Die deutschen Opfer...
 
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Die deutschen Opfern des Stalinismus -in der Sowjetunion ermordete deutsche Kommunisten und Sozialisten in den 1930er Jahren


(@andremueller)
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Beigetreten: Vor 3 Monaten
Beiträge: 11
Themenstarter  

Ich verfüge über ein umfangreiches Archiv zu dem Thema (Texte +Videos ) , von dem ich aus Platzgründen hier nur einen kleinen Einblick geben kann , alle Biographien der Opfer sind historisch bestätigt.

Allein in der "Deutschen Operation des NKWD " 1937 wurden insgesamt mindestens  8000 deut. Arbeiter,  Sozialisten +Kommunisten in der SU von Stalin und seinen Leuten ermordet oder langjährig in Lager gesperrt, darunter fast 400 führende Kader der KPD , und das halbe Zentralkommitee der KPD von 1929

 

++++

Wie ein genetischer Faden durchziehen die Geschichte des deutschen Kommunismus „weiße Flecken“, Kommunisten also, deren Biografien und teils sogar deren Leben von der Partei aus ihrem kollektiven Gedächtnis ausgelöscht wurden. Dieses brisante Thema fasste der Mannheimer Historiker Hermann Weber an, dessen Buch im Frühjahr 1989 zuerst in Frankfurt am Main, dann 1990 in Ost-Berlin im Ch. Links Verlag erschien.

Es geht Weber dabei wesentlich um die Stalinschen Säuberungen deutscher Kommunisten in der Sowjetunion in den 1930er-Jahren. Er ermittelte 305 ermordete und verschollene deutsche Kommunisten sowie 40 in der Sowjetunion verhaftete, die es geschafft hatten, zu überleben. Erschossen wurde beispielsweise Hans Kippenberger, langjähriger Kandidat des Zentralkomitees der KPD und Leiter des parteieigenen Nachrichtendienstes. Überlebt hatte Susanne Leonhard, die bereits dem Spartakus angehört hat, in die Sowjetunion emigrierte, von 1936 an bis 1948 verhaftet und in Arbeitslagern war. 1949 floh sie aus der DDR in die Bundesrepublik.

Im Ergebnis zeigte sich für Weber, dass von den 43 Spitzenfunktionären der KPD „mehr Personen der Stalinschen Säuberung zum Opfer [fielen] als dem Terror Hitlers“.++++

https://www.kommunismusgeschichte.de/lesen/liesmich/article/detail/hermann-weber-weisse-flecken-in-der-geschichte-die-kpd-opfer-der-stalinschen-saeuberungen-und-ihre-rehabilitierung

 

Siehe auch das Buch "Deutsche Kommunisten " , darin die Biografien von ca. 1400 deut. Kommunisten.

+++++

"Die Emigration in der Sowjetunion wurde für viele KPD-Leiter zur Todesfalle. Mit Sicherheit sind sie schwerer gestorben, als ihre Genossen in Hitlerdeutschland. Aus dem Politbüro von 1929 wurde ein Kommunist von den Nazis ermordet (Ernst Thähmann), aber vier (Leo Flieg, Heinz Neumann, Hermann Remmele, Fritz Schulte) fielen den Säuberungen in der Sowjetunion zum Opfer.
 
Von 59 ehemaligen Politbüro Mitgliedern (Polbüro) wurden drei in den Kämpfen 1919 ermordet, sechs fielen dem Hitlerterror und sieben (wahrscheinlich acht) dem Stalinterror zum Opfer. Besonders bemerkenswert ist die Tatsache, dass die jüdischen Kommunisten und KPD Funktionäre (Fritz David und Moses Lurje) in dem Prozeß gegen Sinowjew und Kamenjew 1936 gestehen mußten „Agenten der Gestapo und Trotzkis“ zu sein. Die anderen KPD Funktionäre wurden meist still und heimlich um die Ecke gebracht.
 
Weder ein Hans Kippenberger (Leiter des Militär -Apparats der KPD), noch ein Hermann Schubert (bis 1935 führend im Politbüro), wurden vor ein öffentliches Gericht gestellt. Wäre Heinz Neumann 1934 von der Schweiz an Hitlerdeutschland ausgeliefert worden, statt Asyl in der Sowjetunion zu erhalten und von den Nazis umgebracht worden, hätte man nach ihm in der DDR einige Schulen und Straßen benannt. Nachdem er aber einfach in Rußland verschwand, wurde er zur Unperson erklärt, über die nicht gesprochen wurde. In der offiziellen DDR Geschichte wurde ihm bestenfalls die alleinige Verantwortung für die ultralinke Politik der KPD vor 1933 zugeschoben.
 
