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Demokratie neu Denken

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(@benjamin)
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Beige­treten: Vor 8 Monaten
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Vielle­icht das ganze mal aus ein­er anderen Perspektive.

 

Der Beruf des Poli­tik­ers wird in der heuti­gen Zeit den Ansprüchen nicht mehr gerrecht.

In ein­er glob­alen und Kap­i­tal bezo­ge­nen Welt ist für ein glob­al aggieren­des und gewin­nori­en­tiertes Unternehmen ein Staat nur ein klein­er Mit­spiel­er. Ver­gle­ich­bar mit der Ver­gan­gen­heit, wo hiezu­lande eine Gemeinde oder Land­kreis oder Bun­des­land für einen Aldi- oder Shell- oder Bay­er- usw. ‑konz­ern. nur eine Frage des Druck­mit­tels war.

Hier dann auch das Problem:

Für einen Konz­ern, der 200Mrd. schw­er ist, ist das Jahres­ge­halt ein­er Kanzlerin/ eines Kan­zlers von 500000 „peanuts”. Das altherge­brachte Argu­ment für Diäten­er­höhun­gen „um Unab­hängig von der Wirtschaft zu sein” kann sich an der Stelle kein Staat mehr leis­ten. Wie also den Beruf des Poli­tik­ers definieren, so dass er/sie in der Lage ist den Ver­wal­tungs­bere­ich (das Land/ Bundesland/ Kreis usw.) im Sinne des Bere­ichs zu leiten?

In gut herge­brachter link­er Manier hier auch schon meine veträumte Antwort:

Na denn machen wir halt den Beruf des Poli­tik­ers „unab­hängig von der Wirtschaft” mit ein paar Regelun­gen. „NUr ihrem/seinem Gewis­sen unter­wor­fen” scheint bei der aktuell sicht­baren Pan­demie nur begren­zt zu funtionieren.

Im Gemein­schaft­sun­ter­richt lernte ich ja anno dazu­mal „ein Poli­tik­er ist eine Per­son öffntlichen Lebens”. Nagut. Die tech­nis­chen Möglichkeit­en gibts ja inzwis­chen. Jed­er Kan­z­lerin jedem Kan­zler wird bei Amt­santritt 5 Kam­er­ateams zur Seite gestellt. (Vielle­icht reicht dazu auch ein­fach ein Ansteck­er). Dann wird alles aus­nahm­s­los live in Farbe und bunt ins Netz gestellt. Ich bin der Mei­n­ung, nach ein wenig Aufre­gung „die/der ist ja auch nur ein Men­sch” kön­nten sich dann alle auf Die Arbeit konzen­tri­eren. Pri­va­traum (Fam­i­lie, Toi­lette, usw.) muß abge­gren­zt sein. Kein­er wird gezwun­gen, den Job zu machen. Der Rest des Lebens wird auch veröf­fentlicht. Als Lebenslauf oder Verpflich­tung auch nach Ver­lassen des Amtes Rede und Antwort zu stehen.

Eine Son­der­gruppe BKA, die sich nur mit dem Umfeld beschäftigt, um Ein­flussnahme von außen auszuschließen. Außer­dem wird das Kon­to seit Geburt bis zum Ableben überwacht.

Das Gehalt des Poli­tik­ers ori­en­tiert sich direkt am Durch­schnitts­ge­halt des Ver­wal­tungs­bere­ichs. Gönn wir ihr oder ihm ruhig das einein­hal­fache oder dop­pelte oder dreifache oder so.

Vielle­icht noch sowas wie „der Kan­zler­chat”. Ein­mal die Woch für 3 Stun­den wird live mit jed­er Frau/Mann gere­det. Dia­log in bei­de Rich­tun­gen. Dafür wirste bezahlt.

Diese r Beitrag wurde geän­dert Vor 8 Monat­en von Ben­jamin

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(@scilla)
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Veröf­fentlicht von: @benjamin

Vielle­icht noch sowas wie „der Kan­zler­chat”. Ein­mal die Woch für 3 Stun­den wird live mit jed­er Frau/Mann gere­det. Dia­log in bei­de Rich­tun­gen. Dafür wirste bezahlt.

man hat am Drit­ten Reich gese­hen (und in Süd­deutsch­land noch viel länger),

daß es Fam­i­lien gibt, die glauben, daß sie etwas besseres seien und sich deshalb als Bes­tim­mer über die anderen aufspielen

 

falls ein Außen­ste­hen­der, der nicht ihre Mei­n­ung teilt, an eine begehrenswerte Stelle kommt, wird im Hin­ter­grund gemobbt

 

ein Teil der Bevölkerung ist also assi

und der Kan­zler gehört meist zur Partei dieser Assis


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(@omen-nominandum)
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Was ist Demokratie?

