Demokratie neu Denk...
 
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Demokratie neu Denken


(@eltabano)
Mitglied Admin
Beigetreten: Vor 2 Monaten
Beiträge: 27
Themenstarter  

Was ist Demokratie?


Zitat
 Anja Gaertner
(@Anja Gaertner)
Gast
Beigetreten: Vor 2 Monaten
Beiträge: 1
 

Da wir den momentanen Zustand der 'Demokratie' ja erleben, ist es Zeit darüber nachzudenken, wie eine Echte Demokratie aussehen könnte. Die die Interessen der Bevölkerung vertritt. Nicht die der 'Wirtschaft'.

Dazu sollten wir Ideen zusammen tragen. Wie diese aussehen könnte, wie sie organisiert werden kann. Und zwar den gegenwärtigen Bedingungen entsprechend, keine Neuauflage des schon Gewesenen. Denn die Vergangenheit ist vergangen. Die Zukunft ist vorne. Und es ist sinnlos, sich an gesellschaftlichen Verhältnissen zu orientieren, die schon hinter uns liegen.

Also sollten wir darüber nachdenken, welche Art von Demokratie wir uns für die Zukunft wünschen. Was unseren Bedürfnissen entspricht.

Dazu sollten wir anfangen, Ideen zu sammeln. Zeit wirds! Wenn man sich den gegenwärtigen kläglichen Zustand dessen anschaut, was einmal eine bürgerliche Demokratie gewesen ist.

 


elTabano gefällt das
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(@karl-tomate)
Mitglied Moderator
Beigetreten: Vor 2 Monaten
Beiträge: 16
 

Ich stimme zu und ergänze:
Die FL sollte als "Organisation" Konzepte erproben, mit denen "basisdemokratisch" Themen (Ziele, Aktionen, Statements, etc) entwickelt werden können. M.E. ist das eine Herausforderung, die sich auch in der Mitgliederbindung zeigen wird und sich vor allem von dem Politikbetrieb und Medienbetrieb absetzt. Wenn man Partizipation fordert, dann sollte man selbst Erfahrung damit haben, sie leben.
Hierzu gibt es auch ganz neue Ideen aus der Softwareentwicklung. z.b.:

https://kollegiale-fuehrung.de/buch/

https://www.sk-prinzip.eu/

Gruß KT

 


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(@tobiastenhaef)
Mitglied Moderator
Beigetreten: Vor 2 Monaten
Beiträge: 3
 

Ich möchte dem Forum gerne eine Denksportaufgabe unterbreiten, über die ich schon länger nachdenke, ohne bisher eine aus meiner Sicht gute Lösung gefunden zu haben. Es geht um folgendes:

Wir haben eine Frau. Diese Frau hat eine Idee, macht sie bekannt und bittet alle Menschen, die diese Idee gut finden, ihr 1 € zur persönlichen Verfügung zu schenken. 1 € ist eine Summe Geldes, die eigentlich niemandem schadet, wenn man sie selbst abgibt. Und tatsächlich finden 10 Mio. Menschen diese Idee gut und geben der Frau jeder 1 €. Danach hat die Frau auf einmal 10 Mio. € zu ihrer freien Verfügung. Was machen wir als Freie Linke mit ihr? Nehmen wir ihr, wäre das unsere Beschlusslage, etwa 8 Mio. € weg, weil wir persönliches Vermögen nur bis zu einer Höhe von 2 Mio. € gestatten?

Das Problem wird aber noch größer, weil diese Frage strukturell sowohl GoFundMe-Kampagnen als auch den Steuerstaat betrifft. Die Struktur ist folgende:

1. Eine Entität X erhält ganz kleine Mengen Geld von sehr vielen Entitäten Y, von denen jede einzelne diese Menge Geld freiwillig abgibt und die durch die Abgabe dieser Menge Geld nicht geschädigt wird.

2. Etwas freiwillig abzugeben, ohne dass man selbst dadurch geschädigt wird, ist legitim.

3. Die Summe aller kleinen Mengen Geldes ist eine riesige Menge Geld.

4. Eine riesige Menge Geld erzeugt eine große Macht.

5. So wird also am Ende eine Entität X auf legitime Weise mit einer großen Macht ausgestattet.

Wie gehen wir damit um? Wäre es richtig, solche individuellen Eigentumskonzentrationen mit ihren Machtpotentialen prinzipiell zuzulassen, aber immer zu schauen, dass diese Macht auch im Sinne der Menschen, im Sinne von Freiheit und Gerechtigkeit genutzt wird? Wie könnte letzteres gewährleistet werden, ohne dabei Freiheit und Gerechtigkeit aufs Spiel zu setzen? Mögen wir eine gute Lösung für dieses Problem einen "wirklich demokratischen Steuerstaat" nennen?