Ließt man die Biographien der in der Sowjetunion ermordeten deutschen Kommunisten, dann fällt folgendes sofort auf, meist wurden in der Sowjetunion Funktionäre ermordet, die ein eigenes Profil hatten und demzufolge mit einer Portion Selbstbewußtsein ausgestattet waren. Entweder handelte es sich um gute und bekannte Redner oder sie hatten sich in der KPD- Geschichte irgendwann einmal oppositionell betätigt.
 
Daneben gab es auch einige stets linientreue Funktionäre, die in der damaligen Moskauer Atmosphäre einfach denunziert wurden. Überlebt hat das Exil in Rußland der arbeitsame, mittelmäßig begabte Apparatschik, vom Typ Ulbricht oder das alte Schlachtroß Wilhelm Pieck, der bis drei zählen konnte, es aber oft verbarg."

 

Weitere prominente KPD-Führer , die von Stalins NKWD ermordet wurden waren z.B. der "Robin Hood " aus dem Vogtland, der berühmte Volksheld Max Hoelz (ertränkt in der Oka) , der Chef des RFB , Willy Loew , Hugo Eberlein , vermutlich 1940 auch der rote Medienzar und einflussreichster Gegner Hitlers, Willy Münzenberg aus Erfurt und viele hunderte andere .

 

ein kleiner Einblick in das Klima der Denunziationen, Angst und Morde in Moskau 1937 im angehängten Spiegel-Artikel von 1994

weitere Infos und Links zur KPD-Geschichte und Geschichte der SU vor 1945 auch im FL-Geschichtskanal

https://t.me/stalinismus_geschichte

Dieses Thema wurde geändert Vor 1 Monat 5 mal von andremueller

Zitat
(@karel)
Mitglied Admin
Beigetreten: Vor 4 Monaten
Beiträge: 33
 

Und warum passierte das. Wer war verantwortlich für den großen Terror, die "Jeschowtschina", wer beendte sie, worum ging es in diesem "Bürgerkrieg innerhalbt der Partei", wie Losurdo diese tragische Zeit zusammenfasst.

Warum wurden viele inhaftiert, manche hingerichtet? Wie sah es um die Beweise, die Aktenlagen aus, die Schuldgeständnisse, die real existierenden Verschwörungen?

Einfach so ohne historischen Kontext in den Raum gestellt, ist das wirklich kaum einen Deut besser als die Geschichtschreibung, die die frz. Revolution verurteilt, weil vielleicht ein paar unschuldige guillotiniert wurden...die dann aber auch nie erwähnt, dass die konterrevolutionäre Allianz schon unweit von Paris stand, die Girondins sich mit den Engländern verbunden haben usw.

 

So ohne Kontext, ohne Versuch einer ERklärung der Umstände und Herausarbeitung der Verantwortlichkeiten für den Terror und seine Ursachen, trägt das ganze wenig zum Verständnis bei.

Es gab Leute, die den Kapitalismus restaurierne wollen und dazu auch mit den Deutschen paktiert hätten und haben...so ungeheuerlich manchen die Vorstellung scheint: kann es nicht sein, dass manche der "Schauprozesse" vielleicht in ihrem Urteil nicht ganz daneben lagen?

Darf man sich der Frage offen und wissenschaftlich nähern oder sie gar nicht stellen?

 


AntwortZitat
 Joe
(@joe)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen
Beiträge: 12
 

Vielleicht solltest du mal genauer hinsehen. Wenn du noch immer nicht weißt daß dafür Jeshow und Jagoda verantwortlich waren und Stalin diese Beiden nach Entdeckung ihrer Verbrechen mit dem Tod bestraft hat, dann frische bitte deine Geschichtskenntnisse auf.

Ein Linker sein bedeutet Kommunist zu sein. Und das wiederum sind Marx, Engels, Lenin und Stalin.

Auch die Dokumentarfilme auf dem youtube Kanal von KIDeutschland sind hilfreich wer nicht Lesen möchte.