Demokratie ist eine Staats­form (eine „Form bürg­er­lich­er Herrschaft”), und als solche eben­sowenig zu vertei­di­gen wie die Herrschaft „von Gottes Gnaden” oder ein­er mod­erneren Ide­olo­gie. Demokratie ist nichts anderes als eine Oli­garchie. Als solche ist sie eben­so reak­tionär wie jede andere Staats­form. Die Oli­garchie in der Krise, das ist Faschismus.

Man sollte vielle­icht die demokratis­chen Rechte der Lohn­ab­hängi­gen von der Staats­form der Demokratie tren­nen. Ich bin für die Vertei­di­gung dieser demokratis­chen Rechte gegen den Staat, nicht für die Demokratie.

Ich bin kein „Radikaldemokrat”. Ich will keineswegs die Demokratie verbessern oder ver­wirk­lichen oder par­fümieren, son­dern eine andere Pro­duk­tion­sweise. Ob eine solche Pro­duk­tion­sweise möglich ist, ste­ht in den Ster­nen, wie die Okto­ber­rev­o­lu­tion im 19. Jahrhun­dert in den Ster­nen stand. Das ist aber kein Grund, die Ver­fas­sung der BRD zu verehren.


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(@scilla)
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@omen-nominandum

 

die Gefahr bei Dein­er Rev­o­lu­tion ist, daß es danach zu ein­er (gut gemein­ten) Schreck­en­sh­errschaft kommt

mir fall­en dazu die Roten Khmer oder irgendwelche Bilder­stürmer ein

 

die Demokratie neu zu denken, bedeutet für die Linke statt dessen, sich kom­plett von Marx zu ver­ab­schieden und ein­fach nur die mögliche Aus­beu­tung der Werk­täti­gen durch die Unternehmer im Hin­terkopf zu behal­ten, damit man dage­gen vorge­hen kann

die Werk­täti­gen ver­hal­ten sich momen­tan sehr pas­siv und schluck­en alles, was ihnen präsen­tiert wird, und das liegt daran, weil sie zu doof zum Disku­tieren sind, was aber zum Teil auch an solchen Vorschlä­gen wie von Dir eben liegt

als Unternehmer würde ich Dich engagieren!

mein Auf­trag an Dich würde lauten:

„set­ze den Leuten irgendwelche Flöhe ins Hirn oder lenke sie ander­weit­ig vom Wesentlichen ab!

sie sollen nicht in der Lage sein, meinem Sys­tem zu widersprechen

  • ich ver­halte mich vernün­ftig (siehe Grenznutzen)
  • ich schütze die Umwelt (siehe Öko-Audit)
  • ich bin kein Ego­ist (siehe Unternehmenskultur)”

 

Diese r Beitrag wurde geän­dert Vor 7 Monat­en von scil­la

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(@omen-nominandum)
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Ich weiß nicht, warum die Roten Khmer in deinem Kopf marschieren. Von der sozialen Rev­o­lu­tion war in diesem Beitrag ja gar nicht die Rede.

Ich habe gesagt, dass ich nicht die „Demokratie”  – die Staats­form in Deutsch­land, die wir so nen­nen, ist schlicht eine Oli­garchie – vertei­di­gen will, son­dern die demokratis­chen Rechte der Lohn­ab­hängi­gen gegen den Staat. Demokratie gibt es nicht und hat es auch nie gegeben.

Als „Aus­beu­tung” beze­ichne ich den Tatbe­stand der Lohnar­beit. Was du unter Aus­beu­tung zu ver­ste­hen sche­inst, ist die „Über­aus­beu­tung”.


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(@benjamin)
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@omen-nominandum

Da dir keine der bekan­nten Organ­i­sa­tion­sstruk­turen genehm scheinen, welche Form des Zusam­men­lebens stellst du dir vor?

Alles nur abzulehnen, ist einfach.

Alles hat seine Vor- und Nachteile.

Wenn jed­er nur für sich selb­st die Ver­ant­wor­tung trägt, hat bald wieder der mit der größten Keule Recht.

Die selb­stver­wal­tende, kleine Stadt oder das Dorf mit weni­gen Ein­wohn­ern, kann gut in der Lage sein, All­t­agsprob­leme zu bewälti­gen. Durch direk­te Beteili­gung und Abb­stim­mung kön­nen Beschlüsse schnell gefasst und umge­set­zt werden.

Prob­leme dazu sind seit dem Mit­te­lal­ter gut dokumentiert.

Je größer der Ver­wal­tungs­bere­ich, desto schwieriger wird zum Beispiel die direk­te Beteiligung.

Spätestens mit der Nutzbar­ma­chung der Atom­en­ergie ist ein klein wenig glob­ales Denken unverzicht­bar gewor­den. Die Ein­flüsse der Men­schen als Men­schheit auf dem Plan­eten sind unverkennbar.

Mit zum Beispiel dem Prob­lem, dass heute sicht­bar ist, wenn eine Gruppe Super­re­ich­er ein­fach nur glob­ale Mark­twirtschaft betreiben kann, weil es für diesen Fall keine Regeln gibt.

Diese r Beitrag wurde geän­dert Vor 7 Monat­en von Ben­jamin

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