Kategorie: Debattenbeitrag (Seite 1 von 2)

Die Basisdemokratische Vision

Den folgenden Darstellungen liegt ein sehr gut ausgearbeitetes basisdemokratisches Konzept [1] zu Grunde, über das die Gesellschaft sowohl Produktion als auch Verteilung basisdemokratisch organisieren kann. Dieses soll hier jedoch nur in seinen Grundzügen beschrieben werden und ist der Spiegel der politischen Strukturen, über die die 5-Stunden-Woche [2] verwirklicht werden kann. Zudem soll diese zweite Schrift eine Antwort auf die Fragen sein, die die Schrift Die 5-Stunden-Woche im historischen und volkswirtschaftlichen Kontext aufwarf.

Der Mensch lebt in der Gemeinschaft. Eine Gesellschaft im Zustand der größten Ruhe könnte mit einem ruhigen See vergleichen werden.

Jede Lebensäußerung eines Menschen wirkt für die Gemeinschaft wie ein Stein, der in einen ruhigen See geworfen wird. Die kreisförmigen Wellen entsprechen der Form, wie sich die Informationen in seiner Umgebung ausbreiten. Mit dieser Metapher wird der Mensch zu einem Sender, der Wellen aussendet UND der im Mittelpunkt steht.

Und diese Metapher bildet den Schlüssel, auf dem das Verständnis jeder basisdemokratischen Abstimmung beruht.

Abstimmungen

Alle Menschen leben an einem Ort, der einer Stadt, einem Dorf oder einer Gemeinde zugeordnet ist. An diesen Orten sollen sich die Menschen in Ortsgruppen als Vereine organisieren.  Weiterlesen

Soldaten, verbrüdert Euch!

Position der ISR (FL) zum Ukraine-Krieg

Russische und ukrainische Arbeiter wurden in Uniformen gesteckt, um sich gegenseitig abzuschlachten. Wie es Herrschende tun, seit es die Klassengesellschaft gibt. Sie kämpfen nicht für eigene Interessen sondern für die ihrer jeweiligen Oligarchen. Es geht darum, welchen Clans mehr vom Kuchen abbekommen, russische oder ukrainische. Die einfachen Menschen gehen in jedem Fall leer aus. Sie dürfen für ihre Ausbeuter weiter schuften, töten und sterben. Soldaten: Macht Schluss damit! Verbrüdert Euch und dreht die Gewehre um! Richtet sie gegen Eure gemeinsamen Feinde: Die post-sowjetische Bourgeoisie, entstanden aus den Reihen der stalinistischen Bürokratie.

 

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Corona und kein Ende – über Nutzen und Nutznießer einer unendlichen P(l)andemie

von Uwe Moldenhauer

These: Oberstes Ziel allen Handelns ist die Verbesserung der Weltgesundheit.

Fakt ist, die Weltbevölkerung nimmt jährlich zu und Fakt ist auch, dass es für das Bevölkerungswachstum ein Ressourcenlimit gibt (wann dieses erreicht ist, muss an dieser Stelle nicht diskutiert werden)[1]. Daraus folgt, wenn man das Überleben der Menschheit sichern will, dass ein Weg gefunden werden muss, das Wachstum der Bevölkerung zu stoppen und u. U. sogar, die aktuelle Weltbevölkerungszahl zu reduzieren. Nun haben sich dieses Ziel einige wohlbekannte Berufsphilanthropen, wie z. B. Bill Gates, auf die Agenda geschrieben und erklären, dies durch eine verbesserte Gesundheitsversorgung (z. B. mittels Schutzimpfungen auf der ganzen Welt) erreichen zu wollen[2]. Doch wie soll das funktionieren? Eine bessere Gesundheitsversorgung reduziert die Kindersterblichkeit und verlängert gleichzeitig die Lebenserwartung. Das führt im ersten Schritt dazu, dass die Bevölkerung zunimmt, also genau das Gegenteil von dem, was beabsichtig ist. Wenn diesbezüglich, aber gleichzeitig auch der Lebensstandard steigt, und Kinder z. B. nicht mehr für die Altersversorgung benötigt werden, reduzieren sich automatisch in den kommenden Generationen auch die Geburtenzahlen (sehr deutlich im Vergleich der Bevölkerungspyramiden der Industrienationen der Jahre nach dem 2. Weltkrieg nachvollziehbar)[3]. Daher könnten Impfkampagnen rein theoretisch ein praktikabler Schritt in diese Richtung sein, wobei es diesbezüglich schon immer unterschiedliche, teils auch gravierende Impfnebenwirkungen gegeben hat, die aber billigend in Kauf genommen wurden. Das ist also vom Grundsatz her kein coronatypisches Alleinstellungsmerkmal und bedarf einer objektiven, pharmaunabhängigen Risikoabschätzung.