Diesen blog mit ca 2500 Artikeln aus Zeitungen, Büchern usw. sollte man stets vorrangig lesen. Zu fast jedem Thema findet man hier etwas.

https://sascha313.wordpress.com/2019/09/03/bill-bland-stalin-mythos-und-wirklichkeit/

 

Diese r Beitrag wurde geändert Vor 2 Wochen von Joe

AntwortZitat
(@omen-nominandum)
New Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen
Beiträge: 3
 

Wir beurteilen die französische Revolution nicht nach den Reden von Robespierre, Saint-Just oder Babeuf, obwohl da auch Gutes und Revolutionäres drinsteht. Man sollte auch die russische Revolution nicht nach den Schriften Lenins oder Trotzkis beurteilen, sondern nach dem, was sie bewirkt hat -- genau so, wie es der historische Materialismus fordert und wie man es im Falle der französischen Revolution oder jeder andern auch tut.

Die russische Revolution hat

  •  die Akkumulation von Kapital forciert
  • die Ausbeutung der Arbeiterklasse, d. h. die Lohnarbeit, intensiviert und ausgeweitet:

           - durch direkte und indirekte Lohnsenkung
           - durch die Einbeziehung von Frauen in die Lohnarbeit (erzwungen durch Lohnsenkung)
             (Dies fand bezeichnenderweise auch die Anerkennung westlicher Historiker. "So war inzwischen eine zunehmende Zahl von         Familienmitgliedern --- vor allem Frauen --- erwerbstätig, so dass das Familienbudget entsprechend aufgebessert wurde."[R. Lorenz, Die Sowjetunion, FWG 31, S. 353])

           - durch Zwangsarbeit
           - durch die Zerstörung vorkapitalistischer Produktionsweisen:
           -  Verwandlung von Bauern in Lohnarbeiter
           -  gewaltsame Sesshaftmachung der Nomaden und Halbnomaden Sibiriens und Turkestans 

Die Bolschewiki bauten im Kampf gegen die imperialistischen Staaten Europas und die USA einen unabhängigen Nationalstaat auf.

Die Mittel zu diesem gewaltigen Sprung nach vorne wurden beschafft

  • durch die Enteignung des Adels, der Kirche und - wesentlicher Antrieb des Antikommunismus - des ausländischen Kapitals. (Was es im zaristischen Russland an großem industriellem Kapital gab, war in der Hand des Auslands. (Lenin))
  • durch Nichtzahlung der Staatsschulden des Zarismus
  • durch die Verstaatlichung des Außenhandels und somit die Trennung des Landes von der "Weltwirtschaft" der USA und Westeuropas.

Die wenigen sozialen Maßnahmen der Bolschewiki (Einführung eines Gesundheitssystems und einer Rentenversicherung) kamen --- zunächst jedenfalls --- nur einer Minderheit zugute. Die UdSSR war nie ein Sozialstaat; trotz der Sozialkürzungen in den westeuropäischen "Wohlfahrtsstaaten" und sozialpolitischer Verbesserungen in Russland unter der Regierung Putin liegt das russische Sozialsystem hinter Westeuropa zurück.

Die Maßnahmen der Bolschewiki waren notwendig zum Aufbau des Kapitalismus in Russland, nicht des Sozialismus: Die Verstaatlichung der Industrie und des Außenhandels und Planwirtschaft ändern nichts an der kapitalistischen Produktionsweise. Sie sind aber notwendig zur Errichtung eines unabhängigen Nationalstaats.

Die russischen Sozialdemokraten, ob Menschewiki oder Bolschewiki, waren von ihrer sozialen und politischen Herkunft "Narodniki", bürgerliche Revolutionäre, die auf der Suche nach dem "revolutionären Subjekt" die Arbeiterklasse entdeckten. (Willy Huhn, Trotzki --- der verhinderte Stalin)

Lenin war kein Arbeiter, sondern Advokat, der "Standardberuf" des bürgerlichen Revolutionärs; die Führung der Bolschewiki (wie der Menschewiki) stammte überwiegend aus dem Bürgertum; echte Arbeiter gab es in der Führung nur wenige und nur in den ersten Jahren der Revolution. (Mjasnikow, Schljapnikow von der "Arbeiteropposition" z. B.)

