird.“ (Ökonomisch–philosophische Manuskripte, 1844, MEGA 2 1, 2, S. 367)

”Die Arbeit­skraft ist also eine Ware, die ihr Besitzer, der Lohnar­beit­er, an das Kap­i­tal verkauft. Warum verkauft er sie? Um zu leben. Die Betä­ti­gung der Arbeit­skraft, die Arbeit, ist aber die eigene Leben­stätigkeit des Arbeit­ers, seine eigene Leben­säußerung.
Und diese Leben­stätigkeit verkauft er an einen Drit­ten, um sich die nöti­gen Lebens­mit­tel zu sich­ern. Seine Leben­stätigkeit ist für ihn also nur ein Mit­tel, um existieren zu kön­nen. Er arbeit­et, um zu leben. Er rech­net die Arbeit nicht in sein Leben ein, sie ist vielmehr Opfer seines Lebens. Sie ist eine Ware, die er einem Drit­ten zugeschla­gen hat. Das Pro­dukt sein­er Tätigkeit ist daher auch nicht der Zweck sein­er Tätigkeit. (…) Was er für sich selb­st pro­duziert, ist der Arbeit­slohn. (…)“ (Lohnar­beit und Kap­i­tal, MEW, Bd. 6, S. 400)

Arbeit ist nicht Tätigkeit, son­dern Veräußerung der Tätigkeit, nicht Äußerung des Lebens, son­dern Veräußerung des Lebens.

Diese r Beitrag wurde geän­dert Vor 6 Stun­den 2 mal von Omen Nom­i­nan­dum

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