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Strategie der Arbeit (Übergangsforderung Strategie)

Die neuste Zuspitzungen der Klassengegensätze stellen uns vor die Herausforderung, zu lernen wie man handeln muss.
Solche Momente gab es mehrmals in der Geschichte der Arbeiterbewegung, und wir müssen aus dieser Geschichte lernen.

Einige zweifeln, dass es um ein revolutionäre Prozesse geht, (weil es kein revolutionäres Programm gibt oder keine revolutionäre Führung), aber diese Menschen kennen die Dynamik  solcher Bewegungen nicht

Massenproteste werden von den Massen realisiert, nicht von der revolutionären Avantgarden.

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Wie idyllisch und wie abstrakt darf eine Freie Linke sein?

von Walter Grobe
Vorbemerkung der Redaktion: Wir orientieren uns an Theorien, die vor 50 bis 150 Jahren zu den Verhältnissen  der Zeit gepasst haben. Wie realistisch ist das? Reicht das als theoretische Basis, um solch einen nie dagewesenen weltweiten Angriff auf die Lebensverhältnisse der Menschen angemessen reagieren zu können? Müssen wir nicht unsere theoretischen Konzepte aus der Wirklichkeit der Gegenwart ableiten? Diese Fragen stellt Walter Grobe in den Raum und damit zur Diskussion.  Der Beitrag ist als Einstieg zu dieser Diskussion zu verstehen. Wir freuen uns auf viele Kommentare und ein breites Meinungsspektrum.

 

Seitdem ich Anfang Januar 2021 den Aufruf der FL gesehen habe, arbeite ich hoffnungsvoll mit, weil hier ein guter Ansatz vorliegt. Aber ich beobachte mittlerweile auch einige grundlegende politisch-analytische Defizite, die sich halten und an deren Überwindung, meinem Eindruck nach, nicht gerade mit Nachdruck gearbeitet wird.

Hierzu im Folgenden einige kritische Bemerkungen: Immerhin hat die FL mittlerweile einige konkrete Anschauungen über die Ursachen der Coronapolitik gewonnen, wie sie sich vor allem in Europa und den USA entwickelt. Sie kann mittlerweile diese Politik auf die krisenhafte Entwicklung des Kapitalismus, genauer gesagt: des „westlichen“ Kapitalismus, beziehen und hat das maßnahmenkritische politische Spektrum bereichert um eine grundsätzliche Kampfansage an den Kapitalismus.

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Die Abgrenzungsfalle

Wer für alles offen ist, ist nicht ganz dicht. Doch auch ein Netz aus Roten Linien macht hilflos.

von Regimekritiker Dracula

Das Linke Lager in seiner eigenen Abgrenzungsfalle

Die gegenwärtigen linken sozialen, friedens-, umwelt- und globalisierungskritischen Bewegungen sind wie fast die gesamte Opposition des Kapitalismus und Militarismus tief gespalten und so gut wie handlungsunfähig. Und das nicht erst seit Corona. Ein Grund ist die Selbstbeschäftigung mit ideologischen Formalitäten. Dabei geht es vornehmlich um Haltungen statt Inhalten. Sahra Wagenknecht [1] bemängelt die Verschiebung der Prioritäten von den sozialpolitischen Problemen der Unterprivilegierten (prekären) auf den Linksliberalismus gebildeter und wohlsituierter Bürger mit einem bunten Strauß positiv besetzter, identitätsstiftender Begriffe und einem klar umrissenen Feindbild. Diese Lifestyle-Linken nehmen für sich Vielfalt, Weltoffenheit, Modernität, Klimaschutz, Liberalität und Toleranz in Anspruch und sind gegen Nationalismus, Rückwärtsgewandtheit, Provinzialität, Rassismus, Sexismus, Homophobie, Islamophobie, wobei sie mehr auf die Symptome als auf die Ursachen achten.

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Worum geht es, wenn es nicht um Gesundheit geht?

Spoiler: Achtung, Verschwörungstheorie!

von Theo Klein

Vorwort

Immer mehr Menschen nehmen sehr aufmerksam wahr, dass die „Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie“ zunehmend willkürlich, völlig überzogen, widersprüchlich, ja bisweilen geradezu lächerlich erscheinen. Man wird den Eindruck nicht los, es wird durch immer neue Zielvorgaben (erinnern Sie sich an die Verdopplungszahl?) immer wieder eine Verlängerung des Ausnahmezustands aktiv betrieben, während konstruktive Vorschläge aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft abperlen – ja aktiv bekämpft wird. Dies war im Grunde von Beginn an der Fall, viele gewährten der Regierung lange Narrenfreiheit und unterstellten guten Willen, schlimmsten Falls Unfähigkeit. Doch angesichts der mehr und mehr zutage tretenden historischen Schäden an Menschen, Lebensgrundlage und Demokratie in unserem Land, bleibt zunehmend nur noch Ratlosigkeit. Worum geht es wirklich?