Das heißt nicht, dass der Sozialismus in der Sowjetunion einfach ein Betrug, "Kulissenschieberei" war, wie der Linkskommunist Otto Rühle schon 1920 schrieb. Wäre Lenin nur ein Scharlatan gewesen, hätte er keinen Erfolg gehabt. Die Bolschewiki konnten auf Grundlage der russischen Produktionsverhältnisse nichts anderes als einen staatlich gelenkten Kapitalismus aufbauen. Für Russland war das Sozialismus, die Vorstufe zu einem fernen Paradies namens Kommunismus.

Den russischen Kommunisten war auch sehr bewusst, dass die Sowjetunion wenig mit dem Kommunismus zu tun hatte. Lenin selbst spricht in Bezug auf den Staatsapparat der jungen SU von einem "abscheulichen zaristisch-bürgerlichen Gemisch". Mit dem Kampf gegen "Bürokratismus" und "Bonapartismus" hofften sie, eine "Entartung" der Sowjetunion verhindern zu können. Auch Lenin forderte die Kontrolle der SDAPR(B) durch die parteilosen Arbeiter, genau wie die Arbeiteropposition. Diese dachte allerdings an eine echte Kontrolle, nicht an eine Propagandaveranstaltung.

Auch die westeuropäischen Kommunisten hatten höhere Vorstellungen vom Sozialismus als die SDAPR(B) - KPdSU. Infolgedessen spalteten sich unablässig kommunistische Gruppen von der russlandtreuen "Kommunistischen Weltbewegung" ab. (Linkskommunisten, Trotzkisten usw.)

Die "Fehler", welche die kommunistischen Revolutionäre an der Politik Lenins oder Stalins feststellten, und die angeblich den Untergang des Sozialismus herbeiführten, waren natürlich keine Fehler, sondern Ausdruck von Klasseninteressen: den Interessen der herrschenden Klasse der Sowjetunion.

Diese Klasse hat mit der aus marxistischen Traktaten berüchtigten "Kapitalistenklasse" gemeinsam, dass sie von der Ausbeutung der Lohnabhängigen lebt. Der Unterschied besteht nur in der rechtlichen Ausgestaltung des Ausbeutungsverhältnisses.
Diese herrschende Klasse "Bürokratie" zu nennen, wie Trotzki und die Mehrzahl der Linksradikalen es getan haben, ist bereits eine Verharmlosung: Bürokraten sind keine Herrschenden, sondern Diener einer herrschenden Klasse. Die russischen Bolschewiki waren aber eine herrschende Klasse.

Das kann man schon daran erkennen, dass die "Oligarchen", die nach westlicher Sprachregelung heute die russische Föderation beherrschen, nichts anderes sind als die ehemalige Komsomol-Führung, inzwischen natürlich ergänzt durch originäre, völlig "unkommunistische" Halsabschneider.

Man sollte allerdings die russische Revolution vor "demokratischer" Kritik aus dem Westen in Schutz nehmen:

Die Herrschaft der Bolschewiki war kein Einbruch der Barbarei in ein ansonsten konservativ-liberales Gemeinwesen, wie die heutigen Herren Russlands ihre Geschichte interpretieren.
Der berüchtigte Weißmeerkanal, dessen Bau Zehntausende das Leben kostete, geht auf einen vorrevolutionären Plan zurück. (Der Zar hätte sich das allerdings nie leisten können.)
Das Lagersystem gab es schon unter dem Zaren, Stalin hat es nur ausgebaut. Auf den in dieser Hinsicht traditionsreichen Soloveckij-Inseln im Weißen Meer verwendeten die Bolschewiki sogar ehemalige Weißgardisten als Wachpersonal. (Solschenizyn)
Auch das größte Kolonialmassaker der russischen Geschichte, die Tötung von 200.000 aufständischen Kasachen (1916), ist ein Werk des Zarismus, nicht der "Roten".

Das allgemeine Starren auf Elend und Terror verstellt auch den Blick auf die Gründe der relativen inneren Stabilität der jungen UdSSR. Die alte Elite war tot oder im Ausland; Loyalität vorausgesetzt, stand zumindest in den ersten zwei Jahrzehnten des Bestehens der Sowjetunion jedem Befähigten der Aufstieg offen. "Niedere Herkunft", am besten aus der "Arbeiterklasse" oder der "Bauernarmut", war von Vorteil, in schroffem Gegensatz zum Zarismus mit seiner antiquierten Ständeordnung, aber auch zu den westeuropäischen Staaten. Das war wirklich revolutionär, wenn auch nicht von Dauer. Nirgendwo auf der Welt wurde (zunächst jedenfalls) das kapitalistisch-sozialdemokratische Versprechen von "Chancengleichheit" und "Freie Bahn dem Tüchtigen" mehr verwirklicht als in der Sowjetunion. Da konnte man schon über ein paar "Schattenseiten" hinwegsehen.