Über diese Fragen möchte ich gerne mit euch gemeinsam nachdenken.

 

NB: Meine Überlegungen hier betreffen erstmal nur sterbliche Einzelpersonen. Was das Konzept der Eigentumsvererbung betrifft, so ist mein Standpunkt hier jetzt erstmal ganz undifferenziert: Her mit einer Erbschaftssteuer und zwar einer drastischen! Wie mit "unsterblichen" juristischen Personen (z. B. multinationalen Großkonzernen) zu verfahren wäre, ist dann eine weitere Frage.


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(@karl-tomate)
Mitglied Moderator
Beigetreten: Vor 2 Monaten
Beiträge: 16
 

@tobiastenhaef Einen Hinweis könnte doch der Zweck der Geldsammlung sein oder geht es hier um ein rein technisches, logisches Gedankenspiel?


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(@tobiastenhaef)
Mitglied Moderator
Beigetreten: Vor 2 Monaten
Beiträge: 3
 

@karl-tomate

Ja, die Frage war erstmal rein logisch gedacht. Aber der Zweck von Handlungen erweitert den in Betracht zu ziehenden Kontext. Das ist völlig richtig!


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 HPr
(@hpr)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
Beiträge: 1
 

Schaut ich mich so um, so haben wir eigentlich eine Lobbykratie mit einer Einheitspartei und die AFD als Opposition, die sich für die Grundrechte stark macht. Die einzige Möglichkeit dagegen ist eine neue tatsächlich demokratische Partei zu gründen, die jedoch schon in Ihrer Satzung versucht macht- und geldgierige Personen und Seilsxhaften abzuschrecken und eine feindliche Unterwanderung möglichst zu verhindern. Gibt es Interesse an einer Parteigründung und an der Formulierung einer Satzung?


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 Rostlaube
(@Rostlaube)
Gast
Beigetreten: Vor 1 Monat
Beiträge: 2
 

@tobiastenhaef

da die fiktive Frau Geld erhält weil sie eine Idee vorstellt, dann hat der gezahlte Euro den Charakter einer Spende. Damit ist die Zustimmung zur freien Verwendung immerhin im Spendensinne doch eingeschränkt, wenn auch keine konkrete Ergebniserwartung vorliegt.


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 Anjali
(@Anjali)
Gast
Beigetreten: Vor 1 Monat
Beiträge: 1
 

@hpr Die Partei die Basis ist keine linke Partei. Sie ist ziemlich breit aufgestellt. Eine ihrer Säulen ist "Machtbegrenzung". Da würde dieses Thema gut hineinpassen.

Vielleicht ist es gut, auch historisch zu schauen. Ich kenne mich nicht so aus, aber ich meine mal gelesen zu haben, dass es in manchen Gesellschaften üblich war, dass jemand Wohlhabendes verpflichtet war, zur Begrenzung des persönlichen Reichtums, etwas für die Allgemeinheit zu stiften oder eine Feier zu bezahlen. Eigentlich gibt es den Begriff "Eigentum verpflichtet" noch im Grundgesetz. Er wird aber nicht mehr ernst genommen.

 


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(@alexander)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Tagen
Beiträge: 1
 
Veröffentlicht von: @Anjali

@hpr Die Partei die Basis ist keine linke Partei. Sie ist ziemlich breit aufgestellt. Eine ihrer Säulen ist "Machtbegrenzung". Da würde dieses Thema gut hineinpassen.

Vielleicht ist es gut, auch historisch zu schauen. Ich kenne mich nicht so aus, aber ich meine mal gelesen zu haben, dass es in manchen Gesellschaften üblich war, dass jemand Wohlhabendes verpflichtet war, zur Begrenzung des persönlichen Reichtums, etwas für die Allgemeinheit zu stiften oder eine Feier zu bezahlen. Eigentlich gibt es den Begriff "Eigentum verpflichtet" noch im Grundgesetz. Er wird aber nicht mehr ernst genommen.

 

Gibt es schon eine Diskussion, ob FL und dieBasis irgendwie kooperieren könnten? Vielleicht wäre das nicht so verkehrt. 

Und da das mein erster Kommentar war, will ich gleich mal Hallo sagen. Ich habe mich vor ein paar Minuten hier im Forum angemeldet. Ich würde gern bei FL mitarbeiten. 


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