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Alternativen zum Great Reset

von Jan Müller

Neues vom Great Reset – Teil 2

 

  1. Vorwort
  2. Sind Speicher die Lösung?
  3. Der technische Fortschritt
  4. Kernenergie
  5. Anwendungen mit Kernenergie
  6. Landwirtschaft
  7. Pro und Contra Kernenergie
  8. Massenarmut oder allgemeiner Wohlstand?
  9. zum Weiterlesen
  10. Quellen

 

1. Vorwort

Nach jahrelanger Verzichtspropaganda stößt das angebliche Ziel des Great Reset, also ein ökologischer, CO2-neutraler Kapitalismus auf viel Verständnis in der Gesellschaft, bis hinein in die maßnahmenkritische Bewegung.

Weit verbreitet ist die Vorstellung, wir hätten energetisch alle über unsere Verhältnisse gelebt und müssten uns zugunsten des Klimas und wegen der behaupteten Rohstoffknappheit einschränken.

Das Ziel, möglichst schnell aus Atom und Kohle auszusteigen und den Strom zu 100% aus „Erneuerbaren“ herzustellen, wird kaum in Frage gestellt. Allenfalls wird Detailkritik geübt, etwa, dass es für 100% „Erneuerbare“ noch nicht genug Stromspeicher gibt.

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Kommt der Klimalockdown?

von Jan Müller

Neues vom Great Reset – Teil 1

  1. Vorwort
  2. Eugenik und Ökologismus
  3. Konturen des Klimalockdowns
  4. Das überzeugende Narrativ
  5. Quellen

1. Vorwort

In Zeiten einer abflauenden „Pandemie“ und ersten „Lockerungsschritten“ stellt sich die Frage, ob es das gewesen ist, ob wir langsam in die alte Realität zurückgleiten, oder ob wir uns gegenwärtig nur in der Phase 6 von Biedermanns Diagramm des Zwangs befinden, also der Phase der gelegentlichen Nachgiebigkeit, kombiniert mit leeren Versprechen. Diese verhindert die Gewöhnung an die uns auferlegten Entbehrungen. Geschäftsinhaber glauben jetzt möglicherweise, es doch schaffen zu können und stürzen sich mit neuer Energie in die Arbeit.

Wird im nächsten Winter die vierte Welle ausgerufen, die vielleicht für Geimpfte aufgrund der immunbedingten Verstärkung des Krankheitsverlaufs (ADE)[1] tödlicher ist, als die drei bisherigen Wellen? Bleiben die Restriktionen wie Masken bestehen und wird weiterhin ein harter Diskriminierungskurs gegen Ungeimpfte gefahren, wie dies Spiegel-Kolumnist Sascha Lobo fordert?[2]

Oder wird der Corona-Lockdown langsam in den Klimalockdown überführt? Hierfür spricht in der Tat einiges. In seiner sensationellen Entscheidung vom 29. April 2021 hat das Bundesverfassungsgericht unter seinem Präsidenten, dem Konzernlobbyisten Harbarth, den Weg hierfür freigemacht. Zum Schutz des Klimas können gravierende Freiheitseinschränkungen gerechtfertigt sein. Oder noch deutlicher: „Die Möglichkeiten, von grundrechtlich geschützter Freiheit in einer Weise Gebrauch zu machen, die direkt oder indirekt mit CO2-Emissionen verbunden ist, stoßen an verfassungsrechtliche Grenzen.“[3]

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„Das Grundgesetz ist verloren, doch das Unrecht kann uns retten“

von Leo Landauer

Es erscheint mir, dass Verfassungen (inkl. Grundgesetz) im Ernstfall nicht nur wertloses Papier sind, sondern auch unser Streben nach Verwirklichung von Freiheit, Gleichheit und Geschwisterlichkeit verwirren. Verfassungen, weil sie nichts Konkretes regeln, wonach man die staatliche Gewalt walten oder wüten lassen könnte, dienen während politischer Stabilität nur als Orientierung für konkrete Gesetze. Sie schützen aber nicht effektiv vor der Aushöhlung der Bürgerrechte.

Die politische Destabilisierung greift weltweit um sich. Die Verfassungen sind offensichtlich kein wirksames Mittel gegen den autoritären Kurs der Regierungen. Selbst konkrete Gesetze werden bis in die Rechtsbeugung bemüht, um das staatliche Gewaltmonopol zu erhalten.

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