Der Versuch der leninschen und stalinschen Kommunisten, den Aufbau eines Nationalstaats als Sozialismus hinzustellen, führte dazu, dass das Ziel des Sozialismus völlig entstellt wurde. Gerade in den hochindustrialisierten Ländern führte er die Kommunisten in die Bedeutungslosigkeit. In Westdeutschland verschwand die KPD nach 1945 sang- und klanglos --- nicht nur als Organisation, sondern auch aus dem Bewusstsein der lohnabhängigen Bevölkerung.

Primäre Ursache für das Verschwinden einer einstigen Massenpartei war eben keineswegs der Kalte Krieg und das KPD-Verbot, und auch nicht der "Verrat ehemaliger Kommunisten". Staatlicher Terror hat gegen wirkliche Volksbewegungen noch nie etwas ausgerichtet. Aber die Sowjetunion war keine Perspektive für die Arbeiter der fortgeschrittenen Industriestaaten.

Für die Schüler und Studenten, die Anfang der siebziger Jahre aus einer ganz anderen Motivation (um "die Demokratie zu demokratisieren") auf den Marxismus verfielen und die KPD wiederaufbauen wollten, waren die ganz wenigen alten KPD-Mitglieder, die es in ihren Gründungen gab, bereits Exoten, "Gegenstand von Anbetung", wie es in einem Kritikpapier Anfang der siebziger Jahre spöttisch hieß.

In der "Dritten Welt" dagegen, in jenen Ländern also, deren Situation mit der Sowjetunion 1917 vergleichbar war, z. B. China, war die Sowjetunion noch lange ein Erfolgsmodell -- und ist es zum Teil noch heute. Wo der Marxismus--Leninismus nach dem II. Weltkrieg einen gewissen Masseneinfluss hatte, da handelte es sich um Länder der Dritten Welt: "Kurdistan", Nepal, Südindien, Peru, Kambodscha und so weiter. Eben weil es dort nicht um soziale, sondern um nationale Befreiung ging: Um die Errichtung eines unabhängigen Nationalstaats.

Der Kommunismus ist nicht gescheitert, er hat nie existiert.

Die Oktoberrevolution war ohne Zweifel eine Revolution, nur keine "Arbeiterrevolution." Was in der Sowjetunion tatsächlich aufgebaut wurde, war nicht der Sozialismus, sondern der Kapitalismus.

Die Sowjetunion war niemals sozialistisch. Mit dem Abstreifen des "Marxismus" Ende der achtziger Jahre hat die russische Revolution zu sich selbst gefunden.

Diese r Beitrag wurde geändert Vor 1 Woche 2 mal von Omen Nominandum

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 Joe
(@joe)
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@omen-nominandum Na du bist total verpeilt. Im Kapitalismus werden weder Kulaken noch Konzerneigentümer enteignet und daraus volkseigene Betriebe gebildet. Aber genau das haben Lenin und Stalin getan.

Warum hier Trotzki, der mit Nazideutschland kollaborierte, hier genannt wird ist mir schleierhaft.

Kommunismus hats nie gegeben. Auch die KPD sagt dass Kommunismus erst möglich ist wenn es keine kapitalistischen Staaten mehr gibt. Sozialismus mit Diktatur des Proletariats ist der Weg dorthin. Alles mit Abstufungen darin.

Wer hier ahnungslos ist sollte sich erst mal marxistisches Basiswissen aneignen - vor dem Kommentieren. Die Bücher dafür gibts online kostenlos oder billig gebraucht.


AntwortZitat
(@omen-nominandum)
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Warum hier Trotzki, der mit Nazideutschland kollaborierte, genannt wird, ist mir schleierhaft.

Es handelt sich um einen Buchtitel: Willy Huhn, "Trotzki --- Der verhinderte Stalin".
Auch dieses Buch gibt es kostenlos online. 😀